• Landeshallenmeisterschaften 2015 – Spiel 5 bis 8

    Autor:  • 04.08.2015 • Hallenfußball, Schleswig-Holstein, Spielbericht, SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg, VfL Oldesloe

    Oldesloes Jatta Aalto gegen zwei Ahrensburgerinnen

    Oldesloes Jatta Aalto gegen zwei Ahrensburgerinnen

    Im Auftaktspiel hatte sich der SV Henstedt-Ulzburg mit dem Stormarner Kreisvize VfL Oldesloe herzlich schwer getan und traf nun auf einen Mitfavoriten auf das Halbfinale, die SG Ratekau-Strand 08. Auch der SSC Hagen Ahrensburg sollte sein zweites Spiel gegen den Rivalen aus Oldesloe besser gewinnen, wollten sie in die K.O.-Runde. In Gruppe B stand TuRa Meldorf nach der Auftaktniederlage gegen Holstein Kiel schon etwas unter Druck, den Lokalmatador Eichholzer SV besiegen zu müssen. Für den Zweitligisten aus der Landeshauptstadt stand hingegen das leichteste Spiel gegen Kreisligist Fleckeby an.

    Kila Bein-Snee steht frei vor Charlotte Kuziek - Szene aus dem Stormarner Derby

    Kila Bein-Snee steht frei vor Charlotte Kuziek – Szene aus dem Stormarner Derby

    Spiel 5: SG Ratekau-Strand 08 – SV Henstedt-Ulzburg 1:0
    Tor: 1:0 Lumma (4.)

    Der Regionalligist hatte sich den Start mit den verpatzten ersten Minuten gegen Oldesloe selbst versaut, und nun folgte die erste erwartbar schwere Partie gegen den Tabellendritten und amtierenden Meister der Schleswig-Holstein-Liga. Den ersten Schuss gab Maria Marrocu ab, die das Außennetz traf (3.). Dann folgte der erste gefährliche Angriff Ratekaus. Besser gesagt: Die erste gefährliche Aktion, denn der „Angriff“ bestand aus einem regelwidrigen Rückpass von Kristin Engel auf Torfrau Julia Prosch. Ratekau bekam den Freistoß, Josefin Jegorenko legte für Stefanie Lumma auf, und die traf flach ins lange Eck zum 1:0. Das ging nicht gut los. Dem Drittligisten drohte der endgültige Fehlstart, aber sie erspielten sich kaum Chancen. Es wirkte zu verkrampft, sie waren schlecht im Raum aufgeteilt, und allzu oft regierte Eigensinn. Die beste Möglichkeit hatte Marrocu nach neun Minuten, als sie bei einem Abwurf von Prosch vor dem Strafraum stand und Nicole Bredfeldt nicht überwinden konnte. Bredfeldt vereitelte dann auch aus drei Metern den Abschluss von Engel nach einer Kombination über Weech und Marrocu. Eine letzte Gelegenheit? Gab es nicht. Die hatte Ronja Pajonk für Ratekau. Es blieb beim 0:1, und HU stand nach zwei Spielen schon vor dem vorzeitigen Aus. Wer hätte das erwartet?

    Bianca Weech zieht wuchtig ab ...

    Bianca Weech zieht wuchtig ab …

    ... aber Nicole Bredfeldt reißt die Hände hoch und hält

    … aber Nicole Bredfeldt reißt die Hände hoch und hält

    Stefanie Lumma erwischt den Freistoß gar nicht richtig ...

    Stefanie Lumma erwischt den Freistoß gar nicht richtig …

    ... aber Julia Prosch hat trotzdem das Nachsehen

    … aber Julia Prosch hat trotzdem das Nachsehen

    Spiel 6: VfL Oldesloe – SSC Hagen Ahrensburg 0:2
    Tore: 0:1 Holla (9.), 0:2 Niemann (11.)

    Das Stormarn-Derby bestritt der SSC Hagen mit einem nominellen Handicap: Für die im Krankenhaus befindliche Constanze Arnold ging Charlotte Kuziek zwischen die Pfosten, fehlte damit als Staubsauger vor dem Strafraum. Es war kein gutes Spiel, in dem der VfL Oldesloe seine starke Auftaktleistung bekräftigte. Sie waren das bessere Team und erarbeiteten sich ein Chancenplus. Doch was aufs Tor kam, wie etwa Schüsse von Jatta Aalto in der 5. und 6. Minute, fischte Kuziek weg und hielt das 0:0. Das war in dieser Gruppe eigentlich zu wenig, für beide Mannschaften. Doch so langsam berappelte sich gegen Ende der Partie der Tabellenführer der SH-Liga. Ahrensburg hatte die erste nennenswerte Szene durch Jana Holla nach sage und schreibe acht Minuten. Sechzig Sekunden später bediente Lisa Stein-Schomburg rechts Maie Stein, die wiederum Holla vor dem Tor fand – 0:1. Es war schmeichelhaft. Vollauf schmeichelhaft. Aber es spielte dem SSC in die Karten. Der VfL drängte auf den Ausgleich und kassierte doch den K.O. durch Kira Niemann: Stein zog aus der Distanz ab, setzte dem nach oben abgelenkten Ball nach und spitzelte ihn auf Niemann, die zum 0:2 vollendete. Erneut hatte sich der VfL Oldesloe ausgezeichnet verkauft, nur im Abschluss wollte es nicht klappen in einer Begegnung, die ebenso gut auch andersherum hätte ausgehen können.

