• Sechs Mal unbesiegt

    Autor:  • 02.11.2017 • Landespokal, Nachrichten, Niedersachsen, OL Niedersachsen Ost, OL Niedersachsen West, VfL Jesteburg

    Symbolbild, Saison 2016/17, NiedersachsenDie Serie geht weiter für den FC Oste/Oldendorf. Mittlerweile sind die Staderinnen sechs Spiele ohne Niederlage. Daran änderte auch der SV Heidekraut Andervenne nichts, der am Sonntag in Gräpel zu Gast war. Lena Balck traf nach einer Viertelstunde zum 1:0 für Oste/Oldendorf. Noch vor der Pause sorgte Jessica Pye für klare Verhältnisse (40.). Mitte der zweiten Halbzeit war die Begegnung dann spätestens entschieden, als Fenna Elfers einmal mehr zuschlug und ihren 16. Saisontreffer markierte. Nur noch sechs, dann hat sie ihre Marke aus der Vorsaison bereits erreicht. Ob das allerdings erneut zur Torjägerkanone reichen wird, ist fraglich: Büppels Mareike Kregel steht mittlerweile auch bei 12 Treffern. Andervennes Katharina Altevolmer steht nach ihrem verwandelten Elfmeter in der 89. Minute erst bei zwei Toren, Lena Balck nach dem 4:1-Endstand nun bei sechs (90.). Kurzzeitig waren sie damit sogar Tabellenführer.

    Andervenne bleibt Vorletzter und bekommt inzwischen Druck von hinten, denn der SV Ahlerstedt/Ottendorf feierte gegen Union Meppen einen Befreiungsschlag: Das 5:1 war der zweite Saisonsieg, und das rettende Ufer ist nur noch einen Zähler entfernt. Die Partie verlief ähnlich wie die im Stader Land: Anne Schaarschmidt (22.) und Kimberly Kaaden (43.) brachten dem SVAO eine 2:0-Pausenführung, die Annika Bartels auf 3:0 ausbaute (66.). Zwei Minuten später verkürzte Jasmin Schleper zwar, doch ein Doppelschlag von Mirja Lemmermann (81.) und Stephania Stergioulas (82.) bedeutete am Ende den klaren Sieg des Gastgebers. Mehr Tore fielen in Osnabrück, wo sich der Tabellenführer TuS Büppel beim OSC mit 6:3 durchsetzte. Es ging schon früh los mit den Toren von Mareike Tholen (3.) und Marike Werner (9.) zum 0:2. Zehn Minuten später brachte die frühere Gerstenerin Vanessa Rohling den OSC auf 1:2 heran, doch Mareike Kregel (36.) und Angelina Wunder (45.) machten mit dem 4:1 für Büppel vorzeitig alles klar. Kregel legte nach einer Stunde das 1:5 nach. Zwei Mal verkürzte Osnabrück noch: Zunächst durch Carmen Holzenkamp auf 2:5 (64.), und nach Christina Müllers Tor zum halben Büppeler Dutzend in der 68. Minute traf Johanna Härle eine Viertelstunde vor dem Ende zum finalen Resultat.

    Im Nachholspiel am Dienstag holte sich der TuS Büppel dann die Tabellenführung vom FC Oste/Oldendorf zurück, Grundlage war ein 5:2 im Spitzenspiel gegen Blau-Weiß Hollage. Die Treffer in Halbzeit eins waren Strafstöße: Erst verwandelte Kregel einerseits (22.), dann Stefanie Gühmann andererseits (37.) zum 1:1. Im zweiten Spielabschnitt setzte sich Büppel ab. Werner (48.), Kregel (57.) und Lena-Sophie Rusin (68.) erhöhten auf 4:1. Katharina Jarzyna brachte Hollage zwar wieder heran (71.), aber in der dritten Nachspielminute stellte Ann-Kathrin Wehmeyer den alten Abstand wieder her. Das zweite Nachholspiel endete unentschieden: Der FC Geestland und der SV Suddendorf-Samern trennten sich mit 4:4. Geestland sah wie der sichere Sieger aus: Nach elf Minuten stand es schon 3:0, dafür sorgten Katharina Berg (1.), Mareike Schröder (3.) und Paulina Wilkens (11.). Der SV SuSa erwachte und verkürzte durch Irena Geric (29.) und Kathrin Bookholt (39.) auf 2:3. Schröders zweites Tor in Minute 43 korrigierte das. 4:2 zur Pause. Konnte Geestland das noch verspielen? Ja. Bookholt brachte Suddendorf-Samern nach Wiederanpfiff erneut heran (47.) und glich in der 86. Minute mit ihrem bereits siebten Saisontor aus. Wahnsinn, der in dieser Liga Methode hat: An den neun Spieltagen fielen bisher 229 Tore, 5,2 pro Spiel – es gibt Kreis- und Bezirksligen, in denen weniger los ist. Zum Vergleich: an den 10 Spieltagen der Herren-Bundesliga sind es nur sechs Tore mehr – bei vier Partien mehr pro Spieltag macht das einen Schnitt von 2,6 Treffern pro Partie. Da sage noch einer, Frauenfußball sei langweilig…

    Oberliga Ost

    Die Oststaffel ist da wesentlich disziplinierter, hier sind es nur marktübliche 3,6 Tore pro Spiel. Vier Spiele fielen dem Wetter zum Opfer. Nicht darunter war das Derby zwischen Sparta Göttingen und SVG Göttingen. Durch ein Tor von Caroline Müller in der 90. Minute setzte sich der Beinahe-Absteiger SVG mit 1:0 durch und steht vorerst auf Rang drei der Tabelle! Im Abstiegskampf gewann der SV Hastenbeck zuhause gegen den BSC Acosta mit 3:1 und konnte sich auf einen Nichtabstiegsplatz verbessern. Die entscheidenden Tore erzielten Josephine Acikgöz und Bianca Lity in der letzten Viertelstunde. Der BSC Acosta rutschte auf einen Abstiegsplatz und konnte diesen nach dem Nachholspiel am Dienstag gegen den HSC BW Tündern auch nicht verlassen. Dabei rettete Rebekka Kube mit ihrem Tor in der 82. Minute den Braunschweigerinnen diesen einen Punkt. Die ausgefallenen Partien TSV Barmke gegen VfB Fallersleben und PSV Grün-Weiß Hildesheim gegen FFC Renshausen wurden am 18. Dezember neu angesetzt, der MTV Barum spielt gegen den HSC BW Tündern am 11. Februar 2018 und Pfeil Broistedt gegen Tabellenführer Rot-Weiß Göttingen eine Woche später.

    Im NFV-Pokal erreichte der SVG Göttingen am Dienstag das Viertelfinale. Aufsteiger TSV Bemerode bezwangen die Göttingerinnen mit 4:3. Nach frühen Toren von Mira Hippe (3.) und Jessica Tschechne (4.) sah es gut aus. Der Anschlusstreffer von La-Toya Barwa (20.) änderte daran zunächst nichts, Müller erhöhte wieder auf 3:1 (26.). Dann aber schafften die Hannoveranerinnen durch Jana Externest (36.) und erneut Barwa (43.) den 3:3-Ausgleich. So blieb es bis zur 79. Minute. Dann schoss Miriam Wedemeyer den entscheidenden Treffer zum Sieg. Das Gastspiel des VfL Jesteburg beim SV Hastenbeck dagegen fiel aus und wurde auf den 3. Dezember verlegt.

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