• Perfekter Spieltag – außer für HU II

    Autor:  • 22.10.2017 • Bramfelder SV, FC St. Pauli, Nachrichten, Regionalliga Nord, SV Henstedt-Ulzburg II., VfL Jesteburg, Walddörfer SV

    Derbys haben einen Nachteil: Es können nicht beide gewinnen. Oder in dem Falle alle Hamburger und Anrainer. Denn am Samstag traf der Walddörfer SV auf den SV Henstedt-Ulzburg II. und nahm Revanche für die 0:2-Niederlage im letzten Spiel der Aufstiegsrunde, durch die sie die Qualifikation für Liga drei ohne den Havelser Rückzug verpasst hätten. Unter den Voraussetzungen allerdings war das nicht weiter verwunderlich – bei den Henstedt-Ulzburgerinnen waren im Vergleich zu Juni gerade noch fünf Spielerinnen dabei, und ganz besonders fehlten natürlich die Fußball-Rentnerinnen Kathrin Grunwald und Sabine Grelck.

    Auf der Liste derer, die heute fehlten, standen auch Regionalliga-Routiniers wie Svenja Winter und Jana Wethje, sowie Torhüterin Berith Voigt, die nach der Roten Karte am letzten Wochenende gesperrt war und Ann-Cathrin Mitschke Platz machen musste. Walddörfer gelangte nach 73 Minuten durch Lisa Stein-Schomburg auf die Siegerstraße: Die Stürmerin, eigentlich nicht als Kopfballungeheuer bekannt, nickte einen Freistoß von Dana Marquardt zum 1:0 ein. Marquardt selbst sorgte mit dem 2:0 sechs Minuten später für die Entscheidung. Mit drei Siegen und zwei Remis aus sieben Spielen belegen die Volksdorferinnen nun Platz sechs, womit alle Hamburger Mannschaften in der oberen Tabellenhälfte zu finden sind.

    Das liegt auch am Bramfelder SV und am FC St. Pauli, die beide siegreich waren. Bramfeld führte dem TSV Limmer nach deren Heimpleite gegen Walddörfer die zweite Niederlage zu. Die Schwarz-Weißen gewannen zuhause mit 2:0 und rückten auf Rang fünf. Dadurch konnte sich St. Pauli mit einem Sieg beim ATS Buntentor bis auf zwei Zähler an die Spitze heranrobben, was angesichts von zwei ausstehenden Nachholspielen gegen Meppen II. und Burg Gretesch wieder die Option auf die Tabellenführung eröffnet. Aber sie mussten um den Auswärtssieg in Bremen durchaus bangen. Nina Kobelt brachte den ATS nach 14 Minuten in Führung. Im Gegenzug glich Ann-Sophie Greifenberg zum 1:1 aus (15.). Die Flügelspielerin schoss nach 31 Minuten auch den 1:2-Pausenstand. Nach 65 Minuten schien das Spiel entschieden: Linda Sellami knipste ihr fünftes Saisontor zum 1:3. Aber Buntentor kam nochmal. Nur zwei Minuten später stand es nur noch 2:3 durch Alva-Lina Veenhuis. Es war der letzte Treffer der Partie.

    Auch die Rüsselkäferinnen vom VfL Jesteburg konnten ihr Heimspiel gegen die TSG Burg Gretesch gewinnen. Allerdings: Wie! Den Anfang verpennten die Harburgerinnen komplett: Nach 11 Minuten traf der Osnabrücker Pfeil Fatou Sonko zum 0:1, und nur vier Minuten später erhöhte Marie Gosewinkel per Elfmeter für die Gäste zum 0:2 (15.). Verunsicherung nach drei aufeinanderfolgenden Ligapleiten? Jedenfalls beendeten die Gastgeberinnen ihr Nickerchen. Binnen 16 Minuten schossen Nele Heins (20.), Desirée Steinike (31.) und Linn Fischer (36.) einen 3:2-Vorsprung heraus. Der bis zum Elfmetertor von Lisa Drews genau drei Minuten lang hielt. Mit 3:3 ging es in die Pause. Da schien Trainerin Ina Heitmann die richtigen Worte gefunden zu haben. Gleich nach Wiederbeginn traf Nele Heins zum 4:3. In der Schlussphase besorgte die sechs Minuten vorher eingewechselte Janine Von-Der-Wroge den 5:3-Endstand zum ersten Sieg seit fünf Wochen (88.).

    Tabellenzweiter bleibt der SV Meppen II.. Der Aufsteiger besiegte Holstein Kiel überraschend klar mit 3:0. Das erste Tor besorgte Velislava Dimitrova nach 20 Minuten. Nina Kossen besorgte den 2:0-Pausenstand (33.). Knapp eine Stunde war gespielt, da entschied Dimitrova mit ihrem zweiten Tor die Partie endgültig. Noch zwei Tore mehr schoss Werder Bremen II. gegen Fortuna Celle. Schon nach vier Minuten machte Julia Heinschel den Anfang. Ein Doppelschlag von Michelle Entelmann (27.) und Giovanna Hoffmann (31.) machte früh alles klar. Heinschel (55.) und Hoffmann (70.) komplettierten mit ihren jeweils zweiten Treffern den 5:0-Endstand für den Tabellendritten, der wie Meppen II. und Noch-Tabellenführer Limmer 15 Punkte auf dem Konto hat. Zwei Punkte dahinter lauern die noch ungeschlagenen Sanktpaulianerinnen, drei Punkte hinter dem Toptrio der Bramfelder SV und nur einen weiteren Punkt hinter den Bramfelderinnen der WSV. Jesteburg verbesserte sich auf Rang neun, Henstedt-Ulzburg II. bleibt Vorletzter.

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