• Highlights kurz vor Weihnachten

    Autor:  • 11.12.2014 • Altona 93, Bergedorf 85, Bramfelder SV, ESV Einigkeit Wilhelmsburg, FC St. Pauli, Hamburg, Hamburger SV, Hamburger SV II., Landespokal, Nachrichten, Niendorfer TSV, SC Eilbek, SV Osdorfer Born, TSC Wellingsbüttel, Union Tornesch

    Oddset-PokalAm kommenden Wochenende stehen die letzten Pflichtspiele des Jahres 2014 auf dem Plan. Acht sind es, genauer gesagt, im Achtelfinale des Oddset-Pokals. Der Knaller der Runde ist sicher am Sonntag das Aufeinandertreffen der Regionalligisten vom Bramfelder SV und Hamburger SV. Kaum weniger Spannung verspricht das Heimspiel des Verbandsliga-Tabellenführers TSC Wellingsbüttel gegen den Regionalliga-Zweiten Bergedorf 85. Am Samstag treffen bereits BU II. und Altona 93 aufeinander. Und ob der Auftritt des Niendorfer TSV beim HSV II. so einfach wird wie das Weiterkommen in der Vorrunde in Appen, bleibt ebenfalls abzuwarten. Eine kleine Vorschau auf die acht Spiele:

    Sa., 13.12.14, 11:00 Uhr, Sportanlage Langenfort
    HSV Barmbek-Uhlenhorst II. – Altona 93

    Für beide ist eine Standortbestimmung schwierig. BU II. musste gerade zwei Wochen in Folge wegen Absagen des Gegners aussetzen, in der Bezirksliga-Tabelle läuft hingegen alles wie geschmiert. Zwölf Spiele, 36 Punkte, Platz eins mit 69:3 Toren. Schon drei Mal wurde es in dieser Saison zweistellig: Beim 11:1 in der ersten Pokalrunde beim FTSV Altenwerder, beim abgebrochenen 10:0 gegen den SV Osdorfer Born und am 6. September beim 18:1 gegen den FC Elmshorn. Letzte Saison scheiterte BU im Achtelfinale am Niendorfer TSV, bisher jedoch läuft es. Runde zwei überstanden sie kampflos 3:0 gegen Union 03, in Runde drei allerdings brachte sie Amina Nadzakovic beim Kreisligisten Rahlstedter SC mühsam in die Runde der letzten Sechzehn. Das verlief bei Altona 93 etwas glatter. In Runde eins hatten sie ein Freilos, in Runde zwei setzten sie sich gegen Verbandsligist Germania Schnelsen mit 1:0 durch und hatten dann bei Este 06/70 mit 10:0 einen lockeren Aufgalopp. Aktuell jedoch stecken sie ein wenig in der Krise. Personell sind traditionell wenig Spielräume vorhanden, und auf dem Feld können sie den Wiederaufstieg abhaken – zuletzt gab es nur einen Punkt aus sechs Spielen, und beim 3:3 gegen Paloma gaben sie eine 3:1-Führung aus der Hand. Es gab also schon einen besseren Zeitpunkt für ein Aufeinandertreffen mit der Übermannschaft der Bezirksliga. Wie das ist, wissen sie noch aus dem letzten Jahr: Da scheiterten sie im Achtelfinale in der zweiten Runde am TuS Appen.
    Tendenz: BU II. ist Favorit aufs Weiterkommen.
    Schiedsrichter: Jörg Reinhart (SC Eilbek)

