• Bramfeld scheitert bei Viertligist

    Autor:  • 12.10.2016 • Bergedorf 85, Bramfelder SV, DFB-Pokal, Nachrichten, SV Henstedt-Ulzburg

    DFB-PokalEs bleibt dabei: Der Bramfelder SV kann in der Saison 2016/17 nicht überzeugen. Hatten sie die erste Runde beim SSC Hagen Ahrensburg noch knapp mit 2:1 überstanden, war beim Westfalenligisten DJK Arminia Ibbenbüren, einem der einfachsten Gegner in Runde zwei, dann Schluss. Die Mannschaft von Marcia Monroe Merchant flog nach Elfmeterschießen raus. Şebnem Taşkan – die am Freitag ihren Mädchennamen Dairecioğlu gegen einen Ehering eintauschte – brachte Bramfeld nach einer Viertelstunde in Führung, aber Melissa Steffen war im Gegenzug doppelt erfolgreich (19., 24.). Dass es doch mit einem 2:2 in die Pause ging, dafür sorgte in der dritten Nachspielminute Maria Albrecht. In der 77. Minute wähnte sich Bramfeld durch das zweite Tor von Taşkan auf der Siegerstraße, aber in der dritten Minute der Nachspielzeit war es dieses Mal Daria Schmidt, die zum 3:3 ausglich und die torlose Verlängerung erzwang. Als einzige Schützin verschoss Denise Stroda, und mit 8:6 zog Ibbenbüren ins Achtelfinale ein.

    Erwartungsgemäß ausgeschieden ist dagegen der SV Henstedt-Ulzburg, der sich gegen Bundesligist MSV Duisburg mit 0:5 ordentlich verkaufte. Kurz nach dem 0:1 von Sofia Nati musste allerdings Sarah Stöckmann verletzt raus. Die folgende Umstellung, bei der Bianca Weech vom Tor ins Feld wechselte und Julia Prosch in den Kasten ging, konnte die vier Tore des zweiten Durchgangs nicht verhindern. Nach einer Stunde fiel durch Kathleen Radtke die Vorentscheidung. Lee Sima Falkon (77.), Virginia Kirchberger (80.) und Rahel Kiwic (86.) machten noch ein deutliches Endresultat daraus. Mit dem gleichen Ergebnis schied auch Regionalligist Bergedorf 85 gegen Bundesligist SGS Essen aus. Schon zur Pause führten die Gäste durch zwei Tore der zweifachen deutschen A-Nationalspielerin Sara Doorsoun-Khajeh mit 2:0 (18., 31.). Nach einer Stunde erhöhte Charline Hartmann auf 3:0, die eingewechselte Margarita Gidion (81.) und Jacqueline Klasen (89.) vervollständigten das 0:5 für den Erstligisten, der zwar mit der Ex-Bremerin Manjou Wilde, aber ohne Ex-Hamburgerin Nina Brüggemann, die in der Allianz-Bundesliga gesetzt ist, antrat.

    Apropos Werder: Der Absteiger aus der ersten Liga schaffte eine faustdicke Sensation und warf Bundesliga-Tabellenführer Turbine Potsdam raus. Dabei rettete Johanna Elsig die Turbinen in der 90. Minute noch in die Verlängerung, nachdem die Bremerinnen durch Reena Wichmann in Führung gegangen waren (19.). Im Elfmeterschießen hatte das Team um Marie-Louise Eta die besseren Nerven und gewann 6:5. Die brauchte der VfL Wolfsburg nicht. Der Titelverteidiger übersprang die Hürde 1. FFC Fortuna Dresden mit Leichtigkeit und einem 9:0. Drei der Tore erzielte Nationalspielerin Anja Mittag (5., 59., 79.), zwei weitere Elise Bussaglia per Elfmeter (39., 57.), dazu Tessa Wullaert (28.), Vanessa Bernauer (40.), Agata Tarczyńska (85.) und Ewa Pajor (90.). Bereits am 29. September hatte sich der BV Cloppenburg durch Tore von Agnieszka Winczo (60., 69.), Janine Angrick (74.) und Carole da Silva Costa (75.) mit 4:0 bei Union Meppen durchgesetzt.

