• Auftaktsieg für Oste/Oldendorf

    Autor:  • 15.08.2017 • Nachrichten, Niedersachsen, OL Niedersachsen Ost, OL Niedersachsen West

    Symbolbild, Saison 2016/17, NiedersachsenNiedersachsen ist schon voll im Stress, und in der 11 Vereine umfassenden Oberliga West kristallisiert sich bereits ein erster Favorit heraus: Der Staffel-Vizemeister TuS Büppel. Am 5. August bestritten die Frauen aus Varel schon ihr erstes Ligaspiel gegen den SV Suddendorf-Samern und gewannen durch Tore von Angelina Wunder (9., 21., 61.) und der von Werder Bremen II. gekommenen Regionalliga-Torschützenkönigin Mareike Kregel (89.) mit 4:1 (für den SV SuSa verkürzte Wibke Feseker nach 51 Minuten auf 1:2).

    Im zweiten Heimspiel putzten sie den SV Friedrichsfehn mit 10:2. Schon nach zwei Minuten war Caroline Barr zum 1:0 erfolgreich. Kregel legte das 2:0 nur vier Minuten nach, aber Friedrichsfehn schlug mit dem 1:2 von Ester Pannwitz (11.) umgehend zurück. Sieben Minuten später glich Marion Röttgers sogar aus. Dann aber übernahm Büppel das Ruder. Christina Müller (24.) und Barr zum zweiten (34.) sorgten für den 4:2-Halbzeitstand. Den schraubten sie in Durchgang zwei zur Zweistelligkeit: Erst Kregel (49.), dann Müller (52.) und Barr, deren Einsatz unter der Woche unsicher war, per Elfmeter (58.) zum 7:2. Die restlichen Tore durften die eingewechselte Marike Werner (72.), Annika Fittje (75.) und Keeperin Jürina Kocks per Strafstoß in der 80. Minute knipsen.

    Ärgster Verfolger könnte Blau-Weiß Hollage werden. Der Vierte der abgelaufenen Saison startete mit einem 6:1 über den Aufsteiger Osnabrücker SC in die Saison. Zur Pause führten sie durch Michelle Rickelmann aus der 18. Minute. Die Entscheidung brachten zwei Elfmeter binnen zwei Minuten (!) – beide verwandelte Sarah Bockholt (56., 57.). Katharina Jarzyna umklammerte mit ihren Treffern in der 66. und 76. Minute das 5:0 ihrer Teamkollegin Stefanie Gühmann (73.). Den Schlusspunkt setzte aber Johanna Härle mit dem ersten Oberligator des OSC in der 90. Minute. Und damit sind wir beim HFFN-Team, dem FC Oste/Oldendorf. Der startete ebenfalls mit einem Heimspiel. Zu Gast war Union Meppen, und die Gäste scheinen ihren rasant eingeleiteten Abwärtstrend der letzten Saison fortzusetzen: Nach 71 Minuten führte der FC O/O mit 5:0. Das erste Tor erzielte Jana Rapp nach acht Minuten. Dann folgte ein Dreierpack von Fenna Elfers, die offenbar immer zu Saisonbeginn ihr Torkonto aufbaut – angesichts der geballten Sturmqualität in der Liga könnte das diese Saison allerdings erstmals nicht zur Torschützenkönigin reichen. Mit ihren Toren in der 37., 58. und 61. Minute liegt sie in der Torschützenliste aktuell gleichauf mit den drei Büppelerinnen Kregel, Wunder und Barr. Tor Nummer fünf war Tor Nummer zwei für Rapp (71.). Trainer Pascal Schlichting hatte trotzdem noch Grund zum Ärgern: In der Schlussphase ging die Konzentration flöten, und Yvonne Wolters in der 79. sowie Kerstin Haar in der 90. Minute betrieben Meppener Ergebniskosmetik.

    Schlechter startete der Nachbar SV Ahlerstedt/Ottendorf. Der musste bei Aufsteiger FC Geestland antreten und verlor in Bad Bederkesa mit 0:1. Das Tor des Tages markierte Lea Taubert nach 53 Minuten. Ob der SV Heidekraut Andervenne in dieser Saison um den Aufstieg mitzumachen vermag, muss sich zeigen. Der Vorjahresdritte gewann gegen den Vorjahresfünften FSG Twist knapp mit 3:2 und geriet nach 17 Minuten durch Alina Schulte in Rückstand. Nach dem Ausgleich von Annelie Lis (36.) sah es zur Pause nach einem Remis aus, doch Nadine Hillebrand hatte andere Pläne und traf kurz vor dem Seitenwechsel zum 1:2. Aber in Halbzeit zwei vermochte Andervenne das Spiel noch zu seinen Gunsten zu drehen. Erst traf Louisa Hoff zum 2:2 (51.), dann besorgte die eingewechselte Luisa Pelle zehn Minuten vor dem Ende den 3:2-Endstand.

    Oberliga Ost

    Dreizehn Teams sind es in der Oststaffel – gut für den MTV Barum, der nicht die Staffel wechseln musste. Der verpennte allerdings beim TSV Barmke den Start. Daniela Brullo brachte die Helmstedterinnen nach drei Minuten in Front. Nach einem vergebenen Barumer Elfmeter glich Jasmin Bergmann in Minute 19 zum 1:1-Pausenstand aus. Auf die Siegerstraße brachte sie Christin Wulf. Nach 56 Minuten gