• Kreative Pause

    Autor:  • 06.01.2016 • Editorial

    Fuxi, EditorialVier Jahre sind eine lange Zeit. Seit 4. Januar 2012 gibt es die Hamburger Frauenfußball-News, die als Projekt aus einer Übergangslösung meines privaten Blogs hervorgegangen sind. Fast eintausend Artikel sind seither erschienen – dieser trägt die Nummer 995. Manche sind einfache Meldungen, manche Zusammenfassungen von Spieltagen, und dann sind darunter noch 135 Spielberichte. Ich hatte mir eigentlich eine Menge vorgenommen für die Weihnachtspause, allem voran eine optische Erneuerung des Systems, dann eine wesentliche Vereinfachung des Livetickers, und ich habe sogar mit Videoberichterstattung experimentiert. Eigentlich sollte kurz vor Weihnachten ein Video-Spielbericht von der Partie Groß Flottbek gegen Friedrichsgabe erscheinen, weshalb auch die Wochenend-Berichte zurückgestellt wurden – weil es einfach verdammt viel Aufwand ist, 90+x Minuten Fußball auf rund 9 Minuten zu kürzen und zu kommentieren. Dass ich neben einem Radiogesicht auch noch eine Stummfilmstimme habe, hat dabei nicht geholfen.

    Ein Zwischenfall hat dann allerdings zu einer Erkenntnis geführt: Ich brauche eine Pause. Ich wurde über Weihnachten krank. Ich habe mir was aufgesackt. Also nicht so ein kleines Infektchen, das Frauen sich so einhandeln und das sie zwingt, neben ihren normalen Tätigkeiten mal kurz „Hatschi“ zu piepsen, sich das Näschen zu tupfen und weiterzumachen – nein, ich hatte die fiese Männerversion, die mich tagelang ans Bett gefesselt hat, dem Tode durch Verschleimung nah, mit Fieberwahn des auf irre 38,4 Grad erhitzten Körpers und einem Husten, der so sehr nach dem Gebell des Zerberus klang, dass einige Unternehmen ihren Wachschutz gekündigt haben, weil es kein Einbrecher wagen würde, bei dieser Geräuschkulisse auch nur ans Fenster zu klopfen…

    Kurz gesagt: Ich bin im Moment ziemlich fix und alle. Ich brauche diese Pause, um runterzufahren und aufzutanken. Und vielleicht diese neumodische Entspannungsmethode auszuprobieren, von der man so viel hört in letzter Zeit; sie heißt, glaube ich, „Schlafen“. Einerseits ärgert es mich, weil ich weiß, was ich verpassen werde. Ich hatte mir für letzten Sonntag das Hallenturnier in Ratzeburg vorgenommen, das der Kieler MTV gewonnen hat. Ich wollte über den Futsal-Cup berichten, über die Hallenlandesmeisterschaften des SHFV in Lübeck und am 7. Februar – so das Wetter will – über das Gastspiel des MSV Duisburg beim SV Henstedt-Ulzburg. Aber ich merke leider, dass ich das im Moment nicht leisten kann, denn es gibt einmal mehr private Belastungsfaktoren, die mir dringend benötigte Zeit rauben. Es ist nicht so, dass ich überhaupt keine Lust auf Fußball und Fotografie (oder gar das Filmen) hätte – die damit verbundene eigentliche Arbeit ist mir allerdings im Moment einfach zu viel.

    Ich muss mich gründlich erholen, meine Kräfte einteilen und so einsetzen, dass ich das Wichtigste nicht vernachlässige: Meinen Beruf, meine Familie und meine Gesundheit. So muss das Hobby HFFN hintenan stehen, so bedauerlich das auch ist. Ich hoffe aber, dass ich spätestens zum offiziellen Beginn des Regelspielbetriebs Anfang März wieder einsteigen kann, und dass ich vielleicht bis dahin etwas Zeit und Muße habe, einiges nachzuholen – zwei Spielberichte, ein Video, den Ticker und die Optik der Seite. All das treibt mich eigentlich um. Aber es ist auch leider viel zu viel, um es in meiner derzeitigen Situation binnen sechs Wochen Punktspielpause zu schaffen und zusätzlich auch noch die Hallensaison mitzunehmen. Ausdrücklich: Leider.

    Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein frohes neues Jahr!

    Herzlichst,
    Euer Fuxi

    Über