• Die Hamburger sind raus

    Autor:  • 28.08.2017 • Bramfelder SV, DFB-Pokal, Hamburger SV, Nachrichten, SV Henstedt-Ulzburg

    Die beiden Hamburger Teams im DFB-Pokal sind in der ersten Runde gescheitert. Der HSV verlor beim 1. FC Neubrandenburg nach Verlängerung mit 1:2, nachdem es am Ende der zweiten Hälfte 0:0 gestanden hatte. Selina Lenhard traf in der 96. Minute per Distanzschuss zum 0:1. Drei Minuten später verursachten die Rothosen einen Strafstoß, den Rabea Weglowski zum 1:1 verwandelte. Das entscheidende Tor erzielte Lea Krüger in der 112. Minute. Ausgeschieden ist auch der Bramfelder SV, der eine ausgeglichene Partie gegen den SV Henstedt-Ulzburg durch späte Tore mit 0:2 verlor.

    Vor 198 Zuschauern war der BSV zunächst mit Kontern gefährlich. Erst nach einer Viertelstunde gab es für HU die erste Chance, kurz darauf traf Vera Homp aus der Distanz die Latte. Es war viel Hektik im Spiel, viele Fehler hüben wie drüben, und so gab es weiter Möglichkeiten für beide, wobei die Gäste nun mehr Gefahr ausstrahlten. Doch es bleib beim 0:0 zur Pause, auch weil die eingewechselte Christin Meyer – sie kam nach 36 Minuten für die verletzte Linda Ottlinger – nach 39 Minuten an Bramfelds Torhüterin Anna Hepfer scheiterte. Der zweite Durchgang verlief lange auf ähnliche Weise. Auffälligste Akteurin in der Bramfelder Offensive war Michéle Scholz, die in der 50. Minute die Führung verpasste. Auf der Gegenseite wurde Alina Witt von Catharina Schimpf im Strafraum gelegt, doch den fälligen Strafstoß verschoss Homp gegen Hepfer. Im Gegenzug hatte Henstedt-Ulzburgs Jennifer Michel Glück, dass sie, bereits verwarnt, für ein Foul an Schimpf mit einer letzten Ermahnung davon kam. Gegen Ende kam der SVHU wieder auf, machte Druck, und doch war es ein unglücklicher Missgriff von Hepfer, der das Spiel entschied: Busem Sekers Eckball flatterte scharf in den Strafraum, und weil Bramfelds Abwehrchefin Denise Stroda den Ball verpasste, reagierte Hepfer zu spät, konnte nicht zugreifen, und Witt staubte dankend zum 0:1 ab (85.). Witt war es auch, die in der 89. Minute mit einem Solo für den letztlich doch verdienten, aber aus eigener Schuld mühsam erarbeiteten Endstand sorgte.

    In der ersten Pokalrunde gab es einige Überraschungen und einige, die es beinahe geworden wären. Für die erste sorgte der Regionalligist Magdeburger FFC, der den Zweitligaaufsteiger Jahn Delmenhorst mit 4:1 putzte. Joy-Luan Spiller brachte die Gastgeberinnen nach 20 Minuten in Führung, vor der Pause sorgte Anna Mirbach für den Ausgleich. Nach dem Magdeburger 2:1 von Antonia Schulz in der 80. Minute musste der TV Jahn öffnen und wurde ausgekontert. Natalie Grenz (84.) und Manuela Knothe (88.) entschieden das Spiel für die Sachsen-Anhaltinerinnen. In Hannover wurde Julie Steckhan zur Heldin beim 2:1-Sieg des Regionalligaclubs TSV Limmer gegen den SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf aus der 2. Bundesliga Nord. Steckhan erzielte nach 20 Minuten das 1:0, Evelyn Nicinski glich kurz vor dem Pausenpfiff aus. Als alles auf eine Verlängerung hindeutete, schlug erneut Steckhan zu (89.) und brachte den im Landespokal bereits gescheiterten TSV Limmer in Runde zwei. Dagegen verpassten der ATS Buntentor und Jahn Calden eine Überraschung knapp. Gegen den FSV Gütersloh glichen Carolin Arndt und Ylenia Sachau für den ATS die jeweilige Gütersloher Führung durch Josephine Giard aus. Erst eine Viertelstunde vor Schluss brachte Isabelle Wolf den FSV auf die Siegerstraße, und Marie Pollmann legte noch zwei Tore nach. In Calden führte der Außenseiter durch ein Tor von Johanna Hildebrandt aus der 20. Minute lange mit 1:0. Nach 64 Minuten gelang Cindy König der Ausgleich. Dass Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen sich am Ende durchsetzte, verdankte er dem 2:1 von Nora Clausen (78.).

