• Die Luft wird dünner

    Autor:  • 18.04.2014 • FFC Oldesloe, FFC Oldesloe II., Nachrichten, Oberliga SH, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg

    Symbolbild, Saison 2013-14, Schleswig-Holstein-LigaWas wäre der SSC Hagen Ahrensburg ohne Charlotte Kuziek? Im Fall des Auswärtsspiels beim Kieler MTV: Verlierer. In einer ausgesprochen mäßigen Partie reichte es für die Stormarnerinnen am Sonntag zu einem knappen 2:1-Erfolg. Dabei stellte besagte Spielmacherin bereits nach vier Minuten mit einem flachen Strahl in die linke Ecke die Weichen auf Sieg. Kuziek sorgte in der 32. Minute aus fünf Metern für einen beruhigenden Halbzeitvorsprung – „beruhigend“ im Sinne von: „Schlaftablette“. Auch den zweiten Durchgang kontrollierten sie das Spiel ohne die letzte Konsequenz im Angriffsspiel gegen tief stehende Kielerinnen, die auf nicht viel mehr als Schadensbegrenzung aus waren. Derart uninspiriert in der Offensiv, war das 1:2 für den einschläfernden Kieler Club durch Aila Hartmann nur die logische Folge, so dass es in der Schlussphase sogar noch mal richtig spannend wurde. Ahrensburg jedoch brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Für einen Tabellendritten mit vier Zählern Rückstand auf einen Platz in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga war das allerdings sehr mager.

    Zumindest blieb damit der Rückstand im Aufstiegsrundenrennen gleich. TuRa Meldorf setzte sich bei Olympia Neumünster mit 3:0 durch. Johanna Martens traf nach 17 Minuten zum 0:1. Nach der Halbzeit erzielten Vanessa Voss (59.) und Gesa von Drathen (90.) die weiteren Tore für den Noch-Tabellenführer.

    Viel ausgerechnet hatte sich der FFC Oldesloe ohne Gaitana Löwenstrom in Klausdorf ohnehin nicht. Doch letztlich lief es wie fast immer: Nach ordentlicher erster Halbzeit kam der Einbruch. Zur Pause stand es aus Stormarner Sicht 1:3, nach Toren von Mareike Kösjan (2.), Julia Oberst (3.) und Melanie Hein (45.) bei zwischenzeitlichem Verkürzen von Janine Gauer (38.). Nach dem Seitenwechsel ging es erst richtig los: Janine Kulow (46.), Kösjan (46.), wieder Kulow (48.) – binnen drei Minuten stand es 1:6. Dann war wieder Kösjan dran (55.). Das 2:7 schoss Wencke Schölermann per Strafstoß nach einer Stunde. Oberst (73.) und Kulow (75.) legten nach, Gauer traf zum 3:9 (80.), aber zweistellig wurde es fünf Minuten vor Schluss zum 10:3-Endstand für Klausdorf durch Tanja Schweitzer.

    Der Schaden im Abstiegskampf hielt sich für den FFC in Grenzen. Nur der Sieg von Rot-Schwarz Kiel in Neuenbrook/Rethwisch ließ den Rückstand um einen Zähler steigen. Kapitänin Annika Neser sorgte in der 83. Minute für den 1:0-Erfolg der Rot-Schwarzen. Neuer Letzter auf dem rettenden Platz ist Fortuna Bösdorf. Der Aufsteiger unterlag Holstein Kiel II. mit 1:3. Eve Saine und Madeline Gieseler trafen zur 2:0-Halbzeitführung. Julia Ennen brachte Bösdorf nochmal auf 1:2 heran (81.), aber die eingewechselte Lena Frydrych machte in der 89. Minute den Sack zu. Der Vorletzte SG Rönnau/Daldorf verlor gegen die SG Ratekau-Strand o8 mit 0:7. Gianna Nicoleit (3.) und Kristina Kucharski (24., 42.) schossen ein 0:3 zum Seitenwechsel heraus, danach netzten Ronja Pajonk (58., 70.) und Kucharski (62., 90.) im Wechsel doppelt.

    In der Torjägerliste ist Kristina Kucharski von der SG Ratekau-Strand 08 die Kanone mit 29 Toren praktisch nicht mehr zu nehmen. Mareike Kösjan vom TSV Klausdorf liegt mit 21 Toren deutlich dahinter auf Platz zwei. Dritte und damit beste Stormarnerin ist Lisa Stein-Schomburg vom SSC Hagen Ahrensburg.

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