• Jesteburg muss nach Hameln

    Autor:  • 30.08.2017 • FC Oste/Oldendorf, Landespokal, Nachrichten, Niedersachsen, VfL Jesteburg

    Der VfL Jesteburg hat mühelos die zweite Runde des AOK-Frauenpokals erreicht. Der Regionalligist setzte sich beim Oberligisten FC Oste/Oldendorf mit 6:1 durch und sorgte schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Neele Heins (26.) und Fabienne Stejskal (33., 39.) schossen zur Pause einen 3:0-Vorsprung heraus. Der FC O/O verkürzte zwar durch Goalgetterin Fenna Elfers nach Wiederbeginn (48.), doch Neuzugang Janine Von-Der-Wroge schlug in der 59. Minute zurück. Annalena Otto erhöhte eine Viertelstunde vor Schluss auf 5:1, ehe Heins sieben Minuten später den Endstand herstellte (83.).

    Damit ist den Rüsselkäferinnen gelungen, was dem TSV Limmer Anfang des Monats ebenso misslang wie Fortuna Celle an diesem Wochenende. Der Regionalligist aus der „Feuerzauber“-Stadt (Kontext) unterlag dem PSV Grün-Weiß Hildesheim im Elfmeterschießen. Hildesheims Torjägerin Anne Arzbach schoss ihr Team nach neun Minuten in Führung, kurz vor der Pause glich Lisa Zimmermann aus. So blieb es nach 90, nach 120 Minuten. Während Sara Raulfs, Catarina Haberstroh, Sofia Reinicke und Joana König ihre Elfmeter für den PSV verwandeln konnten, schafften das beim nur zu zwölft angereisten Drittligisten nur Zimmermann und Melissa Verseck. Weiter ist dagegen die TSG Burg Gretesch nach einem Sieg beim Landesligisten TSV Abbehausen. Zur Pause stand es 1:1, nachdem Abbehausens Samantha Müller in der 35. Minute den Rückstand durch Lena Gosewinkel (18.) egalisiert hatte. Entscheidend wurde einmal mehr Lisa Drews, die nach 49 Minuten die TSG erneut in Führung schoss und nach 67 Minuten auf 3:1 für den Drittligisten erhöhte. Marie Gosewinkels 1:4 bedeutete den Endstand (73.).

    Unter den Favoriten aus den Oberligen gab es ein Spitzenspiel der Teilnehmer aus dem Osten. Der FFC Renshausen setzte sich im Duell des Vorjahresdritten gegen den Vorjahreszweiten Rot-Weiß Göttingen durch Treffer von Nele Hinz und Linda Schwerthelm mit 2:0 durch. Sparta Göttingen überstand die Runde ebenso kampflos wegen Nichtantreten des Gegners (VfB Fallersleben) wie der FC Pfeil Broistedt (bei der SG Gleichen/Groß Schneen). Der SV Hastenbeck behielt gegen Ligakonkurrent TSV Barmke mit 2:0 die Oberhand; anders als in der Liga beendete Barmke dieses Spiel zu elft. Dagegen ist Aufsteiger HSC Blau-Weiß Tündern ausgeschieden: Die Hamelnerinnen scheiterten bei Landesligist Hannover 96 mit 0:2. Für die Frauen des mit zwei Siegen und 19:0 Toren gestarteten Herren-Bundesligisten traf die Ex-Mellendorferin Danaila Navarro zum Endstand, die neben Aileen Osterwold und Neuzugang Anna-Lena Füllkrug (von Fortuna Celle) eine von drei oberklassig Erfahrenen in der Startelf der 96erinnen war. In Runde zwei steht auch der Staffelmeister MTV Barum, der das Derby bei Eintracht Lüneburg mit 6:1 gewann. Selina Schulz (11.), Julia Logemann (31.) und Celina Eder (39.) hatten schon ein 3:0 für Barum herausgeschossen, als Eintrachts Keeperin Friederike Ihle in der 44. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte sah. Trotzdem kam Lüneburg nach dem 0:4 von Schulz (55.) nach einer Stunde durch Lina Steinmeier zum Ehrentreffer. Amelie Küsel (79.) und erneut Logemann (84.) schraubten noch am Ergebnis.

