• Wat is los?!

    Autor:  • 24.03.2017 • 2. Bundesliga Nord, Barmbek-Uhlenhorst, Bezirksliga Ost, Bezirksliga West, Bramfelder SV, Duwo 08, FC Oste/Oldendorf, FC St. Pauli, Hamburg, Hamburger SV, Kreisliga 01, Kreisliga 02, Landesliga, Landespokal, Nachrichten, Niendorfer TSV, Oberliga, Oberliga SH, OL Niedersachsen Ost, OL Niedersachsen West, Regionalliga Nord, SC Victoria, SC Wentorf, SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg, SV Henstedt-Ulzburg II., TSC Wellingsbüttel, TuS Appen, Union Tornesch, VfL Jesteburg, Walddörfer SV

    Symbolbild, Saison 2016/17, VorschauDas Wetter im abgelaufenen Winter hat den Spielplan gehörig durcheinander gebracht. Darum steigen an diesem Wochenende nicht nur ein regulärer Spieltag in der 2. Bundesliga und das Halbfinale im Oddset-Pokal, sondern auch einige Nachholpartien in fast allen Spielklassen, angefangen bei der Regionalliga, aufhörend in der Kreisliga. Ein Überblick.

    Für den SV Henstedt-Ulzburg geht es nach den jüngsten Erfolgserlebnissen – ein Punkt in Meppen, gut mitgehalten gegen Wolfsburg – in der 2. Bundesliga Nord nach Ostwestfalen zum FSV Gütersloh. Die Gastgeberinnen warten seit drei Spielen auf einen Sieg, liegen sechs Punkte vor dem SVHU auf Rang sechs. HU dagegen hat aus den letzten drei Partien vier Punkte geholt. Die Tordifferenzen sind aufschlussreich: Gütersloh hat 27:35 Tore, der SVHU 29:34 – beide sind diesbezüglich gleichauf. Josephine Giard als beste Torschützin hat gerade mal sechs Treffer auf dem Konto. Das bedeutet allerdings, dass Gütersloh als Mannschaft torgefährlicher ist und damit letztlich auch effektiver Punkte erzielt. Das Hinspiel endete 4:6, in der letzten Saison verlor HU in Gütersloh 0:3 und zuhause 2:5. Aber das muss ja nichts heißen. Nur auf die Platzverhältnisse braucht das Team von Tobias Homp nicht hoffen: In der Tönnies Arena von Rheda-Wiedenbrück, die in das Gelände der Fleischfabrik eingebunden ist, liegt Kunstrasen.

    Auch wenn man nie „nie“ sagen sollte: Dass der Bramfelder SV beim Heimspiel am Sonntag am Gropiusring den ersten Punkt holt, darf man für maximal unwahrscheinlich halten. Zu Gast ist der 1. FFC Turbine Potsdam II., der in den letzten vier Spielen drei Mal gewonnen hat, darunter das 3:0 in Henstedt-Ulzburg und das 3:2 gegen den Bis-dahin-Tabellenführer Werder Bremen. Beste Torschützin der Gäste ist eine Abwehrspielerin: Liesa Seifert mit sieben Toren – das sind nur drei weniger, als der BSV in der ganzen Saison geschossen hat. Seifert traf auch beim 5:2 im Hinspiel. Bramfeld konnte nicht mal eine 64-minütige Überzahl in Bielefeld zu einem Zähler verhelfen, auch wenn sie das entscheidende zweite Gegentor erst in der Schlussminute kassierten. Wenn man bedenkt, dass Bramfeld allein zum jetzigen Zeitpunkt 13 Punkte zum rettenden Ufer bräuchte, also vier Siege und ein Remis, wären sie eigentlich zum Heimsieg verdammt.