    Die Vorherrschaft in Ostwestfalen ist endgültig zu Arminia Bielefeld übergegangen. Der Aufsteiger putzte den FSV Gütersloh mit 6:2. Der FSV führte nach 27 Minuten durch Magdalena Richter, aber die Armininnen schlugen zurück: Kamila Kmiecik glich per Elfmeter aus (39.), Annabel Jäger traf eine Minute später zur Führung, und in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs stellte Ex-HSVerin Tanja Thormählen den 3:1-Pausenstand her. Maxine Birker (54.) und nochmal Jäger (65.) machten das vorentscheidende 5:1 daraus, und nach dem zweiten Gütersloher Tor von Laura Hoffmann nach 80 Minuten setzte Laura Lindmeier für Bielefeld in der 85. Minute den Schlusspunkt. Knapper war das Ostduell: Blau-Weiß Hohen Neuendorf zwang Bundesligist USV Jena in die Verlängerung. Bis kurz vor Schluss führte Jena durch Lucie Voňková (20.), aber in der dritten Nachspielminute schoss Vanessa Göldner das 1:1. Erst in der Verlängerung machte die portugiesische Nationalspielerin Laura Luís mit zwei Toren für Jena alles klar (99., 122. per Elfmeter).

    Der SC Freiburg hatte beim Auswärtsspiel bei der SG 99 Andernach keine Probleme. Lina Magull schoss nach 22 Minuten das 1:0 für den Bundesligisten. Die Ahlerstedterin Lena Petermann erhöhte nach 38 Minuten auf 2:0, und nach Selina Wagners Tor in der 41. Minute besorgte Ex-HSVerin Carolin Simon in der 45. Minute den 4:0-Endstand, denn in Halbzeit zwei fielen keine Tore mehr. Mit Jobina Lahr wurde beim SC eine weitere frühere Hamburgerin eingewechselt. Simons Ex-Verein Bayer Leverkusen gewann beim 1. FC Saarbrücken ebenfalls mit 4:0. Francesca Weber (21.), Nina Ehegötz (42.), Ramona Petzelberger (76.) und Laura Widak (84.) schossen den Erstligisten souverän eine Runde weiter. Ähnlich lief es für die TSG Hoffenheim, die beim VfL Sindelfingen 4:0 durch die Tore von Kristin Demann (35.), Martina Moser (36.), Fabienne Dongus (50.) und Christine Schneider (68.) gewann. Im Achtelfinale steht auch Borussia Mönchengladbach, nachdem die Kanadierin Tiffany Cameron nach 68 Minuten das einzige Tor auswärts beim Magdeburger FFC erzielt hatte.

    Ein Elfmetertor von Nina Heisel nach 71 Minuten brachte den SV 67 Weinberg beim TSV Crailsheim weiter. Es war der 2:1-Siegtreffer. Juliane Klenk hatte Crailsheim nach sieben Minuten das 1:0 gebracht, Christina Schellenberg mit dem Pausenpfiff ausgeglichen. Der 1. FFC Frankfurt bekleckerte sich beim Auswärtsspiel beim Hegauer FV (Regionalliga) nicht mit Ruhm. Der Pokalsieger von 2014 gewann durch zwei Tore von Mandy Islacker (30., 79.) mit 2:0. Wesentlich klarer war der Sieg des Deutschen Meisters FC Bayern beim 1. FC Riegelsberg. Melanie Leupolz (14., 83.), Anna Gerhardt (18., 39.), Claire Falknor (29., 34.), Nicole Rolser (45., 60.), Leonie Maier (57., 65.), Vivianne Miedema (67.), Stefanie van der Gragt (73., 76., 85. per Elfmeter) und Melike Pekel (87.) schossen ein 15:0 heraus.

    Das Spiel zwischen dem TSV Schott Mainz und dem Pokalfinalisten SC Sand ist aus einem sehr traurigen Grund ausgefallen: In der Nacht zum Samstag wurde die Mainzer Abwehrspielerin Larissa Gördel (21) auf einer Landstraße bei Breubach (Hessen) in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt und, wie auch Fahrer und ein Insasse des auf ihrer Spur entgegenkommenden Fahrzeugs, tödlich verletzt. Das Spiel wurde daraufhin abgesagt.

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