• Zwei entglittene Punkte

    Autor:  • 21.08.2017 • Nachrichten, Niedersachsen, OL Niedersachsen Ost, OL Niedersachsen West

    Symbolbild, Saison 2016/17, NiedersachsenBitterer Punktverlust für den FC Oste/Oldendorf: Die Staderinnen kassierten beim Auswärtsspiel in Osnabrück in der 2. Nachspielminute den 3:3-Ausgleich durch Fiona Härle. Beim Aufsteiger hatte Fenna Elfers den FC O/O nach einer Viertelstunde in Führung gebracht. Zur Pause drehte der Osnabrücker SC das Spiel. Milena Meyknecht glich in der 32. Minute aus, und durch ein Eigentor von Oste/Oldendorfs Keeperin Natascha Grosser hieß es beim Gang in die Kabinen 2:1 für den OSC. Kurz nach Wiederbeginn egalisierte Elfers mit Saisontor Nummer fünf zum 2:2. Nach 78 Minuten setzte Sabrina Rauch einen Distanzschuss zum 2:3 unter die Latte. So blieb es – bis zur 92. Minute…

    Auf fünf Saisontore, wie Elfers, kommt auch Mareike Kregel, die beim 6:0-Auswärtssieg von Tabellenführer TuS Büppel bei der FSG Twist ebenfalls doppelt zuschlug. Den ersten Treffer markierte sie in der achten Minute. Ein Doppelschlag von Lena Rusin stellte den Pausenstand auf 0:3 ein (33., 41.). Nach dem Seitenwechsel war Kregel zum zweiten Mal erfolgreich (57.), ehe Christina Müller in der 64. und ein Eigentor von Alexandra Berends in der 84. Minute für den Endstand sorgten. Noch mehr Tore fielen in Ahlerstedt, wo sich der gastgebende SV Ahlerstedt/Ottendorf und der Tabellenzweite Blau-Weiß Hollage ein Wahnsinnsspiel lieferten. Annika Bartels und Christina Heins schossen den SVAO Mitte der ersten Hälfte 2:0 in Front. Stefanie Gühmann verkürzte nach 34 Minuten, aber es ging mit einer Ahlerstedter Führung in die Pause, die Kimberly Kaaden per Elfmeter nach 65 Minuten auf 3:1 ausbaute. Alles klar? Celina Meyer dachte anders und glich mit zwei Toren binnen sieben Minuten aus (70./77.). Die Antwort des SVAO war das 4:3 durch Sina Klintworth zehn Minuten vor dem Ende. Das musste doch jetzt reichen…? Nein. In der 87. Minute traf Gühmann zum 4:4. Und nur zwei Minuten später schoss Lara Wenning die Gäste aus Wallenhorst sogar noch zum 5:4-Auswärtssieg!

    Ein anderer Favorit dagegen erlitt einen Rückschlag: Heidekraut Andervenne verlor am Freitag bei Union Meppen mit 2:3. Die Emsländerinnen, die letzte Woche dem FC Oste/Oldendorf mit 2:5 unterlagen, legten nach einer Viertelstunde los. Jessica Stockmann (15.) und Yvonne Wolters (19.) erwischten den SVH in kurzer Folge. Anne Egbers – die Nummer 14 im Dress des SV Heidekraut, nicht zu verwechseln mit der Spielerin gleichen Namens mit der Nummer 20, die beim SV Union Meppen auflief – verkürzte nach etwas mehr als einer halben Stunde auf 1:2. Aber Meppen stellte durch Wolters nach 65 Minuten den alten Abstand wieder her. Melina Slaghuis konnte in der Nachspielzeit nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Mehr blieb auch Mareike Schröder nicht, die beim Gastspiel des FC Geestland beim SV Friedrichsfehn ebenfalls zum 2:3 traf. Die Partie nahm einen ähnlichen Verlauf wie die an der Ems, nur dass der 1:2-Anschlusstreffer des FC Geestland durch Ilka Buck erst in der zweiten Halbzeit fiel (63.). Zuvor hatten Kerstin Reich (15.) und Ester Pannwitz (23.) eine 2:0-Pausenführung für den SV Friedrichsfehn herausgeschossen. Pannwitz traf nach 78 Minuten auch für die Edewechterinnen zum 3:1. Nach dem erneuten Anschluss durch Schröder (86.) hatte der Gast aus Bad Bederkesa zwar etwas mehr Zeit als sein Pendant aus Andervenne zwei Tage zuvor, aber es reichte ebenso wenig zum Ausgleich.

    Oberliga Ost

    Der MTV Barum konnte am zweiten Spieltag seine Tabellenführung verteidigen. Gegen den SV Hastenbeck gab es einen 2:1-Heimerfolg. Amelie Küsel und Jasmin Bergmann trafen in der ersten Hälfte für den Gastgeber, der durch Francesca Rüscher Mitte des zweiten Durchgangs zwar das Anschlusstor hinnehmen musste, die drei Punkte aber im Waldstadion behielt. Zweiter ist weiterhin der BSC Acosta, der nach einem Doppelschlag von Lisa Förster einen 0:1-Rückstand gegen den PSV Hildesheim noch drehte. Für die grün-weißen Gäste ist der Saisonauftakt mit einem Punkt aus zwei Spielen definitiv misslungen, die Braunschweigerinnen dagegen dürften nach Platz neun in der Vorsaison aktuell hochzufrieden sein. Das dürfte auch für den FFC Renshausen gelten, der in seinem ersten Saisonspiel gegen den TSV Barmke zu einem klaren 5:0-Sieg kam. Der wurde begünstigt durch gleich zwei Platzverweise. Beim Stand von 2:0 – bis dahin hatten Linda Schwerthelm und Abwehrspielerin Katharina Heuerding per Freistoß getroffen – verhinderte die erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Thalia Reckewell per Handspiel ein Tor und sah Rot. Den Strafstoß verwandelte Heuerding zum 3:0. Zwei Minuten später traf sie wieder vom Punkt zum 4:0, nachdem Julia Deppe die Notbremse gezogen, jedoch nicht die Rote Karte gesehen hatte. Das 5:0 resultierte – aus einem Strafstoß. In der 88. Minute ging Janine Hanemann mit der Hand im Strafraum zum Ball und sah die Ampelkarte. Heuerding vollendete einen Elfmeter-Hattrick zum Endstand. Schon gegen den MTV Barum hatte Barmke drei Strafstöße verursacht und eine Rote Karte bekommen.

    Die Aufsteiger TSV Bemerode und HSC Blau-Weiß Tündern bekamen an diesem zweiten Spieltag Lehrstunden verpasst. Bemerode, vorige Woche noch 2:1-Sieger gegen den SVG Göttingen, verlor bei Vizemeister ESV Rot-Weiß Göttingen mit 0:3. Ein Tor mehr kassierte Neuling Tündern bei der Heimpremiere in Hameln gegen Sparta Göttingen. Drei der Tore beim 0:4 erzielte Marie-Theres Kamp, alle vier Treffer fielen binnen 16 Minuten nach Wiederanpfiff. Schmerzhaftes Lehrgeld für die Blau-Weißen. Einzig der VfB Fallersleben konnte punkten. Im A39-Derby gab es gegen den FC Pfeil Broistedt ein 1:1.

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