• HSV in Runde 3

    Autor:  • 22.10.2017 • Hamburg, Hamburger SV, Landespokal, Nachrichten

    Oberligist HSV hat sich im Nachholspiel der zweiten Runde im Oddset-Pokal erwartungsgemäß souverän durchgesetzt. Bei Bezirksligist SV Friedrichsgabe gewann der Titelverteidiger mit 10:0. Das erste Tor fiel schon in der zweiten Minute, als Yuliana Lasso Peña auf Philine Diekhoff durchsteckte und diese die herausstürzende Keeperin Merle zu Hoene überwand. Danach gab es weitere Möglichkeiten durch Kathrin Thomsen, Lasso Peña (9.) und Diekhoff (14.). Als der Gastgeber gerade etwas mutiger wurde, fiel das 0:2. Selina Lenhard trieb den Ball über den linken Flügel, passte steil hinter die Abwehr, und Lasso Peña musste nur noch ins kurze Eck vollenden (19.). Keine 60 Sekunden später brachte eine ähnliche Szene das 0:3, als Katharina Köppe nach einem Ballgewinn Diekhoffs zweiten Treffer quasi als Kopie des vorherigen auflegte.

    Philine Diekhoff ist vor Merle zu Hoene am Ball ...

    Philine Diekhoff ist vor Merle zu Hoene am Ball …

    ... lupft ihn über die Torhüterin ...

    … lupft ihn über die Torhüterin …

    ... und bringt die Rothosen in Führung

    … und bringt die Rothosen in Führung

    Lasso Peña hatte gar das 0:5 auf dem Fuß, als sie wieder nur eine Minute später den Ball volley über die Latte drosch. Stattdessen machte Diekhoff ihr drittes Tor. Als der Ball durch den Sechzehner trudelte und der SVF ihn nicht weg bekam, schob sie freistehend ein (24.). Lasso Peña machte stattdessen das 0:5, eingeleitet von einem Steilpass Amely Jaekels, den die Kolumbianerin an zu Hoene vorbei schob. 28 Minuten waren da gespielt und die Sorgen des HSV, der mit ziemlich dem letzten Aufgebot aufgelaufen war, längst verflogen. Nachdem Witte auf der Gegenseite einen Schuss von Natascha Friedrich blockte, lenkte zu Hoene einen Flachschuss Jaekels aus halbrechter Position noch am Kasten vorbei, kurz darauf traf Thomsen ungestört den Pfosten (35.). Besser machte es Katharina Köppe, die ein langes Zuspiel von Lenhard nach einem Dribbling per Flachschuss ins lange Eck zum 0:6 abschloss (37.). Lasso Peña verfehlte ihr viertes Tor, als wieder einmal zu Hoene zugriff. Pech hatte auf der anderen Seite Friedrich: Von Janne Hennig hinter die Abwehr geschickt, klatschte ihr Schuss frei vor Keeperin Lela Naward an die Latte. Kein Ehrentreffer. Dann war es wieder zu Hoene, die eine abgefälschte Hereingabe von Köppe parierte, und in der 44. Minute entschärfte sie abermals einen Schuss von Jaekel. In dieser Phase ging es durchaus hin und her, und die letzte Möglichkeit hatte erneut Friedrich, die an Naward freistehend scheiterte.

    Natascha Friedrich ist frei vor Lela Naward durch ...

    Natascha Friedrich ist frei vor Lela Naward durch …

    ... Kristin Witte kann nicht mehr rechtzeitig eingreifen ...

    … Kristin Witte kann nicht mehr rechtzeitig eingreifen …

    ... Natascha Friedrich schießt über Lela Naward hinweg ...

    … Natascha Friedrich schießt über Lela Naward hinweg …

    ... aber der Ball klatscht nur auf die Latte ...

