• Holstein ist wieder Hallenmeister

    Autor:  • 01.02.2015 • Hallenfußball, Nachrichten, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg, VfL Oldesloe

    SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg und VfL Oldesloe

    SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg und VfL Oldesloe

    Zweitligist Holstein Kiel hat zum dritten Mal in Folge die Hallenlandesmeisterschaft in Schleswig-Holstein gewonnen. Im Finale setzte sich der Favorit gegen TuRa Meldorf mit 4:0 durch. Das kleine Finale um Rang drei gewann der SV Henstedt-Ulzburg gegen den SSC Hagen Ahrensburg mit 2:1. Der VfL Oldesloe schied als Gesamt-Siebter nach der Vorrunde aus, leistete aber im letzten Spiel mit einem 1:1 gegen die SG Ratekau-Strand 08 Schützenhilfe für den SSC Hagen.

    Torschützenkönigin wurde Samanta Carone von Holstein Kiel mit vier Treffern, zwei davon erzielte sie im Finale – Pech für Oldesloes dreifache Knipserin Jessica Freelandt. Als beste Torhüterin wählten die Trainer der Clubs Bonnie Jessen von der SG EMTV/Fleckeby, die diese Auszeichnung kaum fassen konnte. Als beste Spielerin des Turniers wurde Sirin Guetari vom Eichholzer SV gewählt.

    Der SV Henstedt-Ulzburg tat sich in der Vorrunde merklich schwer. Nach einem mühsamen 2:2 gegen den VfL Oldesloe unterlagen sie der SG Ratekau-Strand 08 mit 0:1. Das Halbfinale war deutlich in Gefahr. Auftrieb gab das glatte 3:0 gegen den SSC Hagen Ahrensburg, aber Zittern war vor dem letzten Spiel gegen Rot-Schwarz Kiel trotzdem angesagt, denn bis dahin hatten die Kielerinnen alle Partien 0:0 gespielt. Mit einem 2:0 gelang doch noch aus eigener Kraft das Weiterkommen.

    Es reichte, weil der VfL Oldesloe auch Ratekau ärgerte. Der VfL verkaufte sich nicht unter Wert. Gerade gegen den SSC Hagen hätten sie anstelle einer 0:2-Niederlage einen Sieg einfahren können, und vielleicht wären es dann gegen Ratekau auch bei einem Sieg geblieben. Dann wäre anstelle des SSC Hagen sensationell der VfL ins Halbfinale eingezogen. So jedoch gab es nur drei Unentschieden.

    Für den SSC Hagen Ahrensburg wurde es eine Zitterpartie. Das 0:0 gegen Rot-Schwarz Kiel war vom Ergebnis her zuwenig, wurde aber überschattet von einer Verletzung der SSC-Keeperin Constanze Arnold. Sie bekam das Schienbein einer Kielerin ins Gesicht und musste im Krankenhaus an der blutenden Lippe behandelt werden. Im zweiten Spiel gegen Oldesloe stand daher Charlotte Kuziek im Tor und hielt den Kasten sauber. Nach dem 0:3 gegen Henstedt-Ulzburg sah es recht düster aus mit dem Semifinale, die Chance hielten sie zumindest mit dem 2:0 gegen Ratekau am Leben. Und weil Oldesloe einem Ratekauer Sieg im Weg stand, reichte es für die Runde der letzten Vier.

    Dort waren sie Holstein Kiel unterlegen. Die Kielerinnen marschierten fast mühelos durch die Vorrunde, nur gegen den Kreisligisten SG EMTV/Fleckeby wurde es ein knappes 1:0, wie gegen den Eichholzer SV auch, der nur durch ein Eigentor von Sirin Guetari verlor und einen Drei-Tore-Sieg zum Weiterkommen gebraucht hätte. Fleckebys Henrike Laabs erzielte volley beim 1:3 gegen den TSV Klausdorf das wohl schönste Tor des Tages, volley per artistischer Direktabnahme zum 1:1. Überhaupt: Halbfinal-Mitfavorit TSV Klausdorf enttäuschte, wurde mit drei Pleiten nur Neunter. Drei Siege dagegen fuhr TuRa Meldorf ein und qualifizierte sich für die Vorschlussrunde.

    Dort besiegten sie den SV Henstedt-Ulzburg nach Sechsmeterschießen. In der regulären Spielzeit gelangen beiden Teams keine Tore. Gesa von Drathen erzielte in der Verlängerung die Meldorfer Führung, aber kurz vor Schluss glich Jennifer Michel aus. Im Sechsmeterschießen fiel die Entscheidung durch einen Fehlschuss ausgerechnet von Michel. Meldorf setzte sich mit 9:8 durch. Im zweiten Semifinale wehrte sich der SSC Hagen lange gegen den übermächtig erscheinenden KSV Holstein. Am Ende unterlagen sie mit 0:2. Auch das Spiel um Platz 3 verloren sie mit schweren Beinen gegen den SV Henstedt-Ulzburg mit 1:2. Im Endspiel ließ Holstein Kiel TuRa Meldorf vor über 500 Zuschauern keine Chance.

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