• Wieder verpennt

    Autor:  • 20.09.2017 • Nachrichten, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg

    Symbolbild, Saison 2016/17, Schleswig-HolsteinNach zehn Minuten 0:2 hinten – so kann man nur schwer ein Spiel gewinnen. Kein Wunder also, dass der SSC Hagen Ahrensburg, nach zwei Spielen Vorletzter ist. Beim TSV Siems gab es zwar eine Steigerung, aber wieder nur eine Lehrstunde. Mandy Scheer (5.) und Martha Thomaschewski (10.) brachten die Lübeckerinnen früh auf die Siegerstraße. Spätestens mit dem 3:0 von Sarah Sebastiao Inacio nach 63 Minuten war’s gegessen. Anika Elschenbroich verwandelte zwar einen Elfmeter zum 1:3 (73.), quasi im Gegenzug netzte Linnea Taube. Für den Schlusspunkt zum Siemser 5:1 sorgte Sophie Hagedorn (89.).

    Vorerst vorn bleibt dagegen der Kieler MTV, der dank Altmeisterin Sandra Bannas einen 3:2-Sieg gegen TuRa Meldorf feierte. Die „Grande Dame“ des Kieler Frauenfußballs schoss nach einer Viertelstunde das 1:0. Zur Pause führten aber die Dithmarscherinnen, die durch Leticia Springer (20.) und Jenny Anthony (41.) die Wende durchführten. Nicht mit Bannas. Vier Minuten nach Wiederbeginn egalisierte sie. Und sie war auch Protagonistin des Schlussakkords. Zunächst gewann Nadine Stoffels im eigenen Strafraum robust den Ball gegen eine Meldorferin, wofür es keinen Strafstoß gab. Auf der Gegenseite hielt dann Keeperin Svenja Schmidt gegen Bannas, und da gab es Elfmeter. Die Gefoulte trat selbst an und markierte mit ihrem dritten Tor den Endstand. Ebenfalls noch ohne Punktverlust ist der TSV Ratekau, der Aufsteiger Heider SV mit 8:1 nach Hause schickte. Für den „kleinen HSV“ war das Spiel nach elf Minuten schon durch. In der achten Minute verwandelte Ronja Pajonk einen Strafstoß, eine Minute später legte Alina Renitz nach, und Madeline Gieseler machte in der 11. Minute das dritte. Ihr gelang zehn Minuten später auch das 4:0. Die Tore fünf und sechs waren wieder eine Sache für Pajonk, die zum zweiten Mal einen Elfer in die Maschen setzte (25.) und dann auch aus dem Spiel heraus zum 6:0 traf (36.). Ihr drittes Tor. Gieseler stand bei zweien – bis zur 53. Minute. Nach knapp einer Stunde durfte sich auf der anderen Seite die Ostholsteinerin Lena Schulz bücken, um den Ball aus dem Ratekauer Netz zu holen, nachdem Sandrina Skerra sie überwunden hatte. Das finale Halali oblag aber Ratekaus Nelly Wilke eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit.

    Die Niederlage in Meldorf hat Rot-Schwarz Kiel verdaut. Allerdings schaffte es Aufsteiger Frisia 03 Risum-Lindholm es trotzdem, sie zu ärgern. Mächtig zu ärgern. Julia Dose (12.) und Anna-Marie Ihrens (38.) schienen die Kielerinnen auf Siegkurs zu bringen. Auch das Anschlusstor von Lina Rose (42.) musste nicht unbedingt nervös machen. Milde Beunruhigung dürfte allerdings aufgekommen sein, als Robine Fuhrmann in der 60. und Kristina Wolf in der 63. Minute die Partie zugunsten der Friesinnen auf 2:3 drehten. Bis Darja Wackerhagen ins Spiel kam. Das war in der 68. Minute. In der 69. Minute glich Wackerhagen zum 3:3 aus. In der 70. Minute traf sie zum 4:3. Neun Minuten später brachte Ihrens vom Elfmeterpunkt den 5:3-Heimsieg unter Dach und Fach. Einen Sieg gab es auch für den TSV Klausdorf, der seine erste Saisonbegegnung gegen den TSV Schönberg absolvierte. Tore von Denise Grußendorf (8.) und Sandra Kahlke (69.) sicherten einen 2:1-Erfolg, der Anschluss von Janine Oberst (88.) kam zu spät. Genau richtig dagegen fiel ein Tor von Russees Eve Saine. Die 40-jährige Stürmerin rettete ihrem TSV ein 2:2 gegen den VfB Schuby, der durch Sina Peetz (13.) und Merrit Bendsen (43.) 2:0 in Führung lag. Laura Bahr verkürzte im Gegenzug zum zweiten Gegentor auf 1:2 (44.). Und dann kam Saine in der 83. Minute mit dem Ausgleich.

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