    Sa., 13.12.14, 11:00 Uhr, Stadion Allhorn
    Walddörfer SV – FC St. Pauli

    Sarah Schulz trifft in der Liga gegen den ETV zum 1:3

    Sarah Schulz trifft in der Liga gegen den ETV zum 1:3

    Ein leichter Gang wird es wohl für keines von beiden Teams. Der Walddörfer SV hat sich als Aufsteiger exzellent in der Landesliga akklimatisiert, ist als Tabellendritter zweitbester Neuling (hinter Staffelkonkurrent SC Wentorf) und lauert dort auf Patzer der Topteams, um ins Rennen um den Verbandsliga-Aufstieg eingreifen zu können. Offensiv sind sie stark, 41 Tore erzielten sie in 13 Spielen. Antonia Egge (17 Tore) und Dana Marquardt (10) haben in der Torschützenliste die routinierte Janine Thormählen in die Zange genommen. Und 16 Gegentore sind auch kein schlechter Wert. Zum Saisonauftakt putzten sie Altona 93 mit 5:0, was ihr Lieblingsergebnis zu sein scheint, denn auch Pokalgegner Bergedorf 85 II. aus der Verbandsliga sowie Ligarivale Grün-Weiß Eimsbüttel mussten mit diesem Ergebnis dran glauben. Die Form stimmt auch nach drei Siegen in Folge. Nur die beiden Topteams Wentorf und Pinneberg vermochten sie nicht zu besiegen, dafür aber in der vorherigen Runde den zweiten Verbandsligisten: Der ETV schied mit 0:2 im Stadion Allhorn aus.  Der Platz allerdings ist für keinen ein Vorteil – sowohl Walddörfer als auch St. Pauli kennen sich mit Kunstrasen aus. Die Braun-Weißen sind ebenfalls Dritter, allerdings eine Klasse höher. Das Offensivquartett zeichnet für satte 41 der 44 Saisontore in der Verbandsliga verantwortlich. Nina Philipp kommt auf 12 Tore, Ann-Sophie Greifenberg auf 11, Sarah Schulz auf 10 und Heidi Vest auf 8 Tore – vier Paulianerinnen unter den besten sieben Schützinnen der Liga. Und doch tun sie sich im Pokal mitunter schwer: Gegen Kreisligist TuRa Harksheide II. gab es ein 6:0, gegen Kreisligist Harburger SC ein 4:0. Kantersiege sind das nicht. In der Liga scheint es ihnen leichter zu fallen, da putzten sie den ETV mit 5:1, den SC Nienstedten mit 5:0, Germania Schnelsen mit 7:0 und den Niendorfer TSV gar mit 8:0 – und alles auswärts. Letzten Sonntag gab es ein 2:1 bei Union Tornesch. Ein Handicap ist das Auswärtsspiel für das Team von Kai Czarnowski also nicht.
    Tendenz: Hat der FC St. Pauli seine gefährliche Offensive komplett, erreichen sie das Viertelfinale.
    Schiedsrichter: Günter Singer mit Lennart Neber und Andreas Mantek (alle SC Condor)

    Sa., 13.12.14, 15:00 Uhr, Sportplatz Am Pfeilshof
    TSC Wellingsbüttel – FC Bergedorf 85

    Patrizia Wiebke mit einer Großchance gegen den SC Eilbek

    Patrizia Wiebke mit einer Großchance gegen den SC Eilbek

    Besser geht es fast kaum: Der überraschende Tabellenführer der Verbandsliga trifft auf den nicht ganz so überraschenden Zweiten der Regionalliga. Im Ernst: Wer hätte Welle an der Tabellenspitze erwartet? Wenn selbst ein Javier Navarro vom SC Eilbek verzweifelt feststellen muss, dass sein Team 45 Minuten lang keine einzige Torchance generieren kann, spricht das für zwei Dinge: Für die Stärke des Teams vom Pfeilshof und für den Euphorietunnel, in dem sie sich bewegen. Bislang gab es nicht eine einzige Niederlage, nur ein Remis im Derby gegen Duwo, dessen Trainer Mac Agyei-Mensah nicht weniger konsterniert Woche für Woche auf die Tabelle blickt. So geht es allen, die sich eine Hand an der Meisterschale ausgerechnet hatten – außer eben Welle. Mit Ausnahme des 10:0 zuletzt in Nienstedten oder dem 5:1 in Eimsbüttel sind die Ergebnisse alle nicht besonders hoch. Die Wellingsbütteler Waffe ist vor allem die Effizienz. Kein Gegner kann es sich leisten, kurz abzuschalten. Das rächt sich bitter. Vor allem, da die Abwehr selten etwas zulässt. Neun Gegentore nach 12 Spielen sind klarer Beweis dafür. 43 Tore sind ein Top-Wert, aber sie verteilen sich auf viele Spielerinnen. Die beste ist Britta Kummer mit neun Toren, dann kommen Patrizia Wiebke und Melanie Schmedes mit je fünf. So sind sie schwer auszurechnen. Selbst für Bergedorf 85, das lange die Tabelle der Regionalliga anführte und sich dann Patzer leistete, durch die sie hinter Henstedt-Ulzburg zurückfielen. Da war das 1:4 im direkten Duell mit dem SVHU, aber auch das 1:3 bei Kellerkind Werder Bremen II., und am letzten Spieltag des Jahres 2014 vor zwei Wochen kassierten sie eine 0:4-Klatsche beim Aufsteiger TSV Limmer, gegen den sie das Hinspiel 6:0 gewonnen hatten. Dieses 0:4 folgte auf einen 5:0-Sieg gegen den SV Ahlerstedt/Ottendorf – so unterschiedlich geht es in Bergedorf mitunter zu. Im Pokal wurden sie schon gefordert – vom Landesligisten SC Pinneberg, den sie mit 2:0 bezwangen, nachdem es in der zweiten Runde gegen den Kreisligisten FC Süderelbe noch zwanzig Tore mehr gegeben hatte. So viele Tore schoss Welle bisher nicht im Wettbewerb – gerade mal fünf in Egenbüttel, nachdem Sperber in Runde zwei nicht angetreten war. Das Schiedsrichtergespann übrigens ist dem Charakter und der Qualität der Begegnung definitiv angemessen – Chapeau an den Ansetzer!
    Tendenz: Kein leichtes Spiel, aber Bergedorf sollte sich durchsetzen können.
    Schiedsrichter: Knut Hagenow (TuS Berne) mit Frank „Bobby“ Schnehagen (SC Poppenbüttel) und Bernd Zerle (Lemsahler SV)

