• Entscheidungen im Überblick

    Autor:  • 23.05.2017 • 2. Bundesliga Nord, Bezirksliga Ost, Bramfelder SV, Duwo 08, FC Oste/Oldendorf, FC St. Pauli, Hamburg, Kreisliga 01, Kreisliga 02, Landesliga, Nachrichten, Niedersachsen, Oberliga SH, OL Niedersachsen Ost, OL Niedersachsen West, Regionalliga Nord, SC Vier- und Marschlande, Schleswig-Holstein, SV Henstedt-Ulzburg, VfL Jesteburg

    Das war’s. Die Saison ist vorbei – außer für fünf Mannschaften aus dem Einzugsbereich der Hamburger Frauenfußball-News. Diese fünf Mannschaften müssen noch in die Relegationsrunden: Der Walddörfer SV, SV Henstedt-Ulzburg II., Altona 93, und seit diesem Wochenende ist auch klar, dass es den HSV II. und den Harburger TB getroffen hat. Die letzten drei allerdings haben noch ein Problem: Erst in knapp drei Wochen geht es für sie weiter. Keine gute Vorbereitung auf die Entscheidung, wer nächste Saison wo spielt, vor allem dann, wenn alle anderen im Urlaub sind.

    Der SV Henstedt-Ulzburg hat in der 2. Bundesliga Nord seinen 9. Platz verteidigt, aber den Sprung auf Platz 8 verpasst. Das 4:0 beim Bramfelder SV, der sich mit drei Zählern aus der Liga verabschiedet, reichte nicht, um Blau-Weiß Hohen Neuendorf zu überholen: Die Berliner Anrainer holten den für sie nötigen Punkt beim 1:1 gegen den BV Cloppenburg. Allerdings war das 4:0 nötig, um nicht Zehnter zu werden, denn der Herforder SV gewann das Derby bei Arminia Bielefeld mit 4:3. Zweitligameister wurde Werder Bremen durch ein 2:1 gegen den VfL Wolfsburg II..

    Eine Liga tiefer, in der Regionalliga Nord, verabschiedete sich ebenfalls ein Hamburger Team, Duwo 08. Leider bezogen die Ohlstedterinnen beim Vorletzten eine 1:8-Klatsche. Für Franciska Struckmeyer und Mathilda Weisser war es das letzte Spiel für die Blauen, sie wechseln zum HSV (im Falle Weissers: zurück). Auch der VfL Jesteburg vergeigte, unterlag bei Holstein Kiel mit 0:3 und musste sich mit Rang sechs begnügen. Einzig der FC St. Pauli sicherte einen starken dritten Platz durch ein 5:0 gegen Aufsteiger Jahn Delmenhorst.

    Das Drama in der Landesliga zeichnete sich früh ab. Als der HSV II. gegen den Aufsteiger SC Egenbüttel schon nach zehn Minuten zurücklag, war schon fast klar, dass sie auf die Hilfe von Komet Blankenese oder Bergedorf 85 II. angewiesen sein würden. Spätestens zur Pause, beim Stand von 0:5, hing der direkte Klassenerhalt nur noch davon ab. Zu diesem Zeitpunkt war der SC Alstertal-Langenhorn gegen Komet gerade 1:0 in Führung gegangen, der TuS Berne hatte nach Führung den Ausgleich kassiert. Und während sich der HSV nach dem Ehrentreffer in der 47. Minute den 1:6-Endstand einschenken lassen musste, zog auch Berne just in dem Moment mit dem Führungstreffer zum 2:1 vorbei. Danach fielen keine Tore mehr bis zu den Schlusspfiffen, und so muss nun der HSV, der mit 24 Punkten nach dem 2:1-Sieg gegen Bergedorf 85 II. am 15. Spieltag schon sicher gerettet schien, nach der siebten Niederlage in Serie und mit nur zwei Siegen in der Rückrunde, den Gang in die Relegation antreten, die am 10./11. Juni ihren Anfang nimmt.

