• Vicky gewinnt bei BU

    Autor:  • 12.10.2016 • Altona 93, Barmbek-Uhlenhorst, Bergedorf 85, Bergedorf 85 II., Duwo 08, Eimsbütteler TV, ESV Einigkeit Wilhelmsburg, FC St. Pauli, Germania Schnelsen, Grün-Weiß Eimsbüttel, Hamburg, Hamburger SV, Hamburger SV II., Harburger SC, HEBC, Landespokal, Nachrichten, Niendorfer TSV, SC Eilbek, SC Victoria, SC Vier- und Marschlande, TSC Wellingsbüttel, TuS Appen, Union Tornesch, Walddörfer SV

    Oddset-PokalEs war das einzige verbandsligainterne Duell: Barmbek-Uhlenhorst empfing den Mitaufsteiger SC Victoria. Letzte Saison trennten Landesliga-Meister BU beinahe Welten, BU setzte sich jeweils 4:1 und 2:1 durch. Und auch in der Verbandsliga liegt BU nach drei bzw. vier Spielen drei Punkte vor dem SCV, der punktlos Letzter ist. Nur heißt das nichts im Pokal. Das erste Mal traf diese Erkenntnis die Barmbekerinnen in der fünften Minute, als Celine Witt nach einer Ecke zum 0:1 einschob. BU machte viele einfache Fehler, wirkte verkrampft und kam erst durch einen Abwehrfehler durch Lea Lindmeier zur ersten dicken Chance, da waren 29 Minuten gespielt. Die Gastgeberinnen legten zu, und Fenja Fahrig scheiterte an der vom SC Eilbek zu Vicky gewechselten Kerstin Schuppenhauer. Aber dann verpasste auf der anderen Seite Witt, auf 0:2 zu stellen (44.).

    Zum zweiten Durchgang kamen Amina Nadzakovic und Rückkehrerin Vanessa Ochs. Die Gastgeberinnen drängten auf den Ausgleich, waren aber nur bei Standards gefährlich; aus dem Spiel heraus kamen sie nicht durch. So war es folgerichtig, dass der achte Eckball in der 64. Minute das 1:1 brachte, Maren Sehrer war per Kopf vor Schuppenhauer zur Stelle. Ochs hatte dann Pech, traf in der 77. Minute freistehend die Latte und verpasste die BU-Führung. In der Schlussphase konnte sich allerdings Vicky wieder reinbeißen und hätte in der 83. Minute durch die eingewechselte Sandra Hischke selbst die Entscheidung herbeiführen können. Doch es blieb beim 1:1, und das hieß: Verlängerung.

    Da war der SC Victoria die eindeutig bessere Mannschaft, von BU kam praktisch nichts mehr. Virginia Wiedener scheiterte zunächst noch an BU-Keeperin Melanie Molkenthin, zwei Minuten später aber traf Hischke nach Vorarbeit von Franziska Kalloch (kam von Duwo 08) zum 1:2 ins lange Eck (96.). BU hätte jetzt kommen müssen, aber es kam nichts. Stattdessen sorgte Vicky für die Vorentscheidung. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit der Verlängerung überlief Sabrina Müller, nach verletzungsgeplagten Jahren bei Duwo und Bramfeld frisch in Lokstedt aktiv, ihre Gegenspielerin und legte für Wiedener das 1:3 auf (107.). In der Schlussphase rettete Molkenthin einen Schuss von Kalloch noch an die Latte, doch beim Schlusspunkt war auch sie machtlos: Per Konter bediente Wiedener Hischke, die zum 1:4-Endstand vollendete (118.) und BU final aus dem Wettbewerb beförderte.

    Barmbek-Uhlenhorst ist nicht die einzige Mannschaft aus der Verbandsliga, die ab sofort zugucken muss. Der TuS Appen flog beim Bezirksligisten Walddörfer SV II. mit 1:2 raus. Das Stadion Allhorn ist für die Pinnebergerinnen kein gutes Pflaster nach dem 2:7 in der Liga bei der Ersten des WSV erwischte es sie erneut. Es muss an Janina Pfullmann, Jennifer Kleinwort und Sophia Hartmann liegen, die beim Verbandsligaspiel dabei waren. Und Hartmann war auch unter den Torschützinnen: Sie erhöhte nach Julia Hübners Führungstor (36.) in der 67. Minute auf 2:0. Erst in der 86. Minute verkürzte Lena Cebbar auf 1:2, dabei blieb es aber. Beinahe erwischt hätte es den Niendorfer TSV gegen Landesliga-Schlusslicht Groß Flottbeker SpVgg. Sinem Yildirim verwandelte nach zehn Minuten einen Elfmeter zum 0:1, zehn Minuten später machte Michelle Wiehr das 0:2. Aber Flottbek schlug zurück, erst Anna-Lisa Schlumbohm (36.), eine Minute später durch ein Eigentor von NTSV-Keeperin Kerstin Neumann. In der zweiten Halbzeit traf Wiehr zum zweiten Mal (51.), aber Stefanie Pätzmann glich zum 3:3 aus (60.). So stand es auch nach 90 Minuten. In der Verlängerung hatte der Viertligist den längeren Atem, Melissa Büscher schoss in der 93. Minute das 3:4, Yildirim machte in der 104. Minute den Sack zu.