    So., 14.12.14, 12:00 Uhr, Paul-Hauenschild-Sportanlage
    Hamburger SV II. – Niendorfer TSV

    Friederike Schöttler gewinnt einen Zweikampf gegen Appens Lena Cebbar

    Friederike Schöttler gewinnt einen Zweikampf gegen Appens Lena Cebbar

    Für die Zweite des Regionalligisten läuft diese Saison wirklich gut. In der Liga überwintern sie im gesicherten Mittelfeld – und das nach der letzten Saison, die der Aufstieg des Bramfelder SV für sie rettete. In der letztlich obsoleten Relegationsrunde mit dem Walddörfer SV und TuS Appen wären sie wohl der krasseste Außenseiter gewesen. Umso besser für die erste Mannschaft, dass es nicht so kam, denn so konnte Ralf Schehr bei seiner Personalmisere immer wieder auf Kräfte aus der Zweiten bauen. Zeitweilig beutelte dies das Team von Kay-Ole Schönemann beträchtlich, so dass zwischenzeitlich wieder ein Absturz in die Abstiegszone drohte. Doch sie fingen sich wieder und punkteten in den wichtigen Spielen gegen SCALA (2:2), beim 1. Norderstedter FC (2:0) und sogar gegen Altona 93 (1:0). Im Pokal dagegen hatten sie in der dritten Runde sehr viel Mühe. Beim Wedeler TSV aus der Kreisliga verspielten sie eine 2:0-Führung und erreichten nur durch ein Last-Minute-Tor von Lena Paschke die Verlängerung, in der wiederum kurz vor Toreschluss Daniela Marth den entscheidenden Treffer zum 4:3 markierte. Der Niendorfer TSV war da wesentlich souveräner, auch wenn beide Spiele gegen Bezirksligist HEBC und Landesligist TuS Appen durchaus holprig waren. Gegen den HEBC lagen sie nach fünf Minuten 0:1 zurück und drehten die Partie durch Doppelpacks von Youngster Friederike Schöttler und Altmeisterin Sabine Grelck. In Appen siegten sie zwar glatt mit 3:0 durch Tore von Schöttler und einen Doppelpack von Sarah Büscher, zeigten da aber auch Luft nach oben. In der Liga halten sie sich, wie letzte Saison, im unteren Mittelfeld. Trotzten sie zuletzt dem SC Eilbek ein 1:1 ab und schlugen am Tag der Deutschen Einheit Union Tornesch mit 3:1, so gab es auch deftige Pleiten, wie ein 1:6 gegen Duwo 08, 0:5 bei Einigkeit oder 0:8 gegen St. Pauli. Nur gegen die Kleinen der Liga – mit Ausnahme von Nienstedten – hielten sie sich schadlos. Der NTSV ist eine kleine Wundertüte.
    Tendenz: Trotz Aufwärtstrend der Regionalliga-Reserve sollte Niendorf auch diese Hürde überspringen.
    Schiedsrichter: Ulf Bohlmann (Norderstedter SV)

    So., 14.12.14, 13:00 Uhr, Sportanlage Kroonhorst
    SV Osdorfer Born – SC Eilbek

