• Sportplatzsanierungen

    Autor:  • 26.12.2016 • Duwo 08, Hamburg, Nachrichten, SC Eilbek

    VerschiedenesDas Jahr endet doch noch mit einer guten Nachricht, und die kommt überraschenderweise aus der Politik! Einem Bericht des Hamburger Abendblatts zufolge will die Koalition aus SPD und Grünen in der Bezirksversammlung Wandsbek vier Vereine bei der Sanierung ihrer Sportanlagen unterstützen. So sollen die Grandplätze des SC Eilbek an der Fichtestraße, des TSV Duwo 08 an der Sthamerstraße, des Rahlstedter SC an der Scharbeutzer Straße und des SV Bergstedt an der Teekoppel in Kunstrasenplätze umgebaut werden. Die Vereine sollen dafür zusammen 1 Million Euro aufbringen, weitere 1,5 Millionen Euro sollen vom Bezirk aufgewendet werden.

    Die Umbauten stehen allerdings unter dem Vorbehalt von Lärmschutzvorgaben. Dies betrifft alle vier Vereine. Am wenigsten betroffen ist davon noch der Rahlstedter SC, zu dessen Anrainern eine Kita gehört. Der Grandplatz bei Duwo wird zwar von drei Seiten von Stadion und Tennisanlage, dem U-Bahn-Damm und Sporthalle sowie Umkleidehaus eingerahmt, im Süden allerdings liegen fünfzig Meter hinter dem Tor Wohnhäuser der Lenzenreye. Der Sportplatz Fichtestraße in Eilbek dagegen liegt voll im Wohngebiet, von allen Seiten umzingelt von Wohnbebauung, einschließlich des im letzten Jahrzehnt umgebauten Bunkers an der Schellingstraße, dessen Fassade und Fenster desöfteren die Bekanntschaft von verirrten Torschüssen und Klärungsversuchen machen müssen. Auch beim SV Bergstedt gibt es zumindest von einer Seite Wohnbebauung, auch wenn auf den anderen Seiten der Volksdorfer Damm, eine Grundschule und eine Kita liegen.

    Der Vorbehalt ist eine Lehre aus den Fällen des TSC Wellingsbüttel, TSV Sasel und Teutonia 05. In Wellingsbüttel musste der Platz am Pfeilshof auf zwei Seiten durch hohe Lärmschutzwände eingefasst werden, die Posse zog sich zweieinhalb Jahre lang hin – und hinter dem Kunstrasen liegt ein Hockeyplatz vom Club an der Alster (ohne Lärm-, dafür mit Bestandsschutz), lediglich in der Südwestecke grenzen Wohnhäuser der Straße Am Jagen. In Sasel hatte Immobilienkaufmann Nils Witthöft, selbst jahrzehntelanges Mitglied beim TSV und als Geschäftsführer des Familienbetriebs als Hauptsponsor der Ligamannschaft involviert, Antrag auf Nutzungsuntersagung des Sportplatzes beim Bezirksamt gestellt, nachdem er selbst auf dem an den Sportplatz angrenzenden Grundstück sein Haus errichtet hatte, wie das Abendblatt im Sommer berichtete. Für diesen Fall hat die Bezirksversammlung Wandsbek in der letzten Sitzung am 22. Dezember nun die Bereitstellung von 400.000 Euro zur Einrichtung von Lärmschutzmaßnahmen bereitgestellt, falls Gutachten deren Notwendigkeit zum Erhalt belegen. Bei Teutonia hatte nach dem Umbau in einen Kunstrasen eine Anwohnerin geklagt; ein Lärmgutachten ergab allerdings offenbar, dass am Haus der Anwohnerin so gut wie gar kein Sportplatzlärm ankam. Derzeit ist der Betrieb allerdings noch eingeschränkt, da das Gutachten von Ende November noch ausgewertet wird. Durch die Umwandlung in einen Kunstrasen fällt der Bestandsschutz der Altanlagen weg, dadurch unterliegem sie den inzwischen strengeren Lärmschutzbestimmungen.

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