• HTB putzt Altona 93

    Autor:  • 18.06.2017 • Altona 93, Hamburg, Landesliga, Nachrichten

    Symbolbild, Saison 2016/17, LandesligaOb der Sieg etwas wert war, muss sich noch zeigen – falls eine Mannschaft aus der Ober- oder Landesliga zurückzieht. Andernfalls war der 8:0-Kantersieg des Harburger TB über Altona 93 in der Relegation zur Landesliga völlig bedeutungslos.

    Altona war zunächst die aktivere Mannschaft, der Harburger TB die gefährlichere. Antonia Kofahl traf nach sechs Minuten die Latte. Fünf Minuten später machte es Isabel Garz nach einem Abwehrfehler besser und schoss Harburg in Führung. Die Vorentscheidung fiel schon in der 20. Minute. Belma Becevic schloss ein Solo zum 2:0 ab. Der HTB kam immer nach dem gleichen Schema zu Chancen. Zwei Mal verpasste Kofahl das dritte Tor, dann machte es Garz nach Vorarbeit von Becevic besser (38.). Altona knickte vollkommen ein. Kofahl erhöhte nach Steilpass von Melanie Moelter auf 4:0 (42.), und nur zwei Minuten später war es Garz, die Moelters Vorbereitung zum 5:0-Pausenstand nutzte. Das letzte Heimspiel des HTB gegen die FSV Harburg-Rönneburg sah ähnlich aus, da stand es zur Pause 8:0 und am Ende 10:0 – allerdings war die FSV da im Kopf schon im Urlaub.

    Im zweiten Spielabschnitt wurde es etwas ausgeglichener, weil  eim Harburger Turnerbund nach einer Stunde die Spannung nachließ. Da stand es schon 6:0, nachdem Altonas Keeperin Laura Greve einen Distanzschuss von Moelter hatte durchrutschen lassen. Zuvor hatte Jennifer Kühn auf der anderen Seite den Ehrentreffer vergeben. Mit Wechseln und Umstellungen verlor der HTB seine Geschlossenheit. Trotzdem schweißte Moelter in der 72. Minute das 7:0 unter die Latte. Drei Minuten später scheiterte Aleyna Cörek am Pfosten. Das 8:0 markierte erneut Becevic in Minute 86. Der AFC hatte in den letzten 20 Minuten einige Chancen zur Ergebniskosmetik, die Kühn und Christina Gough ausließen. So hat der HTB jetzt den Vorteil gegenüber dem HSV II. vor dem letzten Spiel der Saison in Norderstedt.

    Das Elfmeterschießen wurde kurios. Es war bedeutungslos, und vielleicht deshalb verwandeöten die ersten dreizehn Schützinnen – zwei Mal Melanie Moelter, zwei Mal Lena Prüß, je einmal Cörek, Nadine Moelter und Estelle Wappler für den HTB, sowie zwei Mal Gough, je einmal Laura Vieregge, Linda Apenburg, Laura Greve und Charlotte Lordz. Als Vieregge zum zweiten Mal antrat, verschoss sie. Aber: Das Elfmeterschießen ging weiter! Entweder hatten Schiedsrichterin Johanna Giard und Assistentin Cindy Düring nicht mitgezählt oder die Regeln nicht präsent. Nach einem erneuten Versuch von Cörek, die verschoss, entbrannte eine Diskussion über den Modus. Erst dann ließ sich Giard überzeugen und pfiff das 7:6 ab. Das ob des vorangegangenen Ergebnisses ohne Belang ist, denn der HSV II. und der HTB, die noch gegeneinander spielen, werden niemals Gleichstand erreichen können. So endete das letzte Saisonspiel von Altona 93 mit einer Demütigung und einer Posse.

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