    Eilbeks Trainer Javier Navarro steht ständig unter Strom

    Eilbeks Trainer Javier Navarro steht ständig unter Strom

    Die vergangenen Spielzeiten waren für den SVOB äußerst bitter: Nach dem Aufstieg in die Landesliga 2011 folgte das Experiment, als Tabellenachter in die Verbandsliga aufzusteigen. Von dort wurden sie wieder durchgereicht, zwei Spielzeiten in Folge als Letzter. In zwei Jahren gab es ganze vier Siege, dreizehn Punkte und ein Torverhältnis von 41:254, allein in der Verbandsliga kassierten sie in einer Spielzeit 170 Gegentore. Die aktuelle Saison läuft nicht allzu schlecht, die Kreisliga wird wohl keine Gefahr darstellen, zum Wiederaufstieg wird es jedoch auch nicht reichen. Ein Platz im oberen Mittelfeld mit positivem Torverhältnis ist realistisch. Ins Achtelfinale führten den SVOB drei Kreisligisten: Sie besiegten den SC Condor 14:0, den SV St. Georg mit 6:0 und Grün-Weiß Eimsbüttel II. mit 4:1. Zuletzt gewannen sie in der Liga drei Mal und erzielten 20:3 Treffer – gegen den Tabellenzweiten HEBC allerdings verloren sie mit 0:3, eine misslungene Generalprobe für den Pokal. Auch für den SC Eilbek verläuft die Saison nach dem Verlust mehrerer Leistungsträgerinnen Richtung Ohlstedt im Sommer nicht wie gewohnt. Den Kampf um den Titel kann der Tabellenvierte bei 15 Punkten Rückstand auf Wellingsbüttel abhaken, selbst Platz zwei ist neun Punkte weit weg. Mit einer 1:2-Pleite beim ETV ging die Saison auch schon nicht gut los, so wenig wie die Rückrunde, wo es bei einem 1:1 blieb. Beim 0:2 in Wellingsbüttel 45 Minuten lang keine Torchance zu haben, kam einer Demütigung recht nah. Es ist eine schwierige Saison für den erfolgsverwöhnten Club von der Fichtestraße, der zuletzt 2006 schlechter als Platz vier abschnitt und 2011 den Aufstieg in die Regionalliga verpasste. Im Oddset-Pokal hatten sie in der ersten Runde ein Freilos, in der zweiten Runde kamen sie durch den Rückzug des Norderstedter SV kampflos weiter. Dafür hatten sie in Runde 3 ein „Heimspiel“ gegen die eigene Zweite, die Tabellenführer der Bezirksliga Ost ist, und gewannen 4:0. Das war allerdings auch der letzte Sieg, es folgte die Welle-Pleite und zwei dem Tabellenstand nach eher überflüssige Unentschieden.
    Tendenz: Es dürfte wohl die klarste Begegnung der Runde sein; es müsste viel schief gehen, dass der SC Eilbek als zwei Klassen höher angesiedeltes Team nicht weiterkäme.
    Schiedsrichter: Detlef Kowitz (FTSV Komet Blankenese)

    So., 14.12.14, 13:00 Uhr, Sportanlage Dratelnstraße
    ESV Einigkeit Wilhelmsburg – FC Union Tornesch

    Janina Broscheit - seinerzeit noch Haye - im Duell mit der damaligen Ohlstedterin Annabelle Aust

    Janina Broscheit – seinerzeit noch Haye – im Duell mit der damaligen Ohlstedterin Annabelle Aust