    Im Westen gab es ebenfalls ein 6:1, und das war durchaus bemerkenswert, denn mit diesem Ergebnis schoss der Tabellenführer TuS Büppel den Tabellenzweiten BW Hollage ab. Geschlagen wurden die Wallenhorsterinnen, weil sie keine Gegentore verdauen konnten: Dem 1:0 von Mareike Kregel (2.) folgte vier Minuten später das zweite per Elfmeter von Caroline Barr. Die Pause schien Hollage gut zu tun, Lara Wenning sorgte nach 48 Minuten für den Anschluss. Dann kam Christina Müller: In der 63. Minute zum ersten, zwei Minuten später zum zweiten Mal. Und auch in der Schlussphase fielen wieder zwei Tore in kurzer Folge. Müller knipste ihr drittes (85.), dann legte Barr erneut per Elfmeter nach (89.). Und der Drops war gelutscht. Noch krasser machte es Heidekraut Andervenne gegen den SV Suddendorf-Samern. Es wurde zweistellig. Nach 45 Minuten waren die Gäste mit 0:3 durch Luisa Pelle, Birte Feld und Anne Egbers noch glimpflich bedient. Das änderte sich nach dem 1:3 von Kathrin Bookholt direkt nach Wiederbeginn. Der SVH drehte auf. Birte Feld (56., 77., 78.) und Ines Lampen (68., 72., 83.) wollten wohl beide den Tagessieg der meisten Tore, durch die erste Halbzeit ging diese Entscheidung an Feld, wobei die Leistung Lampens höher zu bewerten war: Sie wurde erst eine Minute vor ihrem ersten Tor eingewechselt… Bookholts zweitem Tor zum zwischenzeitlichen 2:9 folgte der Schlussakkord von Jule Krieger zum 10:2-Endstand.

    Eher knapp war es in Bad Bederkesa, aber der FC Geestland behielt trotzdem die Oberhand gegenüber dem SV Ahlerstedt/Ottendorf, der nach 23 Minuten durch Katharina Berg (10.) und Mareike Schröder schon 0:2 zurücklag und durch Annika Bartels nur noch den Anschlusstreffer schaffte (42.). Nach der Auftaktpleite in der Liga beim FC Oste/Oldendorf scheint Union Meppen doch auf dem Wege der Besserung. Bei der FSG Twist siegte der SVU mit 3:1. Alle Tore fielen in den ersten 16 Minuten. Per Doppelschlag von Finja Thiemontz war Union bereits nach fünf Minuten auf der Siegerstraße. Alina Schulte brachte Twist auf ein Tor heran, als gerade die 9. Minute lief, doch Jasmin Schleper sorgte dann für das letzte Tor dieses Spiels (16.). Einen klaren Erfolg feierte Aufsteiger Osnabrücker SC gegen den SV Friedrichsfehn. Um die Halbzeitpause herum machte der OSC schon alles klar. Milena Meyknecht traf davor (43.), Fiona Härle und Katharina Blackstein danach. Zudem konterte Sarah Hövel mit dem Tor zum 4:1-Endergebnis einen Elfmeter von Ester Pannwitz vier Minuten zuvor (69.), durch den für die Gäste aus Edewecht noch einmal kurzfristig, aber vergeblich Hoffnung aufkeimte.

    Die ausgefallene Partie aus dem Westen zwischen dem TSV Bemerode und dem BSC Acosta wird am 1. Oktober nachgeholt. An diesem Tag finden auch schon die ersten Spiele des Achtelfinals statt, zwei weitere am 3. Oktober: Union Meppen trifft dann auf Regionalligist Burg Gretesch, und der SVG Göttingen bekommt es mit dem Sieger der Nachholpartie zu tun. Der VfL Jesteburg hat ein machbares Los erwischt, spielt am 1. Oktober um 12:45 Uhr am Reuteranger in Hameln beim SV Hastenbeck. Der Kracher der Runde steigt in Barum: Der MTV ist der Gastgeber für den FFC Renshausen. Schwer wird es für Hannover 96, wenn es gegen den PSV Grün-Weiß Hildesheim geht. Der TuS Büppel reist zum FC Geestland. Sparta Göttingen hat Heimrecht gegen Pfeil Broistedt, Heidekraut Andervenne darf gegen den Osnabrücker SC ran.

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