• Oldesloe muss runter – Pokalfinale abgesagt

    Autor:  • 21.05.2015 • Landespokal, Nachrichten, Oberliga SH, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg, VfL Oldesloe

    Symbolbild, Saison 2013-14, Schleswig-Holstein-LigaAlles Rechnen ist Makulatur, wenn die Hauptvariable nicht den Sollwert erreicht. Nach der SG Rönnau/Daldorf und der SG Siems-Dänischburg ist auch der VfL Oldesloe abgestiegen. Der VfL unterlag in Siems mit 1:4. Haupt“schuldige“ dafür war ausgerechnet die einstige FFC-lerin Martha Thomaschewski, die zum 1:0 (11.), 3:1 (80.) und 4:1 (81.) traf. Katrin Gühlcke netzte zum zwischenzeitlichen 2:0 (66.), der Anschlusstreffer für Oldesloe, die komplett öffnen mussten, beruhte auf einem Eigentor von Sandra Reinke aus der 79. Minute. Damit wird das letzte Heimspiel am Pfingstmontag gegen den Kieler MTV zum Schau- und Auslaufen.

    Freuen konnte sich der TSV Russee, der durch eine 3:9-Pleite beim Eichholzer SV bei einem Oldesloer Sieg arg in Bedrängnis gekommen wäre. Die erste Hälfte beendete Eichholz mit einem 2:1-Vorsprung. Nachdem Alicia Sirotzki früh zur Führung getroffen hatte, glich Laura Bahr aus (11.), doch Sirin Guetari brachte die Lübeckerinnen nach 27 Minuten wieder in Front. Die zogen nach der Pause davon. Allein in den sechs Minuten nach Wiederanpfiff klingelte es vier Mal im Kieler Tor: Sirin Guetari (46.), Sarah Kautz (49.) und zwei Mal Sirotzki netzten ein (50., 51.). Das 7:1 durch Sirotzkis vierten Treffer bedeutete einen lupenreinen Hattrick binnen sechs Minuten! Julia Silkeit (60.) machte noch in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff das halbe Dutzend voll. Kautz legte das 9:1 nach. Durch einen Doppelschlag von Eve Saine (72., 86.) konnte Russee das Ergebnis zumindest noch abmildern.

    Das Kieler Derby entschied Rot-Schwarz gegen Holstein II. mit 1:0 für sich. Bente Hansen erzielte den Siegtreffer in der 87. Minute. Ein einziges Tor reichte dem Kieler MTV im Duell mit Fortuna Bösdorf. Kurz vor dem Pausenpfiff war Dorit Evers zur Stelle und erzielte das entscheidende Tor. Die SG Ratekau-Strand 08 gewann 4:1 gegen den TSV Klausdorf. Nach 14 Minuten stellte Josefin Jegorenko den 1:0-Halbzeitstand her. Ronja Pajonk erhöhte auf 2:0 (52.). Klausdorf kam durch Denise Grussendorf nach 76 Minuten zum Anschlusstreffer, aber Ratekau machte per Doppelpack von Anna-Lena Papenfuß (80., 83.) alles klar.

    Zum vorgezogenen Saisonabschluss verlor Ratekau – nur zu neunt angetreten – allerdings am Mittwochabend beim Meister SSC Hagen Ahrensburg mit 4:7 und kann an Pfingsten noch von den Kieler Clubs Rot-Schwarz und MTV auf Rang sechs durchgereicht werden. Pajonk schoss in der 15. Minute das 0:1 für die Ostholsteinerinnen, Anika Jack glich aus (22.), drei Minuten später brachte Lisa Stein-Schomburg den SSC in Führung. Zwei Tore von Hannah Trumpf (46., 61.) schienen die Ahrensburgerinnen beim 4:1 schon wie die sicheren Siegerinnen aussehen, doch binnen drei Minuten war das wieder dahin: Pajonk zum 4:2 (65.), Anna-Lena Vasel zum 4:3 (66.), Pajonk nochmal zum 4:4 (68.). Der SSC erinnerte sich jedoch daran, wie sie Meister geworden waren und gewann die Begegnung nach Toren von Trumpf (75.) und Stein-Schomburg (78., 81.) noch deutlich.

    In der Verbandsliga Süd hat der SV Henstedt-Ulzburg durch ein 3:0 gegen den TSV Zarpen (Tore: Mareike Eitner und Marisa Kolbe/2) die Tabellenführung erobert und kann am 31. Mai um 15 Uhr beim Ratzeburger SV den Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga perfekt machen.

    Die Erste des SVHU muss allerdings auf das Pokalfinale vorerst verzichten: Da die Männer von Holstein Kiel zwei Relegationsspiele um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielen müssen, fällt der 29. Mai als Pokalfinaltag aus. Der Ersatztermin 5. Juni wurde ebenfalls abgesagt, da die Polizei wegen des G7-Gipfels in Bayern Personal abstellt, das zur Absicherung des Hassduells der Männer zwischen Holstein Kiel und dem VfB Lübeck gebraucht werden würde. Weil der SHFV darauf besteht, das Frauenfinale als Vorprogramm der Herren abzuspulen, fällt das Endspiel zwischen TuRa Meldorf und dem SV Henstedt-Ulzburg vorerst aus. Der Finaltag soll in der neuen Saison oder in der Vorbereitungszeit auf die Spielzeit 2015/16 stattfinden. Für die Qualifikation zum DFB-Pokal spielt das zumindest bei den Frauen keine Rolle: Der SVHU ist als Zweitliga-Aufsteiger bereits qualifiziert, daher nähme TuRa Meldorf selbst bei einer Endspielpleite für den Landespokalsieger teil.

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