• Staben fliegt

    Autor:  • 07.05.2018 • 2. Bundesliga Nord, SV Henstedt-Ulzburg

    Symbolbild, Saison 2016/17, 2. Bundesliga NordFür Tanja Staben ist die Saison vorzeitig beendet. Die Verteidigerin des SV Henstedt-Ulzburg holte sich wegen einer Notbremse in der Nachspielzeit in Bielefeld die Rote Karte ab und fehlt im abschließenden Saisonspiel nächsten Sonntag gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II.. Dabei war die Partie bereits entschieden. Zur Pause führte die Arminia durch Treffer von Laura Liedmeier (15.) und Lena Schulte (36.) schon mit 2:0. Alina Witt verkürzte in der 52. Minute. HU kämpfte um den Ausgleich, kassierte aber in der 86. Minute das 1:3 durch Maxine Birker. Die Vorentscheidung? Nur eine Minute später brachte Jennifer Michel ihr Team wieder auf 2:3 heran, und doch gab es wieder im Gegenzug das entscheidende 2:4 durch Magdalena Jakober.

    Trotzdem wird es im Kampf um die Plätze 6 bis 8 am letzten Spieltag dramatisch. Bielefeld hat nur zwei Punkte Vorsprung und muss zum neuen Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II.. Der FSV Gütersloh trotzte Borussia Mönchengladbach ein 2:2 ab. Isabelle Wolf brachte die Ostwestfalen nach zehn Minuten in Front. Mitte der zweiten Hälfte drehten Kerstin Bogenschütz (65., Elfmeter) und Julia Koj (70.) die Begegnung, aber Marie Pollmann gelang noch das 2:2 in der 77. Minute. Dadurch bleibt Gütersloh auf dem Relegationsplatz, denn der USV Jena II. gewann erwartungsgemäß beim Herforder SV mit 3:2. Herford lag allerdings zwei Mal vorn: Friederike Schaaf traf zum 1:0 (13.), Pia Salzmann zum 2:1 (30.). Aber Jena hatte Hannah Keane. Die schoss alle drei Thüringer Tore (21., 60., 86.). Bei einer Niederlage wäre die Bundesliga-Reserve faktisch abgestiegen. Das allerdings droht trotzdem, da die erste Mannschaft in der Bundesliga immer noch Elfter ist, drei Spieltage vor Schluss.

    Die gute Nachricht ist: Der BV Cloppenburg ist gerettet. Zwei Tore von Jana Radosavljevic brachten die nötigen drei Punkte, um vorzeitig die Qualifikation für die 2. Bundesliga zu schaffen. Die serbische Nationalspielerin aus Neuseeland schoss den BVC nach 36 Minuten per Strafstoß in Führung. Nach einer Stunde glich Katja Orschmann für Turbine aus. Aber in der Nachspielzeit gab es nochmal Elfmeter, und auch den verwandelte Radosavljevic zum 1:2-Endstand. Das bedeutet: Es wird „nur“ vier Absteiger aus der Regionalliga Nord geben. Eine andere Nord-Mannschaft hat ebenfalls Klarheit: Der SV Meppen bleibt in der 2. Bundesliga. Die Emsländerinnen verloren ihr Auswärtsspiel bei Blau-Weiß Hohen Neuendorf mit 3:4 und verpassen den Aufstieg, den Mönchengladbach damit im Sack hat. Das 1:0 für Hohen Neuendorf erzielte Patrycja Pożerska in der 18. Minute. Durch einen Doppelschlag von Shiho Shimoyamada (33.) und Amelie Kröger (34.) stand es zur Pause 2:1 für Meppen. Zwei Treffer von Sarah Kollek später (48., 76.) ging der Gastgeber führend in die Schlussviertelstunde, in der Luisa Buchwalder ins eigene Tor zum 3:3 ausglich (86.). Den Sieg tütete schließlich Pożerska mit ihrem zweiten Tor in der 89. Minute ein. Hohen Neuendorf gab so auch die Rote Laterne an den Herforder SV ab. Neuer Zweiter ist der VfL Wolfsburg II. nach einem 4:0-Sieg bei Jahn Delmenhorst. Anna-Lena Stolze machte früh zwei Tore (4. per Strafstoß, 11.), Jessica Fischer legte kurz vor der Pause nach. Nach einer Stunde besorgte Franziska Fiebig den Rest.

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