• Pauli schießt Holstein ab

    Autor:  • 05.09.2017 • Bramfelder SV, FC St. Pauli, Nachrichten, Regionalliga Nord, SV Henstedt-Ulzburg II., VfL Jesteburg, Walddörfer SV

    Beim Saisonauftakt auf dem Heiligengeistfeld hätte man meinen können, es wäre noch Dom. Jedenfalls ähnelten beide Tore Schießbuden; die der Kielerinnen allerdings deutlich häufiger. War es schon halbwegs verrückt, dass es nach torloser erster Viertelstunde zur Pause 4:2 stand, war das Endergebnis der reine Irrsinn: St. Pauli gewann gegen Holstein Kiel mit 10:3. Das erste Tor markierte Nina Philipp (15.). Auf den Ausgleich durch ein Eigentor von Francis Wernecke (22.) folgte direkt das 2:1 durch Ann-Sophie Greifenberg. Die Ex-Bramfelderin Dorit Evers glich mit einem Strich in den Winkel zwar wieder aus (36.), doch Greifenberg (43.) und Linda Sellami (45.) schlugen nochmal vor dem Gang in die Kabinen zu.

    Der gesamte Irrsinn offenbarte sich in Halbzeit zwei. Ein Doppelschlag von Sellami (52.) und Phillip (54.) zum 6:2 war die Vorentscheidung. Lisa Wippich, Holsteins Neuzugang vom Kieler MTV, verkürzte zwar nochmal (58.), aber Lis Pirotton, eigentlich Feldspielerin und Ersatz für die am Finger verletzte Victoria Bendt und Karina Köpke, bekam von Ilijana Kljajic (73.) – eine Minute vor deren Auswechslung -, Sellami (75.), Greifenberg (80.) und schließlich Carlotta Kuhnert (88.) die Bude voll geschossen. Einziger braun-weißer Wermutstropfen: Innenverteidigerin Julia Pastorek musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss zur zweiten Hälfte draußen bleiben.

    Für den SV Henstedt-Ulzburg II. dagegen lief es schlecht. Beim TSV Limmer hielten sie sich fast eine Stunde schadlos – und kassierten innerhalb von 13 Minuten fünf Gegentore. Den Anfang machte Laura Rau (58.). Julie Steckhan, Siegtorschützin im DFB-Pokal gegen Blau-Weiß Hohen Neuendorf, erhöhte auf 3:0 (60., 68.), bevor die Ex-Havelserin Yvonne Tünnermann (70.) und Pia Gellermann (71.) für das Endergebnis sorgten. Kommenden Sonntag muss der SVHU II. bei einem anderen Verlierer des ersten Spieltags antreten: Der VfL Jesteburg verlor das Derby beim Bramfelder SV mit 0:3. Nach 21 Minuten brachte Safia Hassam den Zweitligaabsteiger auf die Siegerstraße. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Michéle Scholz auf 2:0 (45.), ehe Hassam nach dem Neustart die endgültige Entscheidung herbei führte (47.).

    Den ersten Punkt in der Regionalliga Nord entführte der Walddörfer SV beim ATS Buntentor. Nach einer Ecke traf Karla Kedenburg für die Bremer Gastgeberinnen zum 1:0. Aber die Volksdorferinnen verdauten diesen Rückschlag und glichen eine Viertelstunde vor dem Ende durch Antonia Egge zum 1:1 aus. Dana Marquardt hatte sogar den Siegtreffer auf dem Fuß. Kein schlechter Start, auch wenn am kommenden Sonntag Vorjahresmeister Werder Bremen II. als klarer Favorit ins Stadion Allhorn kommt. Die Bremerinnen verloren das Duell der Reserveteams überraschend gegen Aufsteiger SV Meppen II. mit 1:3. Jana Segeler (39.) und Velislava Dimitrova (48., 70.) entschieden das Spiel für die Emsländerinnen, ehe Jente Kuper den Bremer Ehrentreffer erzielte. Für Werder II. war es erst die dritte Heimniederlage in mehr als zwei Jahren; die letzte stammte vom 2:5 am 24. April 2016. Der damalige Bezwinger, Fortuna Celle, trennte sich von der TSG Burg Gretesch 2:2. Nach torloser erster Halbzeit schoss Lisa Zimmermann das 1:0 (58.), aber Fatou Sonko egalisierte (64.). In der 89. Minute fiel der vermeintliche Siegtreffer der Cellerinnen durch Maike Dralle – wäre da nicht das 2:2 von Lena Gosewinkel in der Nachspielzeit gewesen.

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