• Landeshallenmeisterschaften 2015 – Spiel 9 bis 12

    Autor:  • 04.08.2015 • Hallenfußball, Schleswig-Holstein, Spielbericht, SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg, VfL Oldesloe

    Jennifer Michel hat eine Torchance gegen Constanze Arnold

    Jennifer Michel hat eine Torchance gegen Constanze Arnold

    Ein Remis, eine Niederlage – viel schlechter hätte es für den SVHU nicht laufen können. Angesichts des Spielplans musste nicht nur ein Sieg gegen den Tabellenführer SSC Hagen Ahrensburg her, sondern mittlerweile auch Schützenhilfe, denn Ratekau konnte gegen Rot-Schwarz Kiel davonziehen. Und während Holstein Kiel pausierte, konnten der TSV Klausdorf und TuRa Meldorf zum Zweitligisten aufschließen.

    Zweikampf zwischen Alina Witt und Charlotte Kuziek

    Zweikampf zwischen Alina Witt und Charlotte Kuziek

    Spiel 9: SSG Rot-Schwarz Kiel – SG Ratekau-Strand 08 0:0
    Tore: keine

    Ein zweiter Sieg aus zwei Spielen, dann sah es gut aus für die SG Ratekau-Strand 08. Doch der Auftaktsieg gegen Henstedt-Ulzburg schien die Ostholsteinerinnen nicht zu beflügeln. Es war überragend wenig Struktur im Spiel beider Mannschaften, von denen die Rot-Schwarzen aus Kiel noch am ehesten mit „Zerstören und Kontern“ beschrieben waren. Vor allem Silvia Krüger hatte die bemitleidenswerte Aufgabe bekommen, als einzige Offensivkraft steil geschickt zu werden. So hatten auch die gar nicht so stark aufgestellten Ratekauerinnen ihre Probleme. Etwas wie „Fahrt“ nahm das Spiel erst in der Schlussphase auf. Stefanie Lumma schoss nach zehn Minuten links vorbei. Eigentlich war es ein klassisches 0:0 – null Tore, null Struktur, null Sehenswertes, null Chancen. Aber Kiel hatte den Ligadritten offenbar zermürbt, denn sie kamen am Ende doch zu Gelegenheiten. Die klarste hatte Krüger nach einem Fehlpass beim Einkick von Jana Hinkelmann. Krüger verzog knapp (11.). Und auch kurz danach hatte sie das Siegtor auf dem Fuß, nur Nicole Bredfeldt hatte etwas dagegen und parierte. Abschließend donnerte Bente Hansen einen Freistoß in die Mauer. Es blieb bei der Nullnummer, der zweiten für die Kielerinnen.

    Stefanie Lumma schießt aus guter Position ...

    Stefanie Lumma schießt aus guter Position …

    ... aber Karina Köpke muss nicht eingreifen, der Ball geht vorbei

    … aber Karina Köpke muss nicht eingreifen, der Ball geht vorbei

    Bente Hansen jagt einen Freistoß in die Mauer

    Bente Hansen jagt einen Freistoß in die Mauer

    Spiel 10: SSC Hagen Ahrensburg – SV Henstedt-Ulzburg 0:3
    Tore: 0:1 Schmitt (3.), 0:2 Michel (6.), 0:3 Schmitt (10.)

    Mehr Qualität versprach das letzte HFFN-Duell in der Gruppenrunde zwischen Hagen Ahrensburg und dem SVHU. Die Ausgangslage war klar: Ein Unentschieden half den Ahrensburgerinnen schon weiter, Henstedt-Ulzburg jedoch nur ein Sieg. Die gute Nachricht für den SSC Hagen war, dass Stammkeeperin Constanze Arnold nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus auch wieder zwischen die Pfosten konnte. Aber der SSC kam nicht in Schwung, und Henstedt-Ulzburg hatte offenbar den Schalter umgelegt. In der zweiten Minute scheiterte Alina Witt am Pfosten, den Nachschuss von Maria Marrocu lenkte Arnold am Gehäuse vorbei. Aber nur 60 Sekunden später klingelte es, als Michelle Einfeldt auf Marrocu spielte und die Elaine Schmitt bediente. Sie versuchten nachzulegen, doch als Bianca Weech auf Jennifer Michel spielte, wehrte Arnold ab. Es war durchaus etwas Hektik im Spiel, Weech sah wegen Meckerns die Gelbe Karte. Ein Konter sorgte für Ruhe. Dieses Mal spielte Kristin Engel auf Michel, die Arnold zum 0:2 tunnelte. Der SSC Hagen hatte kaum Möglichkeiten, Henstedt-Ulzburg trat einfach zu dominant auf. Nach zehn Minuten war die Messe gelesen: Witt spielte auf Schmitt, und die erhöhte auf 0:3, weil die bis dahin gut haltende Arnold unglücklich daneben griff. Der Sieg für HU war auch in der Höhe in Ordnung und ergab ein interessantes Tabellenbild: Henstedt-Ulzburg übernahm die Spitze vor Ratekau und dem SSC Hagen, allerdings hatte Ratekau noch den Vorteil, ein Spiel mehr auf dem Zettel zu haben. Ausgeschieden war noch keine Mannschaft, und so konnte es passieren, dass sowohl HU als auch Ahrensburg und Oldesloe im Halbfinale zuschauen mussten.

    Jennifer Michel hat wieder eine Chance gegen Constanze Arnold ...

