• SCVM zwingt Walddörfer II. zu Überstunden

    Autor:  • 25.10.2017 • Hamburg, Landespokal, Nachrichten, SC Vier- und Marschlande

    Eigentlich sind der SC Vier- und Marschlande und der Walddörfer SV II. beides Bezirksligisten, und doch könnten sie unterschiedlicher kaum sein: Die einen warten als Aufsteiger noch auf den ersten Sieg, die anderen pflügen mit Kantersiegen durch die Liga, und so war das exakt einen Monat zuvor erlittene 2:10 im Ligaalltag auch nicht verwunderlich. Doch das am Dienstag war kein Ligaalltag. Das war Pokal. Und was das heißt, machte diese Begegnung einmal mehr deutlich.

    Walddörfer ging wohl mit einem falschen Gefühl von Sicherheit an die Sache heran und wurde vom 1:0 durch Emma Schwormstedt in der neunten Minute überrascht. Die Gastgeber attackierten und beeindruckten den Favoriten, der sich spielerisch schwer tat. Erst in der zweiten Halbzeit stellten sich die erwarteten Stärkeverhältnisse ein. Allerdings traf Walddörfer das Tor nicht, und der SCVM hielt weiter dagegen. Erst ein 30-Meter-Freistoß von Jana Rocktäschel brachte den Tabellenführer der Bezirksliga Ost zum Ausgleich – in der 87. Minute. Durchaus glücklich. Die Ochsenwerderanerinnen zwangen den Ligaprimus also in die Verlängerung, wo er weiterhin Schwierigkeiten hatte, das temporeiche Spiel zu entscheiden. Erst in der 117. Minute fiel das entscheidende 1:2 durch Paula Harder, die den Ball unter die Latte setzte. Der SCVM verdiente sich ein Lob des Gegners, und auch das Trainerduo Rainer Ponik/Kevin Haase war stolz auf seine Mannschaft.

    Man darf gespannt sein, wie beide dieses kraftraubende Spiel am Wochenende verdaut haben werden. Für den SC Vier- und Marschlande geht es auswärts zum Mitaufsteiger 1. FFC Elbinsel Wilhelmsburg, Walddörfer II. erwartet auswärts das schwere Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Bramfelder SV II. am Gropiusring. Im Pokal wartet am 12. November um 17 Uhr das Drittrundenspiel gegen Landesligist SC Sternschanze, das angesichts des knappen Weiterkommens der Gäste (2:1 bei Bezirksligist UH-Adler) nicht so klar ist, wie die Staffelzugehörigkeit suggerieren mag.

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