• Übersicht vom Wochenende

    Autor:  • 17.04.2018 • 2. Bundesliga Nord, Altona 93, Barmbek-Uhlenhorst, Bergedorf 85, Bezirksliga Ost, Bezirksliga West, Bramfelder SV, Duwo 08, Eimsbütteler TV, ESV Einigkeit Wilhelmsburg, FC Oste/Oldendorf, FC St. Pauli, Germania Schnelsen, Grün-Weiß Eimsbüttel, Hamburg, Hamburger SV, Hamburger SV II., Harburger SC, HEBC, Kreisliga 01, Kreisliga 02, Kreisliga 03, Landesliga, Nachrichten, Niedersachsen, Niendorfer TSV, Oberliga, Oberliga SH, OL Niedersachsen Ost, OL Niedersachsen West, Regionalliga Nord, SC Egenbüttel, SC Eilbek, SC Victoria, SC Vier- und Marschlande, SC Wentorf, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg, SV Henstedt-Ulzburg II., TSC Wellingsbüttel, TuS Appen, Union Tornesch, VfL Jesteburg, Walddörfer SV

    Was für ein Endspurt! Der SV Henstedt-Ulzburg hat sein Heimspiel in der 2. Bundesliga Nord gegen den Herforder SV auf den letzten Drücker mit 4:3 für sich entschieden. Nach dem frühen Tor von Vera Homp (6.) gerieten sie nach der Pause mit 1:2 in Rückstand, der postwendende Ausgleich durch Alina Witt (65.) hielt nur fünf Minuten. Als es nach einer weiteren Niederlage gegen den HSV aussah, glich Jennifer Michel aus, und Alina Witt gelang in der Nachspielzeit der Siegtreffer. Es ist natürlich nur Kosmetik, aber damit ist HU wieder Zehnter, vier Punkte hinter Jahn Delmenhorst, das 1:2 in Mönchengladbach verlor.

    Nach einem 2:1 gegen den FSV Gütersloh hofft der SV Meppen weiter auf den Aufstieg, vier Punkte Rückstand sind es auf die Gladbacherinnen. Der BV Cloppenburg verpasste einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib. Gegen Blau-Weiß Hohen Neuendorf reichte es nur zu einem 2:2. Und das, obwohl Hohen Neuendorfs Nadine Heinrich schon in der 3. Minute die Rote Karte sah. Zwei Mal konnte der BVC die Führung nicht halten. Am Ende bleibt ein Punkt, um den der Abstand zum Relegationsplatz größer geworden ist, denn der FF USV Jena II. verlor beim VfL Wolfsburg II. mit 0:3. Auch Arminia Bielefeld steckt weiter tief im Abstiegskampf, bei Turbine Potsdam II. verlor der nunmehr Tabellensechste mit 1:2. Am Mittwoch sind die Ostwestfalinnen in Hohen Neuendorf gefordert, Turbine II. empfängt Jena II.. Danach ist die Tabelle wieder gerade.

    In der Regionalliga Nord war es nicht das Wochenende der Hamburger Clubs, sieht man mal von Walddörfer ab. Die schlugen am Samstag Holstein Kiel nach 0:2-Pausenrückstand noch mit 3:2, neben den Toren von Paula Harder und Vivien Güse war ein Eigentor von Kiels Keeperin Karina Köpke (76.) entscheidend. Am Sonntag dagegen: Grillenzirpen. Der FC St. Pauli rutschte nach einem 0:5 bei Werder Bremen II. auf Platz fünf ab. Die ersten drei Werder-Tore fielen zwischen der 10. und 19. Minute, danach war das Ding durch. Überraschend war das 0:0 des Bramfelder SV gegen den Vorletzten SV Henstedt-Ulzburg II.. Vom zweitbesten Hamburger Club, dem WSV, droht keine Gefahr, wohl aber in dem Fall, dass der SV Meppen in Liga 2 den Aufstieg in die Bundesliga schafft und deren Zweite (3:0 gegen Burg Gretesch) oder Werder Bremen II. die zweite Liga anpeilt. Der VfL Jesteburg dagegen schwebt angesichts der Zweitliga-Abstiegssituation in selbst verursachten Nöten nach einem 1:3 gegen Fortuna Celle. So konnte der ATS Buntentor mit einem 3:0 gegen den TSV Limmer ranrücken. Das einzige Jesteburger Tor schoss Anna-Lena Günthel zur 1:0-Führung (44.), die Melissa Verseck prompt konterte. Ein Eigentor von Hanna Heyken schickte die Rüsselkäferinnen auf die Verliererstraße.

