• Begradigung

    Autor:  • 17.04.2017 • Bezirksliga Ost, Bezirksliga West, ESV Einigkeit Wilhelmsburg, Hamburg, Landesliga, Landespokal, Nachrichten, Oberliga, Schleswig-Holstein, TuS Appen

    Über Ostern ruhte der reguläre Spielbetrieb in und um Hamburg. Stattdessen standen Nachholspiele an, mithilfe derer endlich die Tabellen vor dem Saisonende begradigt wurden – oder: werden sollten, denn tatsächlich gab es zwei Spielausfälle… Je ein Spiel war in der Verbandsliga, Landesliga, sowie in den Bezirksligen West und Ost. Zwei weitere – allerdings ohne Stormarner und Segeberger Beteiligung – gab es in Schleswig-Holstein, wo auch der verbleibende Pokalfinalist ermittelt wurde.

    Eine Entscheidung ist es nicht; ob es eine Vorentscheidung ist, hängt allein an Walddörfer: Der TuS Appen hat sich am Ostermontag in der Verbandsliga vieler Abstiegssorgen entledigt. Gegen den ESV Einigkeit gab es einen 3:1-Sieg, durch den Appen auf Rang acht vorrückte und mit 20 Punkten nun elf Zähler Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz 11, nur fünf sind es zu Platz 10, falls kein Hamburger in die Regionalliga aufsteigen sollte.

    Eine Liga darunter wiederfuhr dem SC Sternschanze in der Landesliga ein Rückschlag im Aufstiegsrennen. Bei Duwo 08 II. verloren die Schanzenkickerinnen mit 0:3. Joanna Lang traf nach 34 Minuten zur Pausenführung, Imke Siebert erst direkt nach Wiederbeginn und dann auch in der 66. Minute. Duwo ist zwei Punkte hinter dem ETV Zweiter, Sternschanze bleibt Vierter mit zwei Punkten Rückstand und deutlich schlechterer Tordifferenz gegenüber dem zweiten aufstiegsberechtigten Team, dem SC Egenbüttel.

    In den Bezirksligen West und Ost gab es jeweils zwei Spielausfälle. Das Derby zwischen dem FC Elmshorn und dem Moorreger SV am Ostermontag fiel ebenso flach wie im Osten das des TSV Reinbek gegen den Walddörfer SV II. am Ostersamstag. Moorrege ist am Donnerstagabend wieder im Einsatz, dann um 19 Uhr beim SV Friedrichsgabe.

    Für den TSV Schönberg war es in der Schleswig-Holstein-Liga ein bitteres Osterwochenende. Am Samstag unterlagen sie Rot-Schwarz Kiel durch das 35. Saisontor von Anna-Marie Ihrens (49.) mit 0:1, wodurch sich Rot-Schwarz als Sechster auf vier Punkte vom SSC Hagen Ahrensburg löste und rechnerisch den Klassenerhalt sicherstellte. Am Ostermontag dann feierte der Kieler MTV einen Kantersieg gegen die Schönbergerinnen, bei denen Keeperin Lea Luebke schon in der fünften Minute wegen eines Torchance verhindernden Handspiels vor dem Strafraum die Rote Karte sah. Den Freistoß verwandelte Lisa Wippich zum 1:0 (7.). Kurz vor der Pause erhöhte Natalija Tokarewa auf 2:0. Nach dem Wiederanpfiff legte Cathrin Klopp nach (54.). Nach dem 4:0 von Wippich in der 68. Minute bekam Schönberg dann die Bude vollgeschossen: Tokarewa (75.) und Sabeth Koch (80.) machten das halbe Dutzend voll. MTV-Keeperin Andrea Rehfeldt verwandelte in der 83. Minute einen Strafstoß zum 7:0, ehe Tokarewa mit ihrem dritten Tor (86.) und Lefke Kagelmacher (90.) den Endstand herstellten. Der Kieler MTV hat nun, dank der klar besseren Tordifferenz, praktisch vier Punkte Vorsprung auf Abstiegsrang elf, auf dem der Eichholzer SV liegt.

    Letzter bleibt der SV Neuenbrook/Rethwisch, dessen Pokalgegner heute ermittelt wurde. Im zweiten Halbfinale des SHFV-Lotto-Pokals – das erste fand bereits am 30. Oktober des letzten Jahres statt – gewann Regionalligist Holstein Kiel beim TSV Ratekau mit 3:2 und zog ins Finale ein, das am 25. Mai auf der Lübecker Lohmühle ausgetragen wird. Schleswig-Holstein-Ligist Ratekau hielt gut mit und ging durch Kristina Scheel nach fünf Minuten in Führung. Holstein brauchte eine Weile, um zu antworten. Nach 28 Minuten glich Samanta Carone aus, nur vier Minuten später brachte Jule Ziegler die Gäste aus der Hauptstadt in Front. Aber Ratekau reagierte: Scheel traf zum zweiten Mal nach 36 Minuten und glich zum 2:2 aus. Dennoch ging es mit einem Rückstand in die Kabine: Carone traf ebenfalls zum zweiten Mal zum 2:3 (45.). Die zweite Hälfte blieb torlos, und so erreichen die Holstein Women erneut das Endspiel. Als KSV Holstein ist es die Chance auf den dritten Pokalsieg nach 2005 und 2014. Die Vorgängermannschaft des Wittenseer SV, die als Spielgemeinschaft mit dem TuS Felde im Jahr 2004 den Störchinnen beitrat, ist mit sieben Titeln zwischen 1986 und 1999 Rekordpokalsieger des Landes. Der SV Neuenbrook/Rethwisch gewann den Pokal bislang einmal, im Jahr 2000.

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