• Landeshallenmeisterschaften 2015 – Spiel 13 bis 16

    Autor:  • 04.08.2015 • Hallenfußball, Schleswig-Holstein, Spielbericht, SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg, VfL Oldesloe

    Sina Schöning schießt am Tor von Constanze Arnold vorbei

    Sina Schöning schießt am Tor von Constanze Arnold vorbei

    Der SV Henstedt-Ulzburg hatte sich mit dem 3:0 gegen den SSC Hagen Ahrensburg eine gute Ausgangsposition geschaffen, aber Zittern war angesagt, denn wenn sich Ahrensburg im letzten Spiel gegen Ratekau durchsetzte, half möglicherweise auch ein Sieg gegen Rot-Schwarz Kiel nach der Pause nicht – je nach Höhe des Ergebnisses. Der SSC Hagen seinerseits musste unbedingt liefern, unbedingt gewinnen. Selbst der VfL Oldesloe konnte mit zwei Siegen gegen Rot-Schwarz Kiel und Ratekau noch ins Halbfinale einziehen. Der TSV Klausdorf musste unbedingt Holstein Kiel schlagen, um die Chance auf die Vorschlussrunde zu erhalten, während es für Eichholz nur darum gehen konnte, gegen Fleckeby keine Punkte liegenzulassen und beim Endspiel gegen Holstein die Tür offenzuhalten.

    Lisa Stein-Schomburg erwehrt sich einer Attacke von Gianna Nicoleit

    Lisa Stein-Schomburg erwehrt sich einer Attacke von Gianna Nicoleit

    Spiel 13: SSG Rot-Schwarz Kiel – VfL Oldesloe 0:0
    Tore: keine

    Für den VfL Oldesloe ging es um alles. Entsprechend versuchten sie auch, in Führung zu gehen. In der 2. Minute konterten sie, Kila Bein-Snee probierte es mit der Fußspitze, bekam das Leder aber nicht an Karina Köpke vorbei, die auch weiterhin ihren Kasten sauber hielt. Eine Minute später schlenzte Sabrina Riesel, aber wieder war Köpke zur Stelle. Hatte der VfL in der Anfangsphase Vorteile, kippte die Begegnung in der zweiten Spielhälfte. Nun waren es die Rot-Schwarzen aus Kiel, die die besseren Möglichkeiten hatten, etwa durch einen Flachschuss von Solveig Petersen. Jasmin Schönfeld war schnell genug unten, um das 1:0 zu verhindern. In der Schlussminute war andererseits Köpke gefordert. Jatta Aalto hatte die letzte Chance. Ihren Schuss wehrte Köpke ab und hielt das dritte Kieler 0:0 fest. Für Oldesloe jedoch hieß es: Kein Semifinale.

    Solveig Petersen schließt kraftvoll ab ...

    Solveig Petersen schließt kraftvoll ab …

    ... Jasmin Schönfeld besteht die Prüfung

    … Jasmin Schönfeld besteht die Prüfung

    Spiel 14: SG Ratekau-Strand 08 – SSC Hagen Ahrensburg 0:2
    Tore: 0:1 Stein-Schomburg (8.), 0:2 Horstmann (11.)

    Jetzt galt es für den SSC: Siegen und die Chance erhalten oder Rausfliegen. Die SG Ratekau-Strand 08 war kein leichter Gegner, konnte selbst einen großen Schritt in die Runde der letzten Vier machen. Genauer gesagt: Mit einem Sieg war Ratekau durch. Aber zunächst schienen die Ostholsteinerinnen das gar nicht zu realisieren. Per Konter hatte Ahrensburg die erste Chance: Maie Stein spielte rechts auf Jana Holla, die legte wieder quer auf Lisa Stein-Schomburg, die aber schoss am Tor vorbei. Zwei Minuten später verpasste Merle Horstmann nur knapp die Führung (5.). In der Folge leistete sich der SSC Hagen eine Schwächephase, eingeleitet durch einen Fehlpass von Charlotte Kuziek auf Stefanie Lumma, die direkt scharf abzog. Constanze Arnold im Stormarner Tor ließ sich nicht überwinden. Auch nicht bei einem Abschluss von Gianna Nicoleit. In der Defensive wurden die Aktionen zunehmend haariger. Nach einem Fehler von Stein-Schomburg war Sina Schöning alleine durch, und wieder bügelte Arnold aus, klärte zur Ecke (8.). Das Tor schien eine Frage der Zeit, und es fiel Sekunden später – aber auf der anderen Seite. Ratekau bekam die Kugel nicht aus der Gefahrenzone, und als Holla die Übersicht behielt, schob Stein-Schomburg deren Pass zur Ahrensburger Führung ein. Es war eine glückliche Fügung, nicht unbedingt verdient. Ratekau bemühte sich, das wettzumachen. Ronja Pajonk zwang Arnold per Freistoß zur Parade. Sie rückten weit auf – und kassierten in der 11. Minute den Knock-Out, als Stein solo über links marschierte und Horstmann bediente, für die das Verwerten aus zwei Metern Formsache war. Nun hieß es zittern: Gewannen HU und Ratekau ihre Spiele, war für die Ahrensburgerinnen Feierabend. Sie brauchten Hilfe, entweder von Rot-Schwarz Kiel oder vom VfL Oldesloe.

    Ronja Pajonk lenkt mit der Hacke aufs Tor ...

