• Unberechenbar

    Autor:  • 25.09.2017 • Nachrichten, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg

    Symbolbild, Saison 2016/17, Schleswig-HolsteinZuletzt machte Malek Saidani seiner Mannschaft zwei Mal den Vorwurf, den Spielbeginn verpennt zu haben. Gegen den amtierenden Vizemeister TSV Ratekau war das anders. Nach zwei Niederlagen war es insofern kaum verwunderlich, dass es am Ende 5:0 stand. Ungewöhnlich war nur, dass es der SSC Hagen Ahrensburg war, der die Ostholsteinerinnen derart demontiert hatte, und nicht umgekehrt. Dörthe Gollnest zumindest war bereits in der dritten Minute hellwach, als sie eine Vorarbeit von Julie Sidow nur noch zum 1:0 einschieben musste. Anika Elschenbroich holte nach 17 Minuten einen Elfmeter raus, den sie selbst zum 2:0 verwandelte. Kurz darauf traf Sidow selbst zum 3:0-Halbzeitstand. Trotz nachlassender Kräfte hielten sie Ratekau auch in Halbzeit zwei weitgehend in Schach. Sidow knipste nach 81 Minuten erneut, ehe sie in der 90. Minute einen Elfmeter rausholte, den Merle Horstmann zum Endstand einschoss. Wohlgemerkt: Gegen einen TSV Ratekau in Bestbesetzung.

    Freuen durfte sich darüber der Kieler MTV, dessen Tabellenführung damit trotz eines Remis gegen den TSV Siems gefestigt wurde. Nach der Führung durch Sandra Bannas (50.) kassierten die Kielerinnen nach 70 Minuten durch Julia Gramkow das 1:1. Trotz einer knallroten Karte rückte Rot-Schwarz Kiel einstweilen auf Rang zwei vor, weil Anna-Marie Ihrens wieder weiß, wo das Tor steht. Die Goalgetterin traf beim TSV Schönberg nach 14 Minuten zum 0:1. Zwar glich Jasmin Duhnke sieben Minuten später aus, aber Ihrens ließ weitere sieben Minuten darauf den 1:2-Halbzeitstand folgen. Trotz der Hinausstellung nach 62 Minuten drehten die Kielerinnen auf und erhöhten durch Ihrens‘ drittes Tor auf 1:3. In der Schlussviertelstunde wurde es richtig schlimm für den Gastgeber. Erst ein Eigentor von Kim Ehrk (76.), dann zwei Tore von Julia Dose (79., 81.) und das vierte Tor von Ihrens (87.), durch das sie neben MTV-Bannas die Führung der Torschützenliste übernahm, besiegelten einen 7:1-Auswärtssieg.

    Auf Platz vier lauert der TSV Klausdorf, der in seinem erst zweiten Saisonspiel den zweiten Sieg holte. Beim VfB Schuby schoss Annika Liedtke beide Tore (7. per Elfmeter, 49.) zum 2:0-Auswärtserfolg. Mit dem ersten Sieg schob sich der TSV Russee vorerst auf Rang fünf. Routinier Eve Saine (29.) und Diana Puhlmann (66.) sorgten für den 2:0-Sieg beim noch punktlosen Aufsteiger Heider SV. Der neu formierte TuRa Meldorf bezog die dritte Niederlage und steckt im Abstiegskampf. Die Dithmarscherinnen unterlagen Aufsteiger Frisia 03 Risum-Lindholm trotz 1:0 Führung durch Leticia Springer (14.) mit 2:5. Noch vor der Pause drehten Lena Engel (17., 34.) und Sandra Groß (20.) das Spiel. Die Vorentscheidung besorgte Kristina Wolf schon nach 54 Minuten. Zwar verkürzte Kim Suckow noch auf 2:4 (57.), aber Engel setzte nach 68 Minuten mit ihrem dritten Tor den Schlussakt.

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