• Entscheidungen für den Norden

    Autor:  • 30.05.2014 • 1. Bundesliga, 2. Bundesliga Nord, Nachrichten

    VerschiedenesEs läuft die Relegation für die Regionalliga Nord, am Sonntag startet die Landesliga-Relegation mit dem Bezirksliga-Duell Walddörfer SV gegen TuS Appen (1.6, 10 Uhr, Saseler Weg) – aber wie sieht es eigentlich in den Spielklassen aus, die nicht im Fokus stehen? Wer steigt auf, wer steigt ab, und was hat das alles mit dem Fußball in und um Hamburg zu tun? Ein kurzer Überblick.

    Die 1. Bundesliga liegt in den letzten Zügen. Noch zwei Spieltage sind zu absolvieren. Am vergangenen Wochenende trotzte der BV Cloppenburg dem Gastgeber Turbine Potsdam ein 2:2 ab und liegt nur noch einen Zähler hinter dem MSV Duisburg sowie zwei hinter Hoffenheim auf einem Abstiegsplatz. Die Chance ist klein für die Ex-HSVerinnen Imke Wübbenhorst, Nina Brüggemann, Aferdita Kameraj, Marie-Louise Bagehorn und Aylin Yaren, den Klassenerhalt einzutüten, aber er ist möglich. Am Sonntag geht es gegen den Champions League-Sieger VfL Wolfsburg mit Anna Blässe und Almuth Schult, eine Woche darauf nach Freiburg. Aber: Da die Finanzen auch beim MSV als Nachfolger des FCR Duisburg knapp sind, ist die Lizenz der Duisburgerinnen wie für die Männermannschaft abermals nicht sicher. Der VfL Sindelfingen ist mit 2 Punkten und 4:110 Toren bereits seit langer Zeit abgestiegen. Im Titelkampf haben noch alle drei Teams ihre Chancen. Turbine Potsdam hat nach dem Remis gegen den BVC als Dritter zwei Punkte Rückstand auf Tabellenführer 1. FFC Frankfurt. Einen Punkt jeweils dazwischen liegt der VfL Wolfsburg. Am Sonntag muss Turbine nach Frankfurt, am letzten Spieltag trifft Turbine auf den FC Bayern und Wolfsburg auf Frankfurt. Theoretisch könnte der 1. FFC Frankfurt mit Ana Maria Crnogorcevic, Jessica Wich und der weiterhin verletzten Kim Kulig am Sonntag um 15:50 Uhr schon Meister sein. Die Exil-Hamburgerinnen in Leverkusen, Marisa Ewers und Carolin Simon, haben als Sechste den Klassenerhalt sicher.

    Die 2. Bundesliga Nord ist sogar schon einen Schritt weiter. Am Sonntag steht der letzte Spieltag an. Erfreulich aus norddeutscher Sicht: Es gibt keinen Absteiger in die Regionalliga Nord und damit auch drei Aufsteiger aus den vierten Ligen in die Regionalliga. Werder Bremen mit Daniela Schacher auf Rang vier und der SV Meppen mit Heike Freese auf fünf sind punktgleich und könnten die FSV Gütersloh noch von Platz drei verdrängen. Der VfL Wolfsburg II. liegt zwei Zähler dahinter auf Platz sechs. Aufsteiger Viktoria Berlin mit der früheren Hamburger Keeperin Jennifer Werth muss bereits den Gang zurück in die dritte Liga antreten. Auf dem zweiten Abstiegsplatz steht seit letzter Woche der FF USV Jena II., auf dem Relegationsplatz der Magdeburger FFC nach einem 1:1 beim FFV Leipzig, bei dem Angelina Lübcke eingewechselt wurde.  Noch vier Mannschaften, vom Achten aus Leipzig, über Blau-Weiß Hohen Neuendorf und Magdeburg bis nach Jena sind vier Teams abstiegsgefährdet, gerade zwei Punkte liegen zwischen Platz acht und elf. Die besten Karten hat Magdeburg gegen Viktoria Berlin, Hohen Neuendorf empfängt Leipzig. Der Aufsteiger steht allerdings schon fest: Der Herforder SV wechselt mal wieder in die 1. Liga. Nur um den Titel streitet er sich, auf Platz zwei liegend, noch mit Turbine Potsdam II. Turbine empfängt Jena, Herford muss gegen Wolfsburg ran.

    Und in der Südstaffel der 2. Bundesliga ist schon alles klar: Der SC Sand mit Patricia Hanebeck und Co-Trainerin Claudia von Lanken steht als Aufsteiger fest, hat elf Punkte Vorsprung auf den 1. FC Köln mit Tugba Tekkal und Rachel Rinast. Das direkte Aufeinandertreffen mit dem Team von Ex-Nationalspielerin Inka Grings entschied Sand am letzten Wochenende mit 4:1 für sich. Abgestiegen sind der erste Frauenfußball-Meister von 1973, TuS Wörrstadt, mit zwei Punkten und der nach Insolvenz neu gegründete SC 13 Bad Neuenahr mit sechs Punkten. Der ETSV Würzburg muss in die Relegation.

    Fehlt noch ein kleiner Abstecher nach Niedersachsen. Am Samstag um 14 Uhr wird in Barsinghausen (bei Hannover / Wunstorf) der direkte Aufsteiger in die Regionalliga ermittelt. Der TSV Limmer aus Hannover, Meister der Niedersachsenliga Ost, trifft auf Heidekraut Andervenne (nahe Lingen) aus der Weststaffel. Andervenne reichte eine 0:2-Niederlage bei Union Meppen, um mit zwei Toren Vorsprung vor den Unionerinnen Meister der Niedersachsenliga West zu werden. Der TSV Limmer war da wesentlich souveräner, sieben Punkte waren es am Ende, die sie vom Vizemeister, der SG Jesteburg/Bendestorf, trennten, und das auch nur deshalb, weil Jes/Be das letzte Spiel gegen Limmer 2:1 gewann.

    Der Sieger des Aufstiegsspiels in Niedersachsen steigt direkt auf. Der Verlierer trifft am 15. Juni auf neutralem Platz auf den Zweiten der Aufstiegsrunde SH/HH/HB.

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