    Ronja Pajonk lenkt mit der Hacke aufs Tor …

    ... doch Constanze Arnold zuckt mit dem Fuß raus und verhindert das Gegentor

    … doch Constanze Arnold zuckt mit dem Fuß raus und verhindert das Gegentor

    Jana Holla legt vor dem Tor quer ...

    Jana Holla legt vor dem Tor quer …

    ... und im Rücken von Nicole Bredfeldt schießt Lisa Stein-Schomburg ein

    … und im Rücken von Nicole Bredfeldt schießt Lisa Stein-Schomburg ein

    Gruppe A
    Pl. Mannschaft Pkt. Tore Diff.
    1. SSC Hagen Ahrensburg 7 4:3 + 1
    2. SV Henstedt-Ulzburg 4 5:3 + 2
    3. SG Ratekau/Strand 08 4 2:2 0
    4. SSG Rot-Schwarz Kiel 3 0:0 0
    5. VfL Oldesloe 2 2:4 – 2

    Spiel 15: TSV Klausdorf – Holstein Kiel 0:3
    Tore: 0:1 Leugers (2.), 0:2 Wensien (4.), 0:3 Carone (6.)

    Der TSV Klausdorf war nicht zu beneiden: Die kommenden Gegner hießen Holstein Kiel und TuRa Meldorf. Nach der Last-Minute-Pleite gegen Eichholz standen sie durchaus unter Druck, punkten zu müssen. Das knappe Abschneiden des Zweitligisten gegen Fleckeby war geeignet, dem Kieler Anrainer aus dem Kreis Plön Mut zu machen. Doch es sollte anders kommen. In der zweiten Minute spielte Joy Strähle elegant Jana Leugers frei, und Holstein Kiel ging mit 0:1 in Führung. Zwei Minuten später erhöhte Janne Wensien nach Pass von Sarah Begunk auf 0:2. Klausdorf bekam kaum Zugriff auf den Gegner und kassierte in der sechsten Minute durch Samanta Carone das 0:3. Wenn Holstein so weitermachte, würde das ein halbes Dutzend werden. Doch soweit kam es noch. Klausdorf blieb chancenlos. Kiel spielte geradezu ökonomisch, begnügte sich mit dem Ergebnis und qualifizierte sich dank des klaren Torverhältnisses vorzeitig für das Halbfinale.

    Laura Starkgraff im Duell mit Janne Wensien

    Laura Starkgraff im Duell mit Janne Wensien

    Sarah Begunk bringt den Ball vor das Tor ...

    Sarah Begunk bringt den Ball vor das Tor …

    ... aber Emine Ibrahimi hat Schwierigkeiten, den Pass zu verarbeiten

    … aber Emine Ibrahimi hat Schwierigkeiten, den Pass zu verarbeiten

    Spiel 12: Eichholzer SV – SG EMTV/Fleckeby 2:0
    Tore: 1:0 Guetari (2.), 2:0 Sirotzki (4.)

    Die SG EMTV/Fleckeby ging in ihr letztes Spiel. Auch dieses würde nicht leicht werden, immerhin hatte sich der Eichholzer SV im zweiten Spiel gesteigert und peilte das Semifinale an. Dazu war ein Sieg gegen Kreisligist Fleckeby Pflicht. Das beherzigte der Lokalmatador auch, denn er ging in der zweiten Minute in Führung. Sirin Guetari zog ab, und der verdeckte Schuss war für Fleckebys Torhüterin Bonnie Jessen nicht zu halten. Eichholz legte nach: Alicia Sirotzki schoss knapp rechts vorbei, Jessen lenkte einen strammen Schuss von Sveah Römer über die Latte. Es dauerte nicht lange. Sirotzki versenkte in der vierten Minute den Ball flach rechts zum 2:0. Es sah so aus, als würde Fleckeby bei null Punkten bleiben, aber der ESV brauchte weitere Tore. So wurde das Spiel zunehmend hektischer und nickliger. Wegen Meckerns sah Fleckebys Diana Wenderoth den gelben Karton, kurz darauf Guetari für ein Foulspiel. Nach dem vierten Teamfoul bekam Eichholz seinen zweiten 10-Meter-Strafstoß im Turnier zugesprochen. Wie schon gegen Klausdorf trat Sirotzki an, doch Jessen hielt den Schuss. Ihre Teamkollegin Julia Karstens war die dritte Spielerin des Aufeinandertreffens, die verwarnt wurde. Diese Phase des Spiels war wirklich nicht schön anzusehen und hatte nur noch ein Highlight, als Jessen die Möglichkeiten von Römer und Johanna Krapp in der 11. Minute zunichte machte. Eichholz sprang somit auf Platz zwei, Fleckeby verabschiedete sich mit Applaus.

    Alicia Sirotzki zieht mit links ab ...

    Alicia Sirotzki zieht mit links ab …

    ... und Bonnie Jessen ist noch am Ball, kann das Gegentor aber nicht verhindern

    … und Bonnie Jessen ist noch am Ball, kann das Gegentor aber nicht verhindern

    Gruppe B
    Pl. Mannschaft Pkt. Tore Diff.
    1. Holstein Kiel 9 6:0 + 6
    2. Eichholzer SV 6 4:3 + 1
    3. TuRa Meldorf 6 3:2 + 1
    4. TSV Klausdorf 3 4:6 – 2
    5. SG EMTV/Fleckeby 0 1:7 – 6

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