    Der HEBC, der TSC Wellingsbüttel, Union Tornesch und Grün-Weiß Eimsbüttel kamen kampflos weiter, ihre Gegner 1. FFC Elbinsel Wilhelmsburg, ESV Einigkeit II., Komet Blankenese und Union Tornesch II. traten nicht an. Auf sportlichem Wege schaffte es der ESV Einigkeit, der bei Kreisligist SV Altengamme mit 4:0 gewann. Der HSV und Walddörfer I. erreichten die zweite Runde mit Kantersiegen. Walddörfer gewann beim TuS Appen II. mit 14:0. Torschützin der ersten Hälfte war Hanna Heck, die in der 5. und 44. Minute mit ihren Toren die anderen drei einklammerte. Vivien Güse (25.), Iliana Martínez Estrada (40.) und Antonia Egge (41.) machten die anderen Tore zum 0:5-Halbzeitstand. Im zweiten Durchgang ging es Schlag auf Schlag: Egge (46.), Merle Dierks (48.), wieder Egge (49.) und Lea Böhm (52., 55.) machten es zweistellig. Dann kamen nochmal Dierks (60.), Katharina Autenrieth (65.), wieder Dierks (70.), und nach dem zweiten Tor von Martínez Estrada in der 85. Minute war es genug. Noch fünf Tore mehr schoss der HSV bei Kreisligist Ahrensburger TSV, siegte mit 19:0. Sophie Bütje machte nach sechs Minuten den Anfang, vier Minuten später legte Hannah Diekhoff nach, weitere 60 Sekunden später besorgte Emma Burdorf-Sick das 0:3. Für das 0:4 war wieder Diekhoff verantwortlich (15.), die auch das 0:5 knipste (20.). Burdorf-Sick machte das halbe Dutzend schon nach 21 Minuten perfekt, und wieder nur eine Minute später durfte sich Kristin Witte in die Torschützenliste eintragen. Bütje (33.), Anna-Katharina Seme (39.) und wieder Bütje (43.) stellten den 0:10-Halbzeitstand her. Im zweiten Abschnitt dauerte es zehn Minuten, ehe Diekhoff ihr viertes Tor zum 0:11 erzielte. Das Dutzend vollendete Selina Lenhard (62.), gefolgt von Janine Schlichtings 0:13 (66.). Ein Handspiel bescherte das vierzehnte Tor vom Elfmeterpunkt durch Emilia Schwerdtfeger. Schlichting (76.), Burdorf-Sick (77.) und Maya Steen (80.) erhöhten auf 0:17. Tor Nummer 18 machte Manja Rickert per Elfmeter. Der Schlusspunkt war erneut Schlichting vorbehalten (84.). Wenn man bedenkt, dass der HSV zudem noch fünf Mal die Latte traf, war das mehr als eindeutig. Weniger schmerzhaft wird für den ATSV jedoch der Ausfall von Lara Järrstein sein, die sich in der 29. Minute am Knie verletzte und ins Krankenhaus musste.

    Die Regionalligisten gaben sich unter der Woche keine echte Blöße. Bei Bergedorf 85 war das auch schwierig, der SV Halstenbek-Rellingen trat nicht an. Kreisligist FC St. Pauli III. trat gegen Duwo 08 an, das eher eine verstärkte Zweite (mit der sie bei Kreisligist SV Rugenbergen nicht antraten) schickte, und schlug sich beim 0:3 wacker. Eine Stunde lang ärgerten sie die Gäste, dann traf Imke Siebert zum 0:1 (61.). Dilara Koc (72.) und Nicola Eißner (85.) schossen Duwo in Runde zwei. Dort steht auch der FC St. Pauli I. nach einem 13:1 beim Kreisligisten FTSV Lorbeer. Der ging durch ein Traumtor von Jasmin Klinck nach sechs Minuten sogar in Führung. Zur Pause drehte Vorsaison-Finalist Pauli das Ergebnis durch Vivian Kellner (10.), Nina Philipp (12., Elfmeter) und Kathrin Miotke (25.) auf 1:3. Bis etwa zwanzig Minuten vor Schluss blieb das Resultat mit 1:5 (Philipp in der 56. und Ann-Sophie Greifenberg in der 61. Minute) noch relativ knapp. Dann aber fielen noch acht Tore: Philipp (69., 72., 80.), Linda Sellami (71.), Greifenberg (83.), Ilijana Kljajic (86.), Miotke (88.) und Verena Mannes (89.) trieben das Ergebnis in die Höhe.