    Das zweite Highlight der Runde der letzten sechzehn Teams ist ein Verbandsligaduell und eine Partie mit Vorgeschichte. Beide Teams finden sich im Mittelfeld der Tabelle, drei Zähler voneinander entfernt. Diese drei Punkte fuhr Union Tornesch am 11. Spieltag beim 3:0-Sieg an der Dratelnstraße ein. Was Einigkeit da noch nicht wusste: Es kostete die Wilhelmsburgerinnen die erste Teilnahme am Hallenmasters im Januar, denn entgegen einer Mitteilung auf der Webseite des HFV hatte Union Tornesch doch für das Turnier gemeldet. Einigkeit hätte einen Sieg gebraucht, und womöglich hätte das noch eine veränderte Motivationslage geschaffen. So ist Union dabei und der ESV guckt zu. Nicht, dass Einigkeit Niederlagen gegen Tornesch nicht gewohnt wäre – in der Vorsaison gab es ein 1:3 und ein 0:6. Doch diese Spielzeit läuft für die Inselkickerinnen wesentlich besser. Fünfzehn Punkte haben sie auf dem Konto, nur fünf weniger als in der ganzen letzten Saison, die sie ebenfalls auf Platz sieben stehend beendeten. Die Ergebnisse können sich oftmals sehen lassen. So trotzten sie dem SC Eilbek ein 2:2 ab, gewannen bei St. Pauli sogar 3:1 und 5:0 gegen Niendorf. Allerdings klappte es zuletzt nicht so gut. Drei Mal in Folge gingen sie als Verlierer vom Feld, darunter auch ein 0:6 bei Duwo 08, aber auch ein achtbares 1:2 gegen Tabellenführer Welle. Der Cupwettbewerb macht keine Mühe: Nach kampflosem Weiterkommen gegen SCALA II. knackten sie den durchaus torhungrigen Bezirksligisten SC Victoria mit 6:0. Bei Union Tornesch spielt besonders die ehemalige Bundesligaspielerin Janina Broscheit eine große Rolle, auch nach ihrer Babypause. In sieben Spielen war sie dabei, fünf davon gewann Tornesch, und sowohl beim 3:0 gegen Einigkeit wie beim 8:0 in Schnelsen traf Broscheit. Auf der anderen Seite steht ohne sie nur ein Sieg bei vier Niederlagen verbucht. Defensiv gibt sie Sicherheit. Und dann war da noch das Tor zum 2:1 in der Verlängerung beim Heimspiel gegen Vorjahresfinalist Duwo 08 in der dritten Runde, das Tornesch auf die Siegerstraße zum 3:1-Endstand brachte. Letzte Woche gegen St. Pauli fehlte die 177-malige Erstligaspielerin allerdings – der FCU unterlag mit 1:2.
    Tendenz: Wer weiterkommt, ist völlig offen; die Statistik spricht jedoch für Tornesch.
    Schiedsrichter: Martin Prigge mit Rolf Pohland und Hakan Nazirli (alle SV Este 06/70)

    So., 14.12.14, 13:00 Uhr, Sportanlage Gropiusring
    Bramfelder SV – Hamburger SV

    Manja Rickert griff im Liga-Rückspiel in Bramfeld gar zum Fallrückzieher

    Manja Rickert griff im Liga-Rückspiel in Bramfeld gar zum Fallrückzieher

    Höher geht nicht. Zwei der drei höchstklassigen Mannschaften treffen im Achtelfinale aufeinander – schon wieder. Die letzte Auflage gab es vor zwei Wochen. Da quälte sich der Bramfelder SV in der Regionalliga zu einem 1:0 gegen den HSV, das auch anders hätte ausgehen können. Dabei spielt der Tabellenvierte eine exzellente Saison als Aufsteiger. Schon nach vier Spieltagen hatten sie mehr Punkte auf dem Konto als in der Auf- und Wiederabstiegssaison 2012/2013. Dank des ersten Rückrundensieges überwintern sie als heimstärkste Mannschaft der Liga, während sie auf fremdem Platz nur zwei Siege aus fünf Spielen holten. Doch das größte Handicap für den BSV ist eine Abweichung vom 4-3-3. Dominierten sie das Hinspiel beim HSV in diesem System mit der zuletzt fehlenden Maria Albrecht in der Spitze und gewannen 3:0, taten sie sich im 4-2-4 im Rückspiel vor allem im Spielaufbau schwer. Aber auch mit spielstarken Teams haben die Schwarz-Weißen ihre Schwierigkeiten. Die dürfte ihnen der HSV so allerdings nicht machen; ein Überrennen durch die Rothosen steht nicht zu erwarten. Dafür fehlt es ihnen an Substanz. Vor vierzehn Tagen musste gar Ersatzkeeperin Christina Pohl in die Sturmspitze, weil zu viele Ausfälle zu verzeichnen waren: Sara Akbulut, Hannah Diekhoff, Fjolla Gara, Michelle Kretzschmar, Henrike Zollfrank, Anika Michel, Victoria Schulz, Alina Ogundipe, Finja Witte, Marilén Bistricianu, Mathilda Weisser. Für einen kleinen Kader wie den der Rauten ist das katastrophal. Kaum ein Wunder, dass der Ex-Bundesligist mit zehn Punkten nach zwölf Partien gegen den Abstieg kämpft. Auf Spielerinnen der zweiten Mannschaft, die oft in die Bresche springen mussten, wie etwa Nele Grimme, Janine Minta oder Luisa Driver, muss Ralf Schehr verzichten, die werden im eigenen Team gebraucht. Stattdessen kamen mit Manja Rickert, Selina Lenhard, Lukne Bangardaviciute, Maya Steen und Julie Nachtigall Spielerinnen aus der B-Juniorinnen-Bundesliga zum Einsatz, die zum Teil schon seit der D- oder E-Jugend im Club sind. Diese kamen beim 9:0 bei SCALA in der dritten Runde zum Einsatz, Steen, Bangardaviciute und Rickert erzielten gar ein Tore. Zudem debütierte Lela Naward, die als Ersatzkeeperin anstelle der verletzten Saskia Schippmann einige Male im Kader war, gegen Bergedorf 85 im Feld. Die größte Gefahr für ein uninspiriertes Bramfelder Offensivspiel wäre, wenn Rickert, die vor zwei Wochen ein starkes Spiel machte und großen Anteil daran hatte, dass es trotz Misere nur 0:1 ausging, von Anfang an im Team wäre. Dann hätte der amtierende Titelverteidiger HSV eine Chance aufs Viertelfinale.
    Tendenz: Bramfeld ist klarer Favorit, weil der HSV die ganze Saison unter Personalnot leidet, kann sich eigentlich nur selbst schlagen.
    Schiedsrichter: Martin Rebert (HSV Barmbek-Uhlenhorst) mit Florian Henseke (SV Uhlenhorst-Adler) und Ian Botting (HSV Barmbek-Uhlenhorst)

