• Hagen droht abzurutschen

    Autor:  • 07.05.2018 • Nachrichten, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg

    Symbolbild, Saison 2016/17, Schleswig-HolsteinAuf der Zielgeraden der Saison droht der SSC Hagen doch noch in die untere Tabellenhälfte abzurutschen. Die Stormarnerinnen verloren am Samstag beim VfB Schuby mit 0:1 durch ein Tor von Sina Peetz aus der 68. Minute. Statt auf Platz drei zu springen, sind Rot-Schwarz Kiel und Schuby nun auf drei Punkte an den Tabellenfünften herangerückt und könnten in den Nachholspielen am Mittwoch vorbeiziehen. Dann wäre der Hagen vor dem letzten Spieltag nur noch Siebter.

    Rot-Schwarz Kiel sorgte nochmal für Spannung im Kampf um den Titel. Gegen den TSV Ratekau lagen sie nach 18 Minuten 0:2 zurück, getroffen hatten Katrina Koschke (15.) und Madeline Gieseler (18.). Bente Hansen verkürzte vor der Pause (26.) und traf in der 87. Minute auch zum 2:2-Endstand. Der TSV Klausdorf rückte durch ein 5:0 gegen den TSV Russee auf zwei Punkte heran. Drei Tore gingen auf das Konto von Maike Timmermann (22., 50., 65.). Vor der Pause erhöhte Julia Sinjen auf 2:0 (43.), den Schlusspunkt setzte Finja Ewering (67.). Allerdings kann der TSV Ratekau in der Höllenwoche den Titel perfekt machen: Während der TSV Klausdorf beim Tabellendritten Kieler MTV ran muss, reist Ratekau am Mittwochabend zum VfB Schuby und spielt am Donnerstagmorgen um 10 Uhr, also keine 12 Stunden nach Abpfiff (!) beim Heider SV. Was für ein Irrsinn! Vor allem bei der ohnehin vorhandenen Spielerinnenknappheit, denn in Kiel waren sie schon ohne Ersatzspielerinnen angetreten – ein Grund, warum Ratekau das Aufstiegsthema ad acta legt und sich in eine Spielgemeinschaft mit dem SV Sereetz begibt, um in der kommenden Saison in Ober- und Kreisliga antreten zu können.

    Der Heider SV geht mit einem kleinen Erfolgserlebnis ins Spiel gegen den Spitzenreiter. Der feststehende Absteiger trotzte TuRa Meldorf im Derby ein 0:0 ab. Der Kieler MTV geht in das Duell gegen Klausdorf mit einer Niederlage. 2:3 verlor die Mannschaft von Frank Weschke beim TSV Schönberg in der Nachspielzeit. Jasmin Duhnke sorgte für die Schönberger Pausenführung nach einer Viertelstunde. Zu Beginn des zweiten Durchgangs drehte der KMTV die Partie mit zwei Toren von Natalija Tokarewa (48., 61.), aber Duhnkes zweites Tor in der 70. Minute stellte beide wieder pari. In der 93. Minute war dann Janine Oberst mit dem 3:2-Siegtreffer zur Stelle. Womöglich aber ein Muster ohne Wert für den TSV, der sowohl das Nachholspiel bei Rot-Schwarz Kiel am Mittwoch als auch am Sonntag gegen den TSV Siems gewinnen muss, um eine Chance auf das Wunder zu haben; nur dann nämlich, wenn der TSV Russee am Sonntag das Derby gegen Rot-Schwarz und Frisia 03 Risum-Lindholm deutlich beim TSV Ratekau verliert. Die Friesinnen verschafften sich im Abstiegskampf gerade die nötige Luft und bezwangen den TSV Siems überraschend mit 3:2. Zunächst schien alles für die Lübeckerinnen zu laufen, die durch Mandy Scheer (7.) und Sarah Kähler (15.) früh 2:0 führten. Lisa Rose stellte in der 36. Minute den Anschluss her. Durch ein Eigentor von Sarah Koch glich Risum-Lindholm aus und schaffte durch Roses zweites Tor in der 87. Minute den Dreier. Aber 03 kann mit einer Pleite in Ratekau auf den wahrscheinlichen Abstiegsplatz 10 rutschen, sollte der punktgleiche TSV Russee gegen Rot-Schwarz Kiel punkten und kein Club aus Schleswig-Holstein aufsteigen.

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