• Schmerzhafter Abgesang

    Autor:  • 25.05.2016 • Bergedorf 85 II., Eimsbütteler TV, ESV Einigkeit Wilhelmsburg, FC St. Pauli, Grün-Weiß Eimsbüttel, Hamburg, Nachrichten, Niendorfer TSV, Oberliga, SC Eilbek, SC Pinneberg, SC Wentorf, TSC Wellingsbüttel, Union Tornesch, Walddörfer SV

    VerbandsligaAm Sonntag ging eine lange Tradition zuende: Die Verbandsligazugehörigkeit des SC Eilbek. Viele Spielerinnen verlassen den Club, und so fiel der Entschluss, die Mannschaft zur neuen Saison in der Kreisliga neu aufzubauen. Verabschiedet wurde der SCE vom Gegner FC St. Pauli ohne Sentimentalitäten – Pauli schoss den Meister von 2011 mit 9:1 ab. Nina Philipp schoss allein fünf Treffer, darunter ein lupenreiner Hattrick in der ersten Halbzeit zwischen der 18. und 30. Minute. In Halbzeit zwei folgten zwei Doppelschläge, erst durch Philipp und durch Linda Sellami, dann durch Sellami und Philipp. Elf Minuten vor dem Ende kam Eilbek zum Ehrentor, gleichzeitig zum letzten in der bisherigen Verbandsligahistorie durch Mirja Rotzoll. St. Pauli wollte es dabei allerdings nicht bewenden lassen und legte durch Ann-Sophie Greifenberg sowie abermals Sellami nochmal nach.

    Im Rennen um die Vizemeisterschaft behielt Union Tornesch die Nase vorn und besiegte den ESV Einigkeit mit 4:1. Auf die Siegerstraße brachte sie ein Doppelschlag binnen 60 Sekunden. Erst traf Johanna Stutzke (5.), dann Josefin Lutz (6.). Das Spiel wiederholte sich eine Viertelstunde vor Schluss mit den Hauptakteurinnen Finia Pohl (74.) und Alla Jantschenko (75.), ehe Tanja Ossadnik den Wilhelmsburger Ehrentreffer erzielte. Da nützte dem TSC Wellingsbüttel auch das 6:1 vom Vormittag in Pinneberg nichts, bei dem alle Treffer erst nach der Pause fielen. Den Anfang machte Jana Giesenschlag (50.), binnen zwei Minuten braute Welle später ein 0:4 zusammen – durch Anne-Kathrin Mander (70.), Svenja Hettenhausen (71.) und ein Eigentor von Mette Wiese (72.) -, ehe Isabell Plassmann zum 1:4 verkürzte (80.). Britta Kummer (86.) und Jana Steen (90.) sorgten schließlich für den Endstand. Der Niendorfer TSV robbte sich im Schlussspurt noch an den Gegner Walddörfer SV heran, der wegen der besseren Tordifferenz aber vorn blieb. Der NTSV gewann mit 2:1. Nachdem Walddörfers Katharina Autenrieth mit ihrem 21. Saisontor Platz zwei in der Torjägerliste hinter Paulis Nina Philipp (41 Tore) gesichert hatte, glich Anastasia Ofori postwendend aus (23.). Den Niendorfer Siegtreffer besorgte Altmeisterin Simone von Palubicki zwölf Minuten vor dem Ende.

    Der bereits als Absteiger feststehende Eimsbütteler TV konnte gegen Mitabsteiger Bergedorf 85 II. einen 4:0-Erfolg feiern. Lea Lindmeier schnürte einen Doppelpack (7., 21.), dazu trafen Ziena Cline (24.) und Jana Metzger mit dem Pausenpfiff. Beide Teams treffen sich in der Landesliga wieder. Ob das auch für Grün-Weiß Eimsbüttel gilt, entscheidet der FC St. Pauli. Sollte Pauli aufsteigen, bleibt Grün-Weiß trotz des Abstiegs des HSV drin. Das 2:2 gegen den SC Wentorf hatte diesbezüglich nur statistischen Wert. Eileen Rautenberg hatte Wentorf nach 39 Minuten in Front geschossen, aber noch vor der Pause drehten Josephine Boll (42.) und Berit Johannsen (45.) das Ergebnis. In der 50. Minute traf Bianca Mahncke für die Gäste zum 2:2-Endstand.

    In der Endabrechnung also tauschten der FC St. Pauli, der keine Niederlage hinnehmen musste und mit dem Torverhältnis von 103:9 zwei Zehn-Jahres-Bestmarken knapp verpasste – 2012/13 schoss der SC Vier- und Marschlande 110 Tore, 2009/10 kassierte der HSV III. nur acht Gegentore -, und der TSC Wellingsbüttel im Vergleich zur Vorsaison die Plätze 3 und 1. Union Tornesch verbesserte sich von Platz vier auf zwei. Bester Aufsteiger war der Walddörfer SV auf Platz vier, allerdings mit 13 Punkten Rücjstand auf den Dritten, punktgleich mit dem Niendorfer TSV, der seine Punktzahl zum Vorjahr fast verdoppelte. Der SC Wentorf erreichte einen guten sechsten Platz im Niemandsland der Tabelle. Ein wenig enttäuschend angesichts des Hinrundenkaders schnitt der ESV Einigkeit auf Platz sieben ab. Erstmals nicht unter den Top-6 der Liga zu finden: Der SC Eilbek, der den Platz für einen Nachrücker aus der Landesliga frei macht – es wäre der HEBC. Auch der dritte Aufsteiger der Saison hielt sicher die Klasse, der SC Pinneberg. Sollte St. Pauli den Aufstieg schaffen, wäre mit Grün-Weiß Eimsbüttel auch der vierte Ex-Landesligist gerettet. Bergedorf 85 II. muss dagegen als Schlusslicht ebenso in die Landesliga wie der Vorletzte ETV, der dann aber zumindest zum Auswärtsspiel beim SC Victoria nur einmal über die Ampel gehen muss.

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