• SCALA steigt ab

    Autor:  • 03.05.2018 • Bergedorf 85, Grün-Weiß Eimsbüttel, Hamburg, Hamburger SV II., Harburger SC, Landesliga, Nachrichten, Niendorfer TSV

    Symbolbild, Saison 2016/17, LandesligaNach zehn Jahren Landesligazugehörigkeit hat es sie nun also doch erwischt: Der SC Alstertal-Langenhorn steht als zweiter Absteiger fest. Beim Staffelmeister TSC Wellingsbüttel II. verloren sie mit 1:9, schon zur Pause war es entschieden. Den Anfang machte Rebecca Wisniewski in der 15. Minute, gefolgt vom nächsten Hattrick von Emma Frings (17., 27., 30), ehe Wisniewski für den 5:0-Pausenstand sorgte (41.). In Halbzeit zwei traf dann die eingewechselte Anna-Sophie Zimmer dreifach (53., 57., 78.). Frings schob dazwischen ihr viertes Tor ein (70.). Die ebenfalls eingewechselte Betty Schultze setzte den Langenhorner Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:8 nach 72 Minuten.

    Einen Rückschlag im Aufstiegsrennen gab es für Bergedorf 85. Die Elstern verloren bei Union Tornesch II. mit 2:3 und haben nur noch drei Punkte Vorsprung auf Grün-Weiß Eimsbüttel. Eine halbe Stunde lang passierte nichts. Mit dem 1:0 von Svea Schmidt brachen die Dämme (31.). Bergedorf schlug umgehend zurück, glich durch Denise Knickrehm aus (32.) und ging durch Mena Ahmadi auch in Führung (35.). Allerdings egalisierte Schmidt noch vor dem Pausenpfiff zum 2:2 (45.). Die Entscheidung für Tornesch fiel nach 81 Minuten, und es war Schmidt mit ihrem dritten Tor des Tages, die den Sieg eintütete. Bergedorfs Verfolger GWE derweil besiegte den Harburger TB mit 3:1. Den Grundstein legte Irem Üstün mit zwei Toren in der 18. und 45. Minute. Das 3:0 von Angelina Bathe bedeutete die Entscheidung nach 65 Minuten, Isabel Garz (85.) konnte lediglich etwas Ergebniskosmetik für die Gäste betreiben. Somit trennt den HTB nur noch die um zwei Treffer bessere Tordifferenz vom Zehnten Komet Blankenese, der beim TuS Berne ein 2:2 erreichte und den Gastgeberinnen womöglich den Aufstieg vermieste. Dabei hatten Jasmin Kröger (11.) und Carina Raup (18.) ein 2:0 für Berne vorgelegt, aber mit einem Doppelschlag zur Pause glichen Judith Kühne und Benthe Radden aus. Bei diesem Resultat blieb es.

    Einen wichtigen Dreier feierte der HSV II. am Sonntag beim 8:0 beim Harburger SC. Dort gab es zwei Neuerungen: Trainer Florian Beug besetzte die Bank für den aus persönlichen Grunden zurückgetretenen Frank Schünke, auf dem Platz kam Neuzugang Maria Andreza Ferreira (kam vom Niendorfer TSV) zum Einsatz, Alexandra Köppe ist noch nicht spielberechtigt. Ferreiras alter Club kam gegen den SC Sternschanze nicht über ein 2:2 hinaus und schwebt weiter in Abstiegsgefahr. Lynn Koltermann traf nach 22 Minuten zum 1:0 für den NTSV, und noch vor der Pause schoss Nicol Hirdler die Niendorferinnen nach dem 1:1 für Sternschanze per Elfmeter (29.) erneut in Front. Doch der SCS schaffte nach einer Stunde den erneuten Ausgleich, und dabei blieb es.

    Am Dienstag unterlag der Harburger SC dem FC Union Tornesch II. mit 4:10, wodurch Tornesch Rang drei eroberte. Den Anfang machte Franca Kleiner in der 7. Minute mit ihrem ersten Landesligator. Nach Schmidts 0:2 (14.) legte Kleiner nach 20 Minuten das 0:3 nach. Alles durch? Der HSC sah das anders und verkürzte durch Lina Reinhard (24.) und Alina Lüdemann (35.) auf 2:3. Allerdings schnürte Marisa Sander vor dem Seitenwechsel noch einen Doppelpack zum 2:5 (41., 43.). Im zweiten Spielabschnitt konnte Harburg den Gästen nicht mehr ernsthaft gefährlich werden. Zwar schaffte Gabriela Altun in der 51. Minute das 3:6, nachdem zuvor Alisa Rohlfing für Union nachgelegt hatte, aber Schmidt (54., 79.), Hannah Pape (76.) und nochmal Rohlfing (84.) machten das Ergebnis zweistellig. Den Schlusspunkt setzte nochmal Altun mit dem vierten HSC-Treffer.

    Was bedeuten die Ergebnisse für das Aufstiegsrennen? Das hängt davon ab.
    – Schafft der TSC Wellingsbüttel den Aufstieg in die Regionalliga Nord, rückt Welle II. in die Oberliga nach. Da Union Tornesch II. nicht aufsteigen darf, kommen für diese Platzierung nur Bergedorf 85, Grün-Weiß Eimsbüttel und der TuS Berne infrage. Bergedorf hat seit Sonntag nur noch drei Punkte Vorsprung auf GWE, fünf auf Berne, trifft aber noch auf Welle II. und auf Berne. Der TuS muss auf Schützenhilfe hoffen, nicht nur von Welle II., sondern auch von Niendorf und Komet, den Gegnern von Grün-Weiß Eimsbüttel. Nur wenn GWE einmal verliert, kann der TuS noch den Aufstieg schaffen, mit Siegen gegen den Harburger SC und eben in Bergedorf. Eine Variable ist der Klassenerhalt des FC St. Pauli: Bleiben die Braun-Weißen der dritten Liga erhalten, gäbe es sogar noch einen dritten Aufsteiger in die Oberliga. Dann würde aus dem genannten Trio nur eine Mannschaft in die Röhre schauen.
    – So wäre es auch im anderen Fall: Schafft der TSC Wellingsbüttel den Aufstieg in die Regionalliga Nord nicht, bleiben sowohl Welle II. als auch Tornesch II. in der Landesliga. Berne müsste dann nicht beide vor sich stehenden aufstiegsberechtigten Teams noch überholen, sondern nur noch eines: Entweder GW Eimsbüttel oder Bergedorf 85. Letztere könnten sie am letzten Spieltag aus eigener Kraft abfangen. Bergedorf dagegen reicht dann ein Unentschieden zur Rückkehr in die Oberliga.

    Und beim Abstiegskampf? Da ändert sich durch die verschiedenen Szenarien wenig. Die Relegation gegen die Bezirksliga-Zweiten wird in jedem Fall begonnen werden; sie könnte dann überflüssig sein, wenn Welle nicht in die Regionalliga aufsteigt und St. Pauli gleichzeitig runterkommt; dann würde ein zusätzlicher Landesligaplatz für einen dritten Oberligaabsteiger benötigt. Im umgekehrten Falle, also Klassenerhalt für Pauli und Aufstieg für Welle, würden neben Welle II. noch zwei weitere Teams aufsteigen, und das hieße, dass zwei Mannschaften aus der Relegation in der nächsten Saison Landesliga spielen und eine in die Bezirksliga absteigt bzw. dort bleibt.

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