    Bei den Landesligisten sind nicht nur die nicht angetretenen Duwo 08 II. und Komet Blankenese ausgeschieden, sondern auch Bergedorf 85 II. und der SC Egenbüttel. Bergedorf verlor beim TSC Wellingsbüttel II. aus der Bezirksliga deutlich mit 2:5, der SC Egenbüttel flog beim SV Friedrichsgabe raus. Friedrichsgabe ging nach 25 Minuten durch Natascha Friedrich in Führung, Melanie Rutz glich kurz vor der Pause per Elfmeter aus. Nicol Hirdler brachte Egenbüttel nach 56 Minuten standesgemäß in Führung, aber Friedrich (79.) und Johanna Pöpperl per Elfmeter in der 84. Minute drehten das Spiel noch für die Norderstedterinnen. Raus ist auch der SC Sternschanze, der gegen Ligarivale Eimsbütteler TV mit 0:2 scheiterte. Kristina Dettmann (33.) und Clara Hennersdorf (46.) schossen die Tore. Weiter sind dagegen der Harburger SC und Germania Schnelsen durch Nichtantreten von BU II. und des Moorreger SV. Der SC Alstertal-Langenhorn, HSV II. und TuS Berne machten das Spielerisch, wobei Berne beim 4:2 beim USC Paloma kaum souveräner war als SCALA, das beim klassentieferen Harburger TB durch einen Doppelpack von Altmeisterin Grit Lenz (53., 60.) zu einem 2:1-Sieg kam; für den HTB verkürzte Antonia Kofahl (73.). Mit 2:1 siegte auch der HSV II., allerdings erst nach 120 Minuten und nach Verlängerung beim Kreisligisten SC Vier- und Marschlande. Dabei spielten sie ab der 44. Minute nach einer glatten Roten Karte in Unterzahl und mussten einen 0:1-Rückstand drehen.

    In zwei Duellen zwischen Bezirksligisten kamen die Heimteams weiter: Die FSV Harburg-Rönneburg kam durch das Nichtantreten des SC Sperber kampflos weiter, sportlich schaffte es Grün-Weiß Eimsbüttel II. gegen den FTSV Altenwerder. Judith Krause (21.) und Josephine Rathmann (26.) schossen beim 2:0-Sieg der Grün-Weißen die Tore. Der SC Sternschanze II. musste bei Altona 93 II. noch zittern, nachdem Jenny Bleeker in der 83. Minute auf 1:2 verkürzte, setzte sich am Ende aber mit 3:1 durch. Altonas Erste ist dagegen weiter, gewann bei der SV Billstedt-Horn mit 5:0. Laura Vieregge eröffnete den Torreigen nach einer halben Stunde, Charlotte Lordz erhöhte zum 2:0-Pausenstand (38.). Jorine Sonneveld (51.), Marieke Hagelberg (61.) und Julia Hruby (86.) stellten das Endresultat her. Ebenfalls weiter ist der FC Elmshorn – der Meiendorfer SV trat nicht an. Hamm United dagegen trat gegen Komet Blankenese II. an und unterlag mit 0:9. Zwei Tore weniger kassierte der SC Victoria II. gegen Union 03. Zur Pause hatten die Altonaerinnen durch Frauke Ladleif (11.), Elena Lubomirsky (17.), Johanna Postelt per Elfmeter (22.) und Janine Schütt (29.) ein 4:0 herausgeschossen, Lubomirsky (46.), Hanna Matthews (57.) und Leonie Bechtle (80.) legten zum 7:0 für die Unionistas nach.

    Das gleiche Ergebnis erzielte auch UH-Adler beim BSV 19. Kaja Dinkgräve eröffnete das Toreschießen nach sieben Minuten, Mirjam Volkmann legte das 0:2 in der 12. Minute nach. Nach einem Eigentor von Caroline Cröpelin (41.) stellte Rosalie Wagner den 0:4-Halbzeitstand in der 45. Minute her. Wagner traf auch zum 0:5 (51.), nach 89 Minuten sorgte Pia Pöschmann für das 0:7. Das Kreisligaduell bei der SG Dassendorf/Wentorf entschied der SC Eilbek mit 2:0 für sich. Farina Leiendecker (35.) und Jennifer Menard (45.) brachten den Ex-Verbandsligisten in die Runde der letzten 32. Dort steht überraschend auch TuRa Harksheide. Der Kreisligist kickte Bezirksliga-Aufsteiger Rahlstedter SC aus dem Wettbewerb. Zur Pause stand es für die Norderstedterinnen schon 3:0, nach einem Eigentor von Ivonne Maaß (10.) und einem Doppelpack von Lena Eggers (34., 45.). Denise Dröse schaffte in der 48. Minute den einzigen Rahlstedter Treffer.

    Die Auslosung für die zweite Runde findet am heutigen Mittwoch ab 17 Uhr in der HFV-Sportschule in Jenfeld statt. Ebenfalls ausgelost werden die Mädchenwettbewerbe von E- bis B-Juniorinnen.

    Über