• Mit Mühe

    Autor:  • 20.02.2018 • Nachrichten, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg

    Symbolbild, Saison 2016/17, Schleswig-HolsteinAm Sonntagabend stand in Ahrensburg das erste Heimspiel 2018 auf dem Plan, ein Nachholspiel vom 10. Spieltag gegen Aufsteiger und Schlusslicht Heider SV. Dabei stand dem SSC in der zähen ersten Halbzeit von allem eines im Weg: Der SSC Hagen selbst. Nach verhaltenen zwanzig Minuten und einer durchaus guten Schussmöglichkeit für Heide erhöhten die Gastgeberinnen den Druck, aber das Spiel blieb an Höhepunkten arm. Die größte Annäherung brachte Pauline Leßmanns Kopfball nach einer Ecke in Minute 36. Und dann fiel doch das 1:0, per Elfmeter. Torhüterin Bianca Schultz war gegen Raquel Fernandes Neves zu spät dran gewesen. Anika Elschenbroich verwandelte sicher zum Pausenstand (41.).

    Zu Beginn des zweiten Durchgangs zahlte es sich aus, dass die Stormarnerinnen energischer aus der Kabine kamen. Heides Daniela Langhans stolperte einen Querpass von Marleen Stahmer, die von der Abwehr in den Sturm gerückt war, ins eigene Tor (53.), und nur drei Minuten später traf die eingewechselte Theresa Lienau nach Zuspiel von Dörthe Gollnest zum 3:0. Wegen der Dunkelheit trugen die dunkelblau gekleideten Hagenerinnen gegen die schwarz gekleideten Heiderinnen im trüben Flutlicht fortan Leibchen, was am Spielverlauf zunächst nichts Wesentliches änderte. Stahmer staubte einen abgewehrten Schuss Merle Horstmanns zum 4:0 ab (61.). Und nur 120 Sekunden später machte es Gollnest nach Schuss von Horstmann ebenso. Allerdings bewies der HSV Moral. Svea Dusör verkürzte nach Diagonalpass von Marie Ruhnke per Lupfer zum 5:1 (72.), und fünf Minuten später fiel sogar das 5:2 durch Anna Maria Lueders, die einen Freistoß ins lange Eck verlängerte. Da hatten die Ahrensburgerinnen das Spiel zu früh abgehakt. In der Schlussphase erhöhten sie wieder das Tempo, erspielten sich einige Möglichkeiten und kamen durch Stahmer zum 6:2-Endstand, als alle bis auf sie bei einem Steilpass wegen einer vermeintlichen Verletzung in der Ahrensburger Hälfte das Spielen einstellten. Am Ende verdient, aber mit viel Mühe kam der SSC zu seinem sechsten Saisonsieg.

    Ebenfalls sechs Siege hat der TSV Siems auf dem Tableau, weshalb die Lübeckerinnen aktuell Dritter einer schiefen Tabelle sind. Mit dem SV Frisia 03 Risum-Lindholm hatten sie keine Mühe. Schon nach einer halben Stunde hatten Mandy Scheer (9.) und Sophie Hagedorn (25./29. per Elfmeter) einen 3:0-Vorsprung herausgearbeitet. So ging es in Durchgang zwei auch weiter. Sarah Kähler (60.), Hagedorn (75.), Nicole Polensky (77.) und ein Eigentor von Nicole Ebsen (88.) stellten auf 7:0, ehe Lena Engel im Gegenzug der Risumer Ehrentreffer gelang. Nicht gespielt wurde dagegen in Schuby, das Spiel gegen den TSV Ratekau fiel aus. Die Ostholsteinerinnen haben weiterhin satte vier Spiele aufzuholen.

    Über