    Das Spitzentrio der Oberliga Hamburg konnte kollektiv gewinnen und sich sogar vom ETV auf Platz vier absetzen. Während der TSC Wellingsbüttel gegen BU locker mit 11:0 gewann und Lina Appel ein Dreierpack gelang, gewann der HSV beim Eimsbütteler TV dank des entscheidenden Tores von Yuliana Lasso Peña (84.) mit 3:2. Dem ETV fehlte Goalgetterin Hannah Paulini. Union Tornesch, sieben Punkte hinter Welle, gewann locker beim SC Egenbüttel mit 6:0. Jeweils das erste und letzte Tor gingen auf das Konto von Johanna Stutzke. Einen Big Point im Abstiegskampf feierte Duwo 08 beim 2:1-Sieg gegen den SC Wentorf. Mit 23 Punkten ist der Klassenerhalt angesichts der Drittligasituation fast sicher. In großer Abstiegsgefahr schwebt der HEBC nach einem 1:4 beim ESV Einigkeit, obwohl es zur Pause noch 1:1 stand. Der TuS Appen konnte das nicht nutzen und unterlag dem SC Victoria durch zwei frühe Gegentore mit 1:2.

    In der Oberliga Schleswig-Holstein gab es den Führungswechsel bereits vor einer Woche. Einen weiteren Big Point holten die Ostholsteinerinnen beim knappen 1:0-Sieg über den Kieler MTV, für den Katrina Koschke sorgte. Der TSV Siems hat den Klassenerhalt zwar sicher, musste aber Platz zwei abgeben, nachdem die Lübeckerinnen zuhause mit 4:6 gegen TuRa Meldorf verloren. Dabei verspielten sie zunächst eine 1:0-Führung, lagen zur Pause 1:3 hinten, glichen nach 72 Minuten zum 4:4 aus, nur um letztlich von Doppeltorschützin Annika Freitag und Dreifachschützin Jana Hamann das 4:6 zu kriegen. Neuer Zweiter ist der TSV Klausdorf durch ein 3:0 gegen den Heider SV. Für den SSC Hagen Ahrensburg lief es gar nicht, beim beinahe geretteten TSV Russee gab es eine 0:3-Pleite. Die direkten Abstiegsplätze verlassen hat der VfB Schuby mit einem 3:1-Auswärtssieg bei Rot-Schwarz Kiel, allerdings steigt wahrscheinlich auch der Drittletzte ab, und Schuby hat vier Punkte Rückstand auf Platz neun. Neuer Vorletzter ist der TSV Schönberg, der bei Frisia 03 Risum-Lindholm mit 0:2 verlor. Ein wichtiger Sieg für den Tabellenneunten. Am Mittwochabend kann der TSV Ratekau seine Tabellenführung gegen Rot-Schwarz Kiel ausbauen, und Schuby braucht einen Sieg im schweren Spiel beim TSV Klausdorf, der selbst noch auf Platz eins schielt.