    Ein Gegner stand bereits fest: Altona 93. Aber wer würde der zweite werden? Das entschied sich in der Bezirksliga Ost. Um 11 Uhr, als der Harburger TB bei Barmbek-Uhlenhorst II. und der Bramfelder SV II. bei Uhlenhorst-Adler antreten mussten, war die Meisterfrage schon entschieden. Gegen den zu acht angetretenen TSV Reinbek führte der neue Staffelmeister TSC Wellingsbüttel II. bereits nach 45 Minuten mit 20:0, zur zweiten Halbzeit kam es gar nicht erst. Immerhin gilt der Dank trotz des Ergebnisses dem TSV Reinbek, der trotzdem antrat und darauf verzichtete, mit dem dritten Nichtantreten aus der Wertung genommen, nächste Saison zwangsweise Kreisliga zu spielen und nochmal die hinteren Plätze durcheinander zu wirbeln. In der Frage, wer Vizemeister und Relegationsteilnehmer werden würde, behielt dann der HTB die Oberhand und sicherte sich Rang zwei aus eigener Kraft mit einem 4:1-Sieg gegen BU II., der das 3:1 Bramfelds bei UH-Adler unerheblich machte.

    Sicher ist: Bramfeld II. kriegt mit dem 1. FFC Elbinsel einen neuen Staffelrivalen. Die Wilhelmsburgerinnen sicherten sich in der Kreisliga 02 mit einer 7:2-Punktlandung beim SV Altengamme exakt die nötige Anzahl Tore Differenz, die die brauchten, um durch die mehr geschossenen Tore den SC Vier- und Marschlande hinter sich zu lassen und als Vizemeister hinter der SG Dassendorf/SC Wentorf in die Bezirksliga aufzusteigen. Der Meister der Kreisliga 01, der SV Eidelstedt, dürfte der Bezirksliga West zugeordnet werden. Auch ohne den 8:0-Kantersieg gegen Altona 93 III. hätte es für den SVE zum Aufstieg gereicht, denn die Zweite des TuS Appen spielte in Rissen nur 0:0, wodurch der RSV noch Altona 93 III. hinter sich auf dem letzten Platz lassen konnte.

    Ohne Beteiligung aus dem Hamburger Raum, aber trotzdem interessant, ist das Drama in den Niedersachsenligen gewesen. In der Oberliga West tat die SG Anderlingen/Byhusen zwar alles, um die Klasse zu halten, besiegte den SV DJK Schlichthorst mit 4:0 und sorgte für den Abstieg der Gäste als Tabellenletzter, selbst aber müssen sie ebenfalls den Gang zurück in die Landesliga antreten, denn der SV Suddendorf-Samern putzte Union Meppen auswärts mit 8:1 und sicherte sich aus eigener Kraft den Klassenerhalt. Und der FC Oste/Oldendorf mit der erneuten Torschützenkönigin Fenna Elfers in ihren Reihen, gab dem SV Meppen II. vor dem Meisterschaftsendspiel am kommenden Samstag in Barsinghausen eine Denksportaufgabe, trotzte dem Staffelmeister und designierten Aufsteiger ein 1:1 ab. Die Abstiegsentscheidung in der Oberliga Ost verlief nicht minder dramatisch. Der HSC Hannover auf Platz 10 lag früh 0:2 zurück und verkürzte. Trotzdem waren sie nach 50 Minuten auf Kurs Klassenerhalt, denn der SVG Göttingen lag zurück. Nach dem Ausgleich des SVG beim FC Pfeil Broistedt in der 69. Minute fehlte dem HSC nur ein Tor, um die Göttingerinnen in die Landesliga zu schießen. Doch das Tor schoss der SV Hastenbeck zum 1:3 kurz vor Schluss, und da es in Lengede beim 1:1 blieb, sammelte der SVG den einen nötigen Punkt, um den HSC zu verdrängen und in die Landesliga zu verabschieden.
    Als Aufsteiger in die Oberligen Niedersachsen stehen die SG Geestland aus Bad Bederkesa (Landkreis Cuxhaven, Fußball-Bezirk Lüneburg), der Osnabrücker SC (Bezirk Weser-Ems) und der TSV Bemerode (Bezirk Hannover) bereits sicher, dem VfB Fallersleben (Bezirk Braunschweig) fehlt dazu noch ein Sieg.

    In Schleswig-Holstein hat es übrigens der SV Frisia 03 Risum-Lindholm als Meister der Verbandsliga Nord in die Oberliga geschafft. Im Süden feierte die SG Siems-Dänischburg schon vor langer Zeit mit 22 Siegen aus 22 Spielen die Rückkehr ins Oberhaus. Die Vizemeisterschaft sicherte sich der Ratzeburger SV, der nun gegen den Vizemeister Nord, namentlich den Heider SV, auf neutralem Platz ein Entscheidungsspiel austragen muss, falls der SV Henstedt-Ulzburg II. den Aufstieg in die Regionalliga Nord schaffen und ein zusätzlicher Platz in der Oberliga frei werden sollte.

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