    Eine Liga drunter steht das Regionalliga-Derby zwischen dem VfL Jesteburg und dem FC St. Pauli an. Das Spiel war am letzten Wochenende abgesagt worden. Schon das Hinspiel war nicht an dem Spieltag beendet worden, zu dem es gehörte: Wegen Gewitters wurde es abgebrochen und neu angesetzt, das Nachholspiel gewann Pauli mit 5:3. Jesteburg steht im gesicherten Mittelfeld, mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt – den St. Pauli schon erreicht hat – gesichert. Ein Problem ist die Defensive, mit 42 Gegentoren haben die Rüsselkäferinnen zusammen mit dem TSV Havelse den zweitschlechtesten Wert der Liga, nur der ATS Buntentor und die TSG Burg Gretesch haben 45 Treffer kassiert. Pauli hat die fünftbeste Abwehr und den fünftbesten Sturm, ist trotzdem Dritter. Doch obwohl die braun-weiße Nina Philipp mehr Treffer erzielt hat, hat Jesteburgs Offensive noch zwei Tore mehr geknipst. Scheibenschießen, torloses Remis, Heimsieg, Auswärtssieg – das ist nicht ansatzweise vorher zu erraten. Wenngleich der FC St. Pauli aufgrund der Effektivität die Favoritenrolle haben dürfte.

    Das andere Nachholspiel ist leichter abzuschätzen: Schlusslicht Duwo trifft – „vermutlich“ – auf den Zweiten und designierten Aufsteiger Jahn Delmenhorst. Unterschiedlicher geht es kaum: Die einen haben einen Punkt, die anderen zweiunddreißig. Die einen haben 11 Tore geschossen, die anderen 51. Die einen haben 37 Tore kassiert, die anderen 21. Das Hinspiel gewann Delmenhorst mit 10:2, nachdem Duwo in der Vorsaison ungeschlagen blieb. Die Gäste kassierten am 30. Oktober 2016 ihre letzte Niederlage gegen Werder Bremen II.. Allein Nahrin Uyar hat zwei Tore mehr geschossen als Duwos Team. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Könnte für Duwo schwierig werden. Wenn der Heinrich-Kruse-Platz nicht bis Sonntag wieder absäuft.

    In Hamburg geht der Oddset-Pokal am Sonntag in die Vorschlussrunde. Der HSV hat in der Rückrunde trotz elender Personalmisere dafür gesorgt, dass es ein wahres Spitzenspiel gegen Verbandsliga-Tabellenführer Union Tornesch gibt. In vier Spielen gab es drei Siege, eine Niederlage in Wellingsbüttel und 20:7 Tore. Sie schießen sogar Tore, wenn sie Abwehrspielerinnen in den Sturm stellen, wie Fünffachknipserin Anna-Katharina Seme gegen Appen. Dagegen ist Union Tornesch mit seinen schlumpigen 41 Saisontreffern geradezu sparsam – aber erfolgreich. Sie gewinnen häufiger mal knapp, wie gegen Appen und Einigkeit, aber sie gewinnen. Wettbewerbsübergreifend acht Spiele in Folge. Ob Saskia Schippmann, Songül Aydin, Johanna Stutzke und Josefin Lutz aber auch ihren Ex-Club schlagen?

    Das andere Semifinale ist womöglich leichter zu prognostizieren. Obwohl… Gastgeber TSC Wellingsbüttel ist gegen den SC Victoria nicht mehr so hochfavorisiert wie noch bei der Auslosung. Auch wenn Torjägerin Patrizia Wiebke mit 17 Saisontreffern in der Liga das Maß der Dinge ist, scheint Welle neben den guten Aussichten in der Meisterschaft auch etwas das Mojo abhanden gekommen zu sein. Aus drei Spitzenspielen gewannen sie nur gegen den HSV, zuletzt gab es ein 2:2 in Wentorf, trotz 2:0-Führung. In fünf Spielen 2017 gab es zwar nur eine Niederlage, aber auch nur zwei Siege. Da scheint es fast mutig, um 17 Uhr zu spielen, zu einer Zeit also, die Gegner Vicky von zuhause gewohnt ist. Die Gäste verloren zwar gegen Tornesch und den HSV deutlich, gewannen aber die letzten zwei Partien je 1:0 – auch gegen Wentorf. Im Ligaspiel Ende Oktober fiel die Vorentscheidung erst nach 70 Minuten. Und Sonntag?