    Platz zwei in der Oberliga Niedersachsen West – die Aussichten werden für den FC Oste/Oldendorf immer besser. Das Spitzenduell gegen Blau-Weiß Hollage gewannen die Staderinnen ohne Toptorjägerin Fenna Elfers mit 3:1, Jessica Pye traf doppelt. Tabellenführer TuS Büppel – 2:1-Sieger beim SV Union Meppen – wird wohl kaum noch einzuholen sein, aber Bester vom Rest ist auch ein Titel… Wichtige drei Zähler im Abstiegskampf feierte der SV Ahlerstedt/Ottendorf beim 2:1 in Suddendorf-Samern, dabei bog der SVAO einen Rückstand um. Zusammen mit Heidekraut Andervenne – 2:1 gegen den akut abstiegsbedrohten FC Geestland – überholten die Ahlerstedterinnen den Osnabrücker SC, der bei der FSG Twist mit dem Standardergebnis des Wochenendes, 1:2, unterlag.
    In der Oststaffel ist der FFC Renshausen auf Meisterkurs. Der Tabellenführer schlug den MTV Barum mit 3:2, alle drei Tore fielen zwischen der 20. und 30. Minute. Barum wachte spät auf und machte es mit dem 2:3 in der 72. Minute nochmal spannend. Punktgleich Zweiter, bei allerdings vier Spielen mehr, bleibt Sparta Göttingen durch einen 3:0-Sieg beim PSV Hildesheim. Überhaupt war es ein Göttinger Wochenende. Jessica Tschechne drehte mit einem Doppelpack (33., 44.) einen 0:1-Rückstand ihres SVG Göttingen gegen den Letzten VfB Fallersleben, am Ende gewann ihr Team 4:1. Trotzdem ist der Vorsprung auf die Abstiegsränge unter Berücksichtigung der Regionalliga nicht gerade komfortabel. Ex-Tabellenführer Rot-Weiß Göttingen schlug den HSC BW Tündern trotz 20 Minuten Unterzahl mit 3:1. Für den FC Pfeil Broistedt wird es auf Platz 12 nach dem 0:3 gegen den TSV Bemerode langsam wirklich bedrohlich, allein zu Platz elf beträgt der Abstand schon sechs Punkte, auf den vielleicht rettenden neunten Platz sind es acht. Das Kellerduell Zehnter gegen Elfter blieb ohne Entscheidung: Der TSV Barmke und BSC Acosta trennten sich 2:2.

    Der Harburger SC braucht in der Landesliga Hamburg langsam ein Wunder. Das 1:10 bei Bergedorf 85 war die zwölfte Saisonniederlage, genauso viele hat der Elfte SC Alstertal-Langenhorn. Fünf Tore der Elstern erzielte Antonia Leiseder, vier weitere gingen auf das Konto von Mena Ahmadi. Eine hohe Pleite gab es auch für SCALA, die Langenhornerinnen verloren beim TuS Berne mit 2:7. Jasmin Kröger schoss alle ihre drei Tore zwischen der 1. und 20. Minute, da stand es dann schon 4:0. Carina Raup und Sabrina Busacker netzten doppelt. Auf dem Relegationsplatz angekommen ist erneut der HSV II.. Ein Sieg war beim Tabellenführer TSC Wellingsbüttel II. nicht zu erwarten, es gab stattdessen ein 0:6, bei dem Emma Frings einen lupenreinen Hattrick erzielte und ihr Torkonto auf 37 schraubte. Damit steht sie bundesweit allerdings nur auf Platz 37, das Maß der Dinge ist Kreisligastürmerin Lara Niehaus vom TuS Hunnebrock (79 Tore in 17 Spielen), immerhin ist sie aber Sechste in ihrer Spielklasse hinter Marlene Haberecht vom FC Phoenix Leipzig und Denise Simon vom FSV Babelsberg (je 48), Melisa Eraymaz vom VfB Bretten (44), Nadine Fols vom TuS Heltersberg und Anna-Lena Füllkrug von Hannover 96 (je 40). Zweitbeste HFV-Stürmerin ist übrigens Fenja Söth vom Kreisligisten SSV Rantzau auf Rang 90 mit 30 Treffern in 8 Spielen.
    So eine Stürmerin wünscht sich womöglich auch Union Tornesch II. nach dem 1:3 beim Niendorfer TSV, das die Gäste Platz drei kostete. Den belegt jetzt wieder der TuS Berne. Bis Mittwochabend zumindest, dann tritt Grün-Weiß Eimsbüttel beim Harburger SC an. GWE kam gegen den SC Sternschanze zu einem relativ späten 4:0, das erste Tor schoss Alina Richter erst in der 64. Minute. Für Sternschanze geht der Blick nach unten, am Mittwoch könnten es zum Aufstiegsnachrückerplatz schon sechs Punkte Rückstand sein, nur vier beträgt der Vorsprung auf Rang zehn. Das Sechs-Punkte-Spiel zwischen Komet Blankenese und dem Harburger TB endete mit einer Punkteteilung. Das 1:1 half keinem von beiden beim Unternehmen Klassenerhalt.