    So., 14.12.14, 15:00 Uhr, Sportanlage Wentorf
    SC Wentorf – SC Sternschanze

    Der Vorjahres-Halbfinalist SC Wentorf ist drauf und dran, die Furore der letzten Saison zu wiederholen, als sie den Regionalligisten HSV bis in die Verlängerung zwangen, ehe sie sich geschlagen geben mussten. In der Liga schicken sie sich ohnehin an, den Durchmarsch in die Verbandsliga zu schaffen, angeführt von Janine Thormählen, die überraschend nur Zweite der Torschützenliste ist. Zudem mussten sie in den Spitzenspielen Federn lassen: Mit 0:3 kassierten sie im Topspiel beim SC Pinneberg eine deutliche Niederlage und verloren in der Woche darauf nach einem 0:0 gegen den Walddörfer SV sogar die Tabellenführung. Durch einen Ausrutscher des SCP holten sie sich eine Woche Später Platz eins wieder zurück. Doch derartige Punktverluste hatte es lange nicht gegeben. Vorher hatten sie seit dem 12. Mai 2013 beim Aufstiegsendspiel beim ETV (2:5) nicht mehr verloren. Seinerzeit reichte es, Thormählen immer eine Bewacherin auf die Füße zu stellen, und trotzdem erzielte sie beide Wentorfer Tore. Inzwischen dürfen auch andere ihre Treffsicherheit beweisen, wie zum Beispiel Naina Fiebranz oder auch Lysianne Poleska. Trotzdem patzten sie unlängst zum dritten Mal: Beim SC Sternschanze spielten sie in der Liga 3:3. Der kämpft in dieser Saison anhaltend gegen den Abstieg, hat nur zwei Punkte Vorsprung auf einen direkten Bezirksligaplatz und steht aktuell auf dem Relegationsrang. Der SCS gibt Rätsel auf. Da sind zu Saisonbeginn die knappen Ergebnisse gegen die Topteams wie den SC Pinneberg (1:2), Walddörfer SV (2:2) und Altona 93 (0:1), aber dann wiederum gehen sie in Appen 1:6 unter und verlieren das Kellerduell mit dem SC Alstertal-Langenhorn 1:2. Zumindest gelang zuletzt mit 6:1 ein Big Point gegen den USC Paloma und das Verlassen der Abstiegsplätze, sowie ein knappes 0:1 in Pinneberg. Zumindest im Pokalwettbewerb wird Wentorf ein anderes Kaliber als die Bezirksligisten FC Elmshorn und Altona 93 II., die sie in den Runden zuvor ausschalteten.
    Tendenz: Alles andere als ein klarer Sieg des SC Wentorf wäre eine Überraschung – trotz des Ligaergebnisses.
    Schiedsrichterin: Jessica Franke (SC Schwarzenbek)

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