    Verbandsliga-Zuschauer können am Samstag  nicht lange schlafen. Schon um 9:30 Uhr empfängt BU im Stadion Dieselstraße den SC Wentorf.  Wer da wohl wacher ist…? Etwas gnädiger ist da der Walddörfer SV, der gegen Grün-Weiß Eimsbüttel erst um 11:15 Uhr wieder an die Tabellenspitze klettern will. Am Mittwochabend haben sie dann die Spätschicht um 20 Uhr in Appen. Sonntag um 11:15 Uhr ist Niendorfer Zeit. Dann kommt der TuS Appen an den Sachsenweg.

    Eine einzige Begegnung gibt’s in der Landesliga. Dafür ist es das Spitzenspiel: Der SC Egenbüttel kämpft Sonntag um 13 Uhr gegen Duwo 08 II. um den Aufstieg und Duwo um die Tabellenführung.

    Die Bezirksligen sind fleißiger. Im Westen reist der SC Sperber am Samstag um 14 Uhr auf die Gemeindesportanlage Rellingen am Ellerbeker Weg zum SV Halstenbek-Rellingen. Am Sonntag um 13:15 Uhr spielt der SV Friedrichsgabe im – dann hoffentlich nicht gesperrten – Waldstadion gegen den FC Elmshorn. Im Osten, also eigentlich im Süden, trifft die FSV Harburg-Rönneburg am Samstag um 11 Uhr an der heimischen Außenmühle auf den Bramfelder SV II..

    Ebenfalls am Samstag gastiert um 13 Uhr die SG BSV 19/HEBC beim SV Eidelstedt am Redingskamp in einer Partie der Kreisliga 01. In Staffel 02 fährt die SV Billstedt-Horn zum 1. FFC Elbinsel nach Wilhelmsburg an den Perlstieg, Sonntag um 11 Uhr. Und in der Kreisliga 03 … ist nix los. Die spielen erst wieder am 1. April.

    Wenigstens in der Schleswig-Holstein-Liga besitzen sie den Anstand, am Sonntag einen vollen Spieltag auszuspielen. Der SV Henstedt-Ulzburg II. spielt um 14 Uhr zuhause im Stadion Schäferkampsweg unter Leitung von Mirka Derlin gegen den stark abstiegsbedrohten Kieler MTV mit Andrea Rehfeldt. Zwei Stunden später hat der SSC Hagen Ahrensburg die schwere Aufgabe, gegen den TSV Klausdorf den Vorwochensieg zu bestätigen; Klausdorf allerdings ist keine Laufkundschaft, mit lauter zweitligaerfahrenen Spielerinnen gespickt und hat Ende letzten Jahres auch den SVHU II. bezwungen.

    Auch in den Oberligen in Niedersachsen ist viel los. Derbysieger FC Oste/Oldendorf reist in der Weststaffel zum um Sonntag, 13 Uhr, ins Emsland zum SV DJK Schlichthorst. Daneben könnte sich langsam die Spreu vom Weizen trennen, was die Spitzenteams angeht, denn der TuS Büppel (6.) spielt gegen die FSG Twist (4.), der SV Meppen II. (1.) bei Blau-Weiß Hollage (3.) und Heidekraut Andervenne (2.) in Ahlerstedt/Ottendorf. Außerdem gibt es den Abstiegskracher SV Suddendorf-Samern gegen SV Friedrichsfehn. Der MTV Barum sieht sich in der Oststaffel Sparta Göttingen gegenüber, während der Spitzenreiter PSV Grün-Weiß Hildesheim ein schweres Auswärtsspiel beim Dritten Rot-Weiß Göttingen hat.

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