• Niendorf schießt sich aus dem Keller

    Autor:  • 23.10.2017 • Bergedorf 85, Grün-Weiß Eimsbüttel, Hamburg, Hamburger SV II., Harburger SC, Landesliga, Nachrichten, Niendorfer TSV

    Symbolbild, Saison 2016/17, LandesligaBergedorf 85 ist bezwungen. Am sechsten Spieltag unterlagen die Elstern beim erfolgsarm in die Saison gestarteten Absteiger Niendorfer TSV mit 2:3. Trotz Führung durch Shiva Fannipour aus der 2. Minute. Denn zur Pause drehte Niendorf die Partie nach Toren von Wiebke Lübbe (18.) und Carrie Gattke (33.) auf 2:1. Lübbe erhöhte in der 49. Minute auf 3:1 und sorgte für die Vorentscheidung, denn in Abwesenheit von Mena Ahmadi und Mirjam Reißer, die beim 3:1 gegen den SC Alstertal-Langenhorn alle drei Bergedorfer Tore erzielt hatte, gelang Luisa Grüber erst in der 88. Minute der Anschlusstreffer. Abgesehen vom ausgefallenen Duell zwischen SC Sternschanze und Komet Blankenese war dies noch das torärmste Spiel…

    Ein Treffer mehr fiel zwischen Union Tornesch II. und Grün-Weiß Eimsbüttel. Nach 21 Minuten schien das Ding durch: Irem Üstün traf zwei Mal (2., 9.), Alina Richter einmal (21.), jeweils nach Eckbällen. Katrin Jaentsch korrigierte das Ergebnis zur Pause etwas auf 1:3 (31.). So stand es bis zur 80. Minute. Dann schoss Marisa Sander das 2:3. Und nur zwei Minuten später gelang Kirstin Mangold der Treffer zum 3:3-Endstand. In der Vorwoche hatte sich Union Tornesch II. noch mit 6:2 beim TuS Berne durchsetzen können, wobei sie es da selbst waren, die nach 17 Minuten 3:0 und zur Halbzeit 6:0 führten. Kim Kramer hatte sich dreifach als Torschützin im Spielbericht verewigt, und auch die Ex-Oldesloerin Jatta Aalto hatte getroffen.

    Nicht spektakulär genug? Dann wäre da noch HSV II. gegen TuS Berne. Es ist nicht ganz klar, was da noch offen war, zumindest waren es die Abwehrreihen. Berne verpennte einmal mehr – dafür sind sie Spezialistinnen – den Spielstart. Schon stand es nach vier Minuten aus Sicht der Gäste 0:2, beide Male traf Stefanie Pätzmann (2., 4.). Aber das ist jetzt nichts, das die Osthamburgerinnen nicht kennen würden. Ein Lattentreffer von Carina Raup nach 13 Minuten war schon mal ein Warnschuss. Jana Riedel leitete die Wende nach 32 Minuten ein. Sieben Minuten später traf sie den Pfosten, Raup machte es dann besser mit dem 2:2 (39.). Und in der Nachspielzeit schlug Jasmin Kröger mit dem 2:3 zu. Doch Pfiffe scheinen etwas Lähmendes an sich zu haben, denn nach Wiederbeginn war wieder der HSV besser: Evelyn Holst traf die Latte, und nach vergebener Großchance glich Pätzmann mit ihrem dritten Tor aus (50.). Hinten heraus hatte der Gast das bessere Ende: Giulia Allegrino erzielte nach 73 Minuten das 3:4, und zehn Minuten später machte Raup mit dem 3:5 den Sack zu (83.). Der HSV verpasste damit den Sprung auf einen Aufstiegsplatz, nachdem sie eine Woche zuvor noch 4:1 bei Komet Blankenese gewonnen hatten, wo Komets Wiebke Korthals nach der Pause gegen ihren Jugendverein ausgegleichen und Pätzmann mit dem 2:1 ihr Team auf die Siegerstraße gebracht hatte.

    Und dann waren da noch die richtig torreichen Spiele… Tabellenführer TSC Wellingsbüttel II. gewann auswärts beim Harburger SC mit 12:0. Die vier Tore der ersten Halbzeit teilten sich Emma Frings (7., 17.) und Lene Petersen (28., 38.). Frings traf auch in Halbzeit zwei doppelt (49., 50.), dazu Anna-Sophie Zimmer (57., 68., 82.), Juliana Mainka (62.), nochmal Petersen (73.) und Liska Onken (85.). Dabei half, dass die Gastgeberinnen stark ersatzgeschwächt auflaufen mussten. Es war die zweite zweistellige Niederlage in Folge für den HSC nach dem 0:10 bei Grün-Weiß Eimsbüttel, bei dem Angelina Bathe vierfach und Irem Üstün dreifach zugeschlagen hatte. Welle dagegen eilt von Kantersieg zu Kantersieg. Letzte Woche hatten sie bereits Niendorf mit 6:1 geschlagen. Dabei verteilten sich die Treffer auf Emma Frings (2), Juliana Mainka, Lene Petersen, Rebecca Wisniewski und Saskia Holtfreter.

    Zwölf Tore fielen auch in Fuhlsbüttel, allerdings anders verteilt: Der Harburger TB gewann beim SC Alstertal-Langenhorn mit 11:1. Zur Pause stand es nur 0:2 nach zwei Treffern von Belma Becevic (7., 29.), die in Halbzeit zwei richtig Lust aufs Toreschießen hatte. Nadine Moelter verwandelte in der 51. Minute einen Strafstoß zum 0:3. Nach zwei weiteren Toren Becevics (56., 62.) war dann SCALA dran. Rieke Apel durfte den Ehrentreffer markieren (66.). In den letzten dreizehn Minuten wurde es richtig schlimm für die Gastgeberinnen. Marie Lesser (79.), Becevic (80., 84.), Malin Schmans (81.), Nadine Moelter (88.) und Nisanur Polat (90.+2) schenkten ihnen noch sechs Tore ein. Damit war Wiedergutmachung erreicht für das überraschende 0:1 vor einer Woche gegen den SC Sternschanze.

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