    Noch eine kleine Überraschung gab es in Babelsberg. Der FSV Babelsberg 74 aus der Landesliga Brandenburg setzte sich mit 2:0 gegen den thüringischen Verbandsligisten Weimarer FFC mit 2:0 durch. Raus ist dagegen Holstein Kiel. Der Pokalsieger Schleswig-Holsteins flog mit 0:5 gegen den SV Meppen raus. Fatal wirkten die Doppelschläge von Elisa Senß (19.) und Jalila Dalaf (22.) respektive Sarah Schulte (52.) und Dalaf (55.). Den Schlusspunkt setzte Katharina Prinz (72.). Das Ostwestfalenderby entschied Arminia Bielefeld beim Herforder SV mit 3:2 nach Verlängerung für sich. Die Arminia mit Tanja Thormählen verspielte eine 2:0-Pausenführung (Laura Lindmeier in der 18. und Sarah Grünheid in der 45. Minute), als Lisa Lösch (49.) und Celine Demirönal (74.) für Herford trafen. Die Entscheidung besorgte Grünheid in der 96. Minute. Ebenfalls eine Runde weiter ist der BV Cloppenburg, der sich beim BSC Marzahn in Berlin mit 3:1 durchsetzte. Alle Tore fielen in der ersten Halbzeit, Athanasia Moraitou brachte den BVC schon in der ersten Minute in Front. Zudem trafen Agnieszka Winczo und per Elfmeter Linda Bresonik, für die Berlinerinnen verkürzte Aleksandra Flegel in der Nachspielzeit.

    Das Nordost-Regionalligaduell zwischen Fortuna Dresden und Union Berlin ging nach torlosen 120 Minuten ins Elfmeterschießen. Dort setzte sich Zweitligaabsteiger Union mit 4:3 durch. Borussia Mönchengladbach, Auftaktgegner des SV Henstedt-Ulzburg in der zweiten Bundesliga am kommenden Sonntag (11 Uhr, Schäferkampsweg), setzte sich beim Südwest-Regionalligisten SC Siegelbach locker mit 9:0 durch. Anne Kufner, Kerstin Bogenschütz und Jule Dallmann trafen jeweils doppelt. Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln gewann beim FFC Wacker München durch einen Doppelpack von Joker Meike Meßmer mit 2:0. Das gleiche Ergebnis schaffte Schott Mainz beim SV Holzbach aus der Regionalliga Südwest. Ausgeschieden ist Zweitligaaufsteiger SG 99 Andernach durch ein 0:1 beim SV Alberweiler. Erwartbar dagegen war das Weiterkommen von Regionalligist 1. FC Riegelsberg gegen Niederrheinligist SV 1913 Walbeck, das Tor fiel aber erst in der 87. Minute. Keine Blöße gab sich der 1. FC Saarbrücken mit Ex-Profi Taifour Diane auf der Trainerbank. Im Duell der Zweitligisten gab es einen 4:0-Auswärtssieg beim FSV Hessen Wetzlar. Knapp weiter ist der VfL Sindelfingen, der bei Oberligist TSV Neckarau erst nach Verlängerung mit 1:0 gewinnen konnte. Der 1. FFC Niederkirchen musste beim Viertligisten Vorwärts Spoho Köln einen frühen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Sieg drehen. Oberligist Hegauer FV gewann dank eines Dreierpacks von Luisa Radice mit 4:2 gegen den Zweitligaabsteiger SV 67 Weinberg, und der TSV Crailsheim siegte beim VfL Bochum knapp mit 1:0.

    Die zweite Runde wird am Montag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund von Annike Krahn ausgelost. Dann sind auch die zehn Erstligisten dabei, die in Runde eins ein Freilos hatten. Vermutlich wird es wieder eine regionale Trennung in Nord- und Südtopf geben. Die vermutliche Zuordnung:
    Nord: 1. FFC Turbine Potsdam, FF USV Jena, MSV Duisburg, SV Werder Bremen, VfL Wolfsburg (alle Allianz-Bundesliga), Arminia Bielefeld, Borussia Mönchengladbach, BV Cloppenburg, FSV Gütersloh, SV Henstedt-Ulzburg, SV Meppen (alle 2. Bundesliga Nord), 1. FC Neubrandenburg, 1. FC Union Berlin, Magdeburger FFC, TSV Limmer (alle Regionalliga), FSV Babelsberg 74 (Landesliga)
    Süd: 1. FC Köln, 1. FFC Frankfurt, FC Bayern München, SC Freiburg, SC Sand, SGS Essen, TSG 1899 Hoffenheim (alle Allianz-Bundesliga), 1. FC Saarbrücken, 1. FFC Niederkirchen, TSV Schott Mainz, VfL Sindelfingen (alle 2. Bundesliga Süd), 1. FC Riegelsberg, SV Alberweiler, TSV Crailsheim (alle Regionalliga), Hegauer FV (Oberliga)

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