    Jennifer Michel hat wieder eine Chance gegen Constanze Arnold …

    ... und der Torhüterin bleibt nur das Nachsehen

    … und der Torhüterin bleibt nur das Nachsehen

    Ohne Ball als Kontextstifter sähe die Aktion von Elaine Schmitt gegen Jana Holla reichlich seltsam aus

    Ohne Ball als Kontextstifter sähe die Aktion von Elaine Schmitt gegen Jana Holla reichlich seltsam aus

    Gruppe A
    Pl. Mannschaft Pkt. Tore Diff.
    1. SV Henstedt-Ulzburg 4 5:3 + 2
    2. SG Ratekau/Strand 08 4 1:0 + 1
    3. SSC Hagen Ahrensburg 4 2:3 – 1
    4. SSG Rot-Schwarz Kiel 2 0:0 0
    5. VfL Oldesloe 1 2:4 – 2

    Spiel 11: Eichholzer SV – TSV Klausdorf 2:1
    Tore: 0:1 Hein (5.), 1:1 Tober (11.), 2:1 Sirotzki (12.)

    Für den Eichholzer SV war die zweite Partie schon immens wichtig, denn mit dem TSV Klausdorf stand eine Mannschaft gegenüber, die mit dem zweiten Sieg einen Riesensprung Richtung Halbfinale machen konnte, während die zweite Niederlage für Eichholz praktisch das Aus bedeutete. Dementsprechend stark begannen die Lübeckerinnen auch, doch erst verpasste Alicia Sirotzki die Führung, dann scheiterte Sara Kautz an Kathrin Fehlau, und Sirin Guetari setzte den Nachschuss drüber. Doch es war nicht Fehlau, die hinter sich greifen musste, sondern Farina Manzow auf der anderen Seite. Melanie Hein erzielte nach fünf Minuten ihren dritten Turniertreffer und unterstrich die Ambitionen des Teams aus Schwentinental bei Kiel. Eichholz mühte sich, aber richtige Chancen gab es auf beiden Seiten nicht. Bis zur 11. Minute. Michelle Tober fasste sich ein Herz, der Schuss wurde noch abgefälscht, und Fehlau musste sich geschlagen geben – der von Lübecker Seite umjubelte Ausgleich. Das wäre immerhin schon mal ein Schritt gewesen. Aber die mussten aufpassen, denn Klausdorf hatte noch eine Möglichkeit durch Patrycja Pasieka, die das Tor knapp verfehlte. Es blieb beim 1:1. Die Zeit lief ab, aber Sekunden vor dem Ende leistete sich Jenny Sydow per verbotener Grätsche gegen Eichholz-Schlussfrau Manzow das vierte Mannschaftsfoul für Klausdorf. Das hieß: 10-Meter-Strafstoß auf der anderen Seite für den ESV! Der musste noch ausgeführt werden, trotz finaler Sirene. Sirotzki legte alles in den Schuss – und der passte oben rechts zum 2:1-Sieg für Eichholz! Verdient, aber abgezeichnet hatte sich diese Wendung nicht mehr.

    Patrycja Pasieka hat die Möglichkeit zum 1:2

    Patrycja Pasieka hat die Möglichkeit zum 1:2

    Alicia Sirotzki tritt zum Zehnmeter-Strafstoß an ...

    Alicia Sirotzki tritt zum Zehnmeter-Strafstoß an …

    ... und jagt die Kugel in letzter Sekunde zum Eichholzer Sieg in den Knick

    … und jagt die Kugel in letzter Sekunde zum Eichholzer Sieg in den Knick

    Spiel 12: SG EMTV/Fleckeby – TuRa Meldorf 0:1
    Tor: 0:1 von Drathen (3.)

    TuRa Meldorf hatte beim letzten Spiel von Holstein Kiel sehen können, wie schwer es war, gegen die SG EMTV/Fleckeby zu spielen. Einfacher würde es kaum werden. Ganz im Gegenteil: Wienke Jensen musste in der ersten Minute einen Freistoß von Sandra Daßler aus sechs Metern am Tor vorbei lenken. Fleckebys Führung hätte Meldorf mächtig unter Druck gesetzt, aber allein diese Chance schreckte die Dithmarscherinnen auf, die selbst das 1:0 zu erzielen suchten. Vanessa Voß scheiterte nach Pass von Lisa Ehlers an Bonnie Jensen, und auch Ehlers‘ Nachschuss entschärfte die Torhüterin. Etwas später war sie aber machtlos, Gesa von Drathen schoss TuRa in Führung (3.). von Drathen hatte auch das 2:0 auf dem Fuß, Jessen wehrte zur Ecke ab. Jedoch auch Fleckeby agierte nicht mutlos. Henrike Laabs verpasste den Ausgleich gegen Jensen. Meldorf fiel nach vorn wenig ein, und wenn doch, waren sie schlampig im Abschluss. In der 10. Minute vergab von Drathen gegen Jessen. Es blieb beim knappen Meldorfer Sieg.

    Sandra Daßler zielt mit dem Freistoß an der Mauer vorbei ...

    Sandra Daßler zielt mit dem Freistoß an der Mauer vorbei …

    ... aber Wienke Jensen kann abwehren

    … aber Wienke Jensen kann abwehren

    Gesa von Drathen trifft vor Bonnie Jessen die Latte

    Gesa von Drathen trifft vor Bonnie Jessen die Latte

    Gruppe B
    Pl. Mannschaft Pkt. Tore Diff.
    1. Holstein Kiel 6 3:0 + 3
    2. TuRa Meldorf 6 3:2 + 1
    3. TSV Klausdorf 3 4:3 + 1
    4. Eichholzer SV 3 2:3 – 1
    5. SG EMTV/Fleckeby 0 1:5 – 4

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