    … aber der Ball klatscht nur auf die Latte …

    ... und Natascha Friedrich ist am Verzweifeln

    … und Natascha Friedrich ist am Verzweifeln

    Die zweite Halbzeit wurde wesentlich zähflüssiger, dafür häuften sich vor allem zwischen Natascha Friedrich und Selina Lenhard die Nicklichkeiten. Ein Freistoß brachte Tor Nummer sieben: Lenhard drosch ihn aus 23 Metern links an der Mauer vorbei, zu Hoene reagiere überhaupt nicht, und vom Innenpfosten ging die Kugel über die Linie (50.). Ein Dreifachwechsel beim HSV erwirkte trotz Überlegenheit einen kleinen Bruch: Neben Henrike Diekhoff für Katharina Köppe und Evelyn Holst für Maya Steen kam auch Debütantin Lara Jona für Philine Diekhoff. Nach 64 Minuten war zu Hoene zum achten Mal überwunden, als Jaekel Lasso Peña bediente und diese zu ihren vierten Treffer vollendete (64.). Die Überlegenheit des höherklassigen Teams blieb bestehen, Friedrichsgabe fand keine Entlastung. Daraus folgte das 0:9 per Schlenzer von der Strafraumgrenze (70.) – erneut Lasso Peña, die die Hälfte der HSV-Tore knipste. Drei Mal verhinderte zu Hoene in der Folge gegen Jona, Pusch und Witte Schlimmeres. Erst in der 78. Minute war sie zum zehnten Mal bezwungen: Jona traf in ihrem ersten Pflichtspiel zum 0:10. Der HSV war damit zufrieden, auch wenn zu Hoene gegen Lasso Peña Tor Nummer elf verhinderte (79.) und sowohl Jaekel (84.) als auch Lukne Gräßler (86., 90.) teils knapp verzogen. Die letzte Szene gehörte dem Gastgeber SV Friedrichsgabe: Die eingewechselte Vanessa Haaks bediente Friedrich, die sich gegen Lenhard durchsetzte und nach einem Haken hoch abschloss, aber Naward war zur Stelle. Es blieb beim auch in der Höhe nicht unverdienten 0:10, obwohl Friedrichsgabe auch zumindest ein Tor verdient gehabt hätte.

    Selina Lenhard drischt den Ball an der Mauer vorbei ...

    Selina Lenhard drischt den Ball an der Mauer vorbei …

    ... Merle zu Hoene kann dem Freistoß nur hinterherschauen ...

    … Merle zu Hoene kann dem Freistoß nur hinterherschauen …

    ... und ist düpiert, weil der Ball vom Pfosten ins Tor springt

    … und ist düpiert, weil der Ball vom Pfosten ins Tor springt

    Aufstellungen
    SV Friedrichsgabe: Merle zu Hoene – Peggy Dietzsch, Johanna Pöpperl, Katja Friedrich, Lea Woitanowski – Kim Mackelsen (58. Vanessa Haaks), Antonia Wittern – Natascha Friedrich, Janina Cordes (74. Aleyna Yilmaz), Cathrin Link (67. Lara Hauser) – Janne Hennig
    Hamburger SV:
    Lela Naward – Selina Lenhard, Maya Steen (54. Evelyn Holst), Lukne Gräßler, Kristin Witte – Katharina Köppe (54. Henrike Diekhoff), Luna Pusch, Kathrin Thomsen, Amely Jaekel – Yuliana Lasso Peña, Philine Diekhoff (54. Lara Jona)
    Schiedsrichter: Horst Kiesewetter (Glashütter SV)
    Tore: 0:1 P. Diekhoff (2.), 0:2 Lasso Peña (19.), 0:3 P. Diekhoff (20.), 0:4 P. Diekhoff (24.), 0:5 Lasso Peña (28.), 0:6 Köppe (37.), 0:7 Lenhard (50.), 0:8 Lasso Peña (64.), 0:9 Lasso Peña (70.), 0:10 Jona (78.)
    Gelbe Karten: – / –
    Zuschauer: ca. 60

     

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