• Sieg beim Lieblingsgegner

    Autor:  • 24.04.2018 • 2. Bundesliga Nord, SV Henstedt-Ulzburg

    Symbolbild, Saison 2016/17, 2. Bundesliga NordZum vorerst letzten Mal traf der SV Henstedt-Ulzburg in der 2. Bundesliga auf den Lieblingsgegner: Blau-Weiß Hohen Neuendorf. Vier Siege und ein Remis standen bis dato zu Buche, am Sonntag kam Sieg Nummer fünf hinzu. Wenige Minuten vor der Pause setzte HU die Gastgeberinnen aus Brandenburg mit einem Doppelschlag unter Druck. Christin Meyer, die Anfang des Monats beim 3:0 gegen Israel in der EM-Quali beim U19-Debüt ihr erstes Tor erzielt hatte, brachte die Segebergerinnen nach 40 Minuten in Front, und noch vor dem Seitenwechsel erhöhte Alina Witt (45.).

    Lange blieb es dabei. Bis zur 73. Minute. Da verkürzte Hohen Neuendorf durch Patrycja Pożerska. Aber Henstedt-Ulzburg schlug zurück und stellte den alten Abstand wieder her. Meyer war erneut erfolgreich, erzielte ihren siebten Saisontreffer (82.). Zwei Minuten später kamen die Gastgeberinnen zwar nochmal heran, als Celine Dey einen Foulelfmeter verwandelte, doch mehr als das 2:3 wurde es nicht mehr. Mit dem Sieg festigten sie Rang zehn und liegen nur noch einen Zähler hinter Jahn Delmenhorst. Der TV Jahn unterlag dem BV Cloppenburg mit 0:3, was aus Sicht vor allem der Regionalliga und der Ligen darunter gute Nachrichten sind, denn Cloppenburg hat drei Spiele vor Saisonende nun drei, praktisch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Dafür sorgten die Tore von Anna Johanning (6.), Jannelle Flaws (59. per Elfmeter) und Agnieszka Winczo (67.).

    Relegationsrang-Inhaber FF USV Jena II. verlor gegen den SV Meppen mit 2:5. Das Endergebnis stand beinahe nach 30 Minuten fest. Elisa Senß (2.) und Nele Schomaker (7.) legten früh für Meppen vor. Jena verkürzte zwar per Elfmeter von Isabelle Knipp nach einer Viertelstunde, aber Senß (22.) und Schomaker (27., 29.) schraubten das Resultat auf 5:1 für die Emsländerinnen. Die eingewechselte Johanna Biermann konnte nach 64 Minuten nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Meppen sprang auf Rang zwei, vorbei an Turbine Potsdam II., die beim Tabellenachten FSV Gütersloh mit 1:4 untergingen. Gütersloh führte nach 37 Minuten durch Tore von Shpresa Aradini (17.) und Melanie Ott (23., 37.) schon mit 3:0, ehe Tabea Schütt verkürzte (41.). Isabelle Wolf machte in der 89. Minute den Deckel drauf. Gütersloh rückte damit wieder auf einen Zähler an den Relegationsrang heran.

    Dem kommt von oben Arminia Bielefeld gefährlich nahe. Gegen Borussia Mönchengladbach setzte es eine knappe 1:2-Niederlage. Den Rückstand von Liv Aerts (33.) glichen die Ostwestfalinnen nach Wiederanpfiff durch Nina Lange zwar aus, aber die Entscheidung zugunsten des Tabellenführers besorgte Kelly Simons (73.). Die klarste Pleite des Wochenendes bezog der Herforder SV, der gegen den VfL Wolfsburg II. mit 1:7 unterlag. Das 0:1 besorgte Birel Adigo (2.), die beiden nächsten Tore die Bramfelderin Samantha Steuerwald (11., 15.). Nach den weiteren Toren von Kristine Minde (58.) und Agata Tarczýnska (77., 80.) traf Steuerwald nach 84 Minuten auch zum 0:7. Virginia Böhne gelang der Ehrentreffer (89.).

    Am kommenden Wochenende wird es spannend, gleich drei direkte Duelle stehen auf dem Plan. Zum einen trifft der SV Henstedt-Ulzburg auf Jahn Delmenhorst und will Platz neun erobern. Und im Abstiegskampf erwartet der BV Cloppenburg die Arminia aus Bielefeld sowie der FF USV Jena II. den FSV Gütersloh. Wenn es schlecht läuft, rückt der BVC wieder ganz nah an den Abstieg heran – bei einer Niederlage gegen Bielefeld und einem Remis zwischen Jena und Gütersloh wäre der direkte Abstiegsplatz acht nur noch drei Punkte entfernt. Mit einem Sieg allerdings könnte der BVC allerdings auch die Abstiegssorgen weitgehend los sein. Für sie geht es noch gegen Potsdam und Gladbach, Gütersloh muss nach Gladbach und gegen Herford, Bielefeld empfängt HU und muss nach Wolfsburg, Jena fährt nach Herford und spielt gegen Hohen Neuendorf. Wobei Letztere die Qualifikation für die eingleisige zweite Bundesliga womöglich nur auf dem Papier schaffen könnten, denn die Erste ist aktuell Letzter der Allianz-Frauen-Bundesliga und droht in die 2. Bundesliga abzusteigen.

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