    Kila Bein-Snee hat die Führungschance ...

    Kila Bein-Snee hat die Führungschance …

    ... aber Aushilfskeeperin Charlotte Kuziek wehrt ab

    … aber Aushilfskeeperin Charlotte Kuziek wehrt ab

    Jana Holla steht frei vor Inga Börmann ...

    Jana Holla steht frei vor Inga Börmann …

    ... und erzielt die Ahrensburger Führung

    … und erzielt die Ahrensburger Führung

    Gruppe A
    Pl. Mannschaft Pkt. Tore Diff.
    1. SSC Hagen Ahrensburg 4 2:0 + 2
    2. SG Ratekau/Strand 08 3 1:0 + 1
    3. SSG Rot-Schwarz Kiel 1 0:0 0
    4. SV Henstedt-Ulzburg 1 2:3 – 1
    5. VfL Oldesloe 1 2:4 – 2

    Spiel 7: Eichholzer SV – TuRa Meldorf 0:2
    Tore: 0:1 Blohm (3.), 0:2 Blohm (4.)

    Erster Auftritt für den Lokalmatador: Der Eichholzer SV aus dem Lübecker Osten griff acht Kilometer von seiner Heimatstätte erstmals ins Turnier ein. Der ESV war eine Überraschungsmannschaft der vierten Liga, traf nun aber gleich auf eines der beiden Dickschiffe der Gruppe. TuRa Meldorf wollte die Pleite gegen Holstein Kiel wettmachen. Damit begannen sie in der 3. Minute, als Lisa Ehlers Lisa Blohm freispielte und diese flach in die kurze Ecke zum 0:1 einschoss. Eine Minute später wurde Ehlers gefoult, und den fälligen Sechs-Meter-Strafstoß verwandelte Blohm humorlos zum 0:2. So hatte sich das Eichholz nicht vorgestellt, doch der ESV fand weiter kaum ins Spiel. Nach einem Ballverlust von Michelle Tober hatte Ehlers das dritte Tor auf dem Fuß und fand ihre Meisterin in Ann-Kristin Dellmth, der Keeperin. Erst nach sieben Minuten musste sich Meldorf Torhüterin Wienke Jensen ernsthaft bemühen und entschärfte Schüsse von Johanna Krapp und Yasemin Evci. Doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr, auch eine Auszeit des ESV nicht. TuRa feierte einen wichtigen Sieg, Eichholz zahlte Lehrgeld.

    Lisa Blohm tritt zum Sechsmeter an ...

    Lisa Blohm tritt zum Sechsmeter an …

    ... und überwindet Ann-Kristin Dellmth zum 0:2

    … und überwindet Ann-Kristin Dellmth zum 0:2

    Michelle Tober im Zweikampf mit Lisa Ehlers

    Michelle Tober im Zweikampf mit Lisa Ehlers

    Spiel 8: Holstein Kiel – SG EMTV/Fleckeby 1:0
    Tor: 1:0 Timmermann (5.)

    Das drohte nun auch dem Kleinsten, der SG EMTV/Fleckeby. Gegen Zweitligist Holstein Kiel würden sie nicht den Hauch einer Chance haben, das war von vornherein klar. Scheinbar. In der Tat war Holstein die spielbestimmende Mannschaft und hatte erste Möglichkeiten durch Janne Wensien, die zwei Mal verpasste. Fleckeby verteidigte engagiert, stand eng und ließ wenig Raum. Und dann stand noch Bonnie Jessen im Tor, die einen Schuss von Melissa Möller an den Pfosten lenkte. Doch einmal waren sie unachtsam. Da konnte Maike Timmermann aus der Drehung schießen und traf zum 1:0. Immerhin hatten sie 4 Minuten und 45 Sekunden gebraucht. Würde Fleckeby nun einbrechen? Mitnichten. Sie schlugen sich tapfer, lauerten auf Konter. Doch zu mehr als Ansätzen reichte es nicht. In der 10. Minute parierte Jessen gegen Maj Sandmann. Und dann war auch schon Schluss. Fleckeby verkaufte sich mehr als achtbar gegen Kielerinnen, die über weite Strecken des Spiels ratlos wirkten und mit einer Ausnahme einfach keinen Hebel fanden, um die vielbeinige Defensive in Verlegenheit zu bringen.

    Janne Wensien schießt aus spitzem Winkel ...

    Janne Wensien schießt aus spitzem Winkel …

    ... aber Fleckebys Torhüterin Bonnie Jessen pariert

    … aber Fleckebys Torhüterin Bonnie Jessen pariert

    Diana Wenderoth blockt Maike Timmermann

    Diana Wenderoth blockt Maike Timmermann

     
    Pl. Mannschaft Pkt. Tore Diff.
    1. Holstein Kiel 6 3:0 + 3
    2. TSV Klausdorf 3 3:1 + 2
    3. TuRa Meldorf 3 2:2 0
    4. Eichholzer SV 0 0:2 – 2
    5. SG EMTV/Fleckeby 0 1:4 – 3

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