    Hilfreich war auch ein Spiel in der Bezirksliga West nicht: Das Derby Union 03 gegen Altona 93 fiel nämlich aus. Der AFC hat bis Saisonende am 13. Mai noch acht Spiele binnen vier Wochen, danach könnten auch noch zwei Aufstiegsrundenspiele anstehen. Nicht viel anders geht es dem Moorreger SV, dessen Spiel in Groß Flottbek ebenfalls flach fiel. Am Mittwoch geht es erstmal abends gegen den SV Friedrichsgabe, Donnerstag muss Flottbek zum TuS Appen II.. Das Schlusslicht verpasste wichtige Punkte und verlor 2:3 gegen den FC Elmshorn, der sich wieder zu retten scheint. An der Tabellenspitze bleibt vorerst Germania Schnelsen. Auch dank vier Toren von Caroline Beigel wurde es ein lockeres 6:0 gegen den SV Eidelstedt. Der Dritte Komet Blankenese II. putzte den Bramfelder SV III. mit 5:0 und ließ die Gäste auf Platz elf zurückfallen. Auf Platz drei schielt auch noch der SV Friedrichsgabe, der sich 2:0 bei GW Eimsbüttel II. durchsetzte.

    Im Osten nichts Neues: In der Bezirksliga Ost siegte Tabellenführer Walddörfer II. beim TSV Reinbek mit 3:0 und bleibt Erster. Es ist aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen, denn der Bramfelder SV II., 3:0-Sieger gegen Altona 93 II., bleibt bei einem Spiel weniger auf vier Punkte am WSV dran. Mit diesem Rennen hat der SC Eilbek nichts zu tun, es gab dennoch ein 2:0 des Tabellendritten gegen den Letzten Meiendorfer SV. Dessen Rückstand auf Platz zehn blieb konstant bei vier Punkten, denn der SC Sternschanze II. verlor beim UH-Adler nach 1:1-Pausenstand mit 1:4. Noch nicht gerettet ist der SC Vier- und Marschlande, der zwischen der 3. und 16. Minute alle drei Tore beim 0:3 in Rahlstedt kassierte. Zwei der Tore knipste Philine Gelitz, immerhin Siebte der (schiefen) Torjägerwertung.

    Die Freude über kampflose drei Punkte dürften beim FC St. Pauli II. gegen den nicht angetretenen Rissener SV in der Kreisliga 01 wohl kaum aufgekommen sein. Selbst wenn sie alle Spiele gewinnen und Tabellenführer SSV Rantzau seine zwei kommenden Spiele verliert, müssten die Braun-Weißen in drei Partien 36 Tore Differenz aufholen, und ein gewertetes 3:0 hilft da nicht weiter. Grün-Weiß Eimsbüttel III. kämpft nach dem 7:0 gegen Altona 93 III. noch um Platz vier, allerdings hat dessen Besetzer SV Rugenbergen noch drei Spiele mehr zu absolvieren. Der ETV II. kam im Derby gegen den SC Victoria III. nicht über ein 2:2 hinaus und hat Platz drei fast sicher.

    Sicher ist es nicht, aber beinahe: Beim Düneberger SV gehen in der Kreisliga 02 wohl kurz vor Ultimo noch die Lichter aus. Der TuS Dassendorf bekam ein 3:0 zugesprochen, nachdem Düneberg binnen zwei Wochen zum zweiten Mal nicht antrat. Hoffentlich können sie wenigstens zu ihrem letzten Spiel am 13.5. in Altenwerder antreten. Sind ja noch vier Wochen. Allerdings haben sich Dassendorf und Düneberg nur gegenseitig Punkte gekostet, von daher wäre ein Rückzug aufkommensneutral zu verkraften.

    In der Kreisliga 03 ist eine Entscheidung gefallen: Der VSG Stapelfeld ist nach dem 0:8 bei Tabellenführer Concordia aus dem Aufstiegsrennen raus. Leichte Vorteile hat trotzdem der mit Cordi punktgleiche FTSV Lorbeer, der beim SC Victoria II. mit 8:2 gewann, denn das Team aus Rothenburgsort hat ein Spiel mehr zu spielen. Bereits am Sonntag kann eine Vorentscheidung fallen, wenn Lorbeer auf Cordi trifft im Spiel der Kreisliga-Giganten. Davon ist Walddörfer III. noch weit weg, aber gegen den SC Eilbek II. reichte es zu einem lockeren 6:0. Nach oben geht nix mehr, nur von unten droht noch der Ahrensburger TSV.

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