• Sidow dreht das Spiel

    Autor:  • 25.10.2017 • Nachrichten, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg

    Symbolbild, Saison 2016/17, Schleswig-HolsteinIn den letzten zwei Jahren kam Julie Sidow beim SSC Hagen Ahrensburg zu eher sporadischen Einsätzen in der höchsten Spielklasse des Landes. In dieser Saison ist das anders. Nach dem Weggang von Lisa Stein-Schomburg ist sie seit dem Ratekau-Spiel, wo sie zwei Tore erzielte, gesetzt. Und das Vertrauen von Trainer Malek Saidani zahlt sie mit Toren zurück. In sechs Spielen gelangen ihr sechs Tore, womit sie in der Torjägerliste auf Platz drei steht, noch vor den gestandenen Ex-Bundesligaspielerinnen Maike Timmermann (Klausdorf), Ronja Pajonk, Kristina Scheel (beide Ratekau) oder Eve Saine (Russee). Drei der Tore schoss sie zum 3:1-Heimsieg gegen Aufsteiger SV Frisia 03 Risum-Lindholm.

    Nach torloser erster Halbzeit hatte Lisa Rose die Gäste in Führung gebracht (58.). Zehn Minuten später glich Sidow aus, als sie einen Pass in die Gasse von Dörthe Gollnest nutzte. Wieder zehn Minuten vergingen, dann traf sie aus 20 Metern zum 2:1 (78.). Und nur eine Minute darauf ermöglichte Anika Elschenbroich mit frühem Stören Sidows drittes Tor zum Endstand. Allerdings hätten sie den Vorsprung in der Schlussphase fast aus der Hand gegeben. Es reichte trotz der Abwesenheit von Spielmacherin Charlotte Kuziek zum Sieg, durch den die Stormarnerinnen nun vier Punkte Vorsprung auf die Regel-Abstiegsplätze haben. Denn der VfB Schuby kassierte seine dritte Saisonpleite und blieb auch im fünften Spiel sieglos. Bei TuRa Meldorf verlor der Pokalfinalist von 2016 mit 2:3. Zwar egalisierte Maylis Roßberg nach neun Minuten den 120 Sekunden zuvor erlittenen Rückstand von Vanessa Voß. Aber nur fünf Minuten später führte Meldorf durch Leticia Springer wieder. Kim Suckow erhöhte nach 37 Minuten auf 3:1. Zwar kam durch das Anschlusstor von Juliana Kabuth nach einer Stunde wieder Spannung auf, weitere Treffer fielen jedoch nicht, und Schuby steckt auf Rang elf fest, während TuRa einen Rang zulegte und Achter ist.

    Punktloses Schlusslicht bleibt der Heider SV, der dem TSV Schönberg mit 0:1 unterlag. Das Tor des Tages schoss Lina Beuck nach 36 Minuten. Schönberg zog damit zunächst am TSV Siems vorbei, dessen Spiel gegen den TSV Klausdorf auf den 24. Februar 2018 verlegt wurde. Klausdorf – mit vier Partien bisher am seltensten im Einsatz und mit makelloser Bilanz ein Topkandidat auf die Meisterschaft – büßte dadurch ebenfalls einen Rang ein, denn das Überraschungsteam vom Kieler MTV gewann das Derby gegen Rot-Schwarz Kiel mit 3:2 und übernahm Rang zwei. Der MTV ging durch Lefke Kagelmacher nach neun Minuten in Führung. Diese glich Meike Matthiessen nach einer halben Stunde aus. Matchwinnerin wurde einmal mehr die nun mit acht Toren in der Torjägerliste führende Altmeisterin Sandra Bannas. Sie verwandelte in der 52. Minute einen Elfmeter zum 2:1 und legte 180 Sekunden später das 3:1 nach. Rot-Schwarz kam durch Anna-Marie Ihrens per Elfmeter nur noch zum Anschluss (67.). Tabellenführer bleibt der TSV Ratekau, der seine Position mit einem 3:1 gegen den TSV Russee zunächst festigte. Die Treffer der ersten Halbzeit erzielte Scheel in der 25. und 36. Minute. Auch das 2:1 ging auf das Konto einer Ostholsteinerin: Jana Hinkelmann traf ins eigene Tor (63.). Das blieb aber folgenlos, Lisa Bergmann sorgte nach 73 Minuten für die Entscheidung.

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