• Lauter Endspiele

    Autor:  • 07.05.2018 • Bergedorf 85, Grün-Weiß Eimsbüttel, Hamburg, Hamburger SV II., Harburger SC, Landesliga, Nachrichten, Niendorfer TSV

    Symbolbild, Saison 2016/17, LandesligaNächsten Sonntag um 15 Uhr bräuchte man eine Radiokonferenz… Es gibt kein Spiel, das kein Endspiel wäre, sowohl hinsichtlich des Auf- wie auch des Abstiegs. Dafür sorgte dieser nachgeholte Spieltag. Vier Mannschaften könnten noch in die Relegation rutschen und dadurch absteigen. Drei Mannschaften können noch aufsteigen. Der pure Wahnsinn. Als Leidtragende zeichnen sich Bergedorf 85 und Komet Blankenese ab.

    Der TuS Berne hat die Außenseiterrolle. Nach einem kampflosen 3:0 gegen den Harburger SC, der wegen Spielerinnenmangel nicht antreten konnte und wahrscheinlich zur neuen Saison auch nicht in der Bezirksliga auflaufen wird, liegen sie zwei Punkte hinter den beiden aufstiegsberechtigten Grün-Weißen aus Eimsbüttel und den Elstern aus Bergedorf. Eimsbüttel eroberte Platz drei durch ein 6:0 gegen den Niendorfer TSV. Die Weichen stellten Tjorven Nörenberg (6.) und Olivia Diosegi (18., 43.) bereits in der ersten Hälfte. Kira Schamoni (60.), Diosegi zum dritten (87.) und Alina Richter in der Nachspielzeit bauten das Resultat aufs halbe Dutzend aus. Bergedorf 85 verlor dagegen gegen den TSC Wellingsbüttel II. durch Tore von Emma Frings (12.), Juliana Mainka (50.) und Lene Petersen (66.) mit 1:3, Nele Krahn hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (22.). Am letzten Spieltag hat GWE auswärts bei Komet den vermeintlich leichteren Gegner und kann aus eigener Kraft aufsteigen, denn wie in der Vorsaison treffen Bergedorf und Berne an den Sander Tannen direkt aufeinander. Letzte Saison rettete sich Berne vor der Relegation, dieses Jahr können sie aufsteigen – wenn der TSC Wellingsbüttel I. den Regionalliga-Aufstieg nicht packt und sie wieder in Bergedorf gewinnen. Doch selbst ein Sieg könnte den Elstern nichts nützen, wenn GWE bei Komet gewinnt und Welle die Aufstiegsrunde zur dritten Liga gewinnt…

    Noch mehr Kandidaten gibt es für den Relegationsplatz. Den belegt Komet Blankenese, die gegen den Tabellenzweiten Union Tornesch II. durch ein Tor von Svea Schmidt knapp 0:1 verloren. Mit einem Punkt hätten sie diesen Rang an den Niendorfer TSV abgetreten. Gefährdet ist auch dieses Jahr wieder der HSV II., der dem Harburger TB durch zwei Tore von Celine Kofahl (65., 84.) mit 0:2 unterlag und zum Saisonabschluss auf Union Tornesch II. trifft, während der auch noch nicht gerettete HTB es mit dem Meister TSC Wellingsbüttel II. zu tun bekommt. Und das heißt komprimiert:
    – der HTB muss in die Relegation, wenn er gegen Welle II. verliert, der HSV II. gegen Union II. punktet, Niendorf bei SCALA und Komet gegen GWE gewinnen;
    – der HSV II. muss in die Relegation, wenn er gegen Union II. verliert, Niendorf bei SCALA und Komet gegen GWE gewinnen;
    – der NTSV muss in die Relegation, wenn er bei SCALA nicht gewinnt und Komet gegen GWE siegt oder der NTSV bei SCALA verliert und Komet gegen GWE mindestens einen Punkt holt;
    – Komet muss in die Relegation, wenn sie gegen GWE verlieren, einen Punkt holen und Niendorf bei SCALA punktet oder sie GWE schlagen sowie Niendorf bei SCALA gewinnt und HSV II. wie HTB punkten.

    SCALA glich im vorletzten Heimspiel einen 0:2-Rückstand gegen den SC Sternschanze durch Lea Schwabenbauer (42.) und Jule von Freier (77.) aus, unterlag dennoch mit 2:3. Für Sternschanze tut sich nach oben und unten nichts mehr, am Ende steht wie bereits drei Mal in der Vergangenheit ein sechster Platz, aber selbst ihr Spiel ist so gesehen ein Endspiel: Es geht zum vorerst letzten Mal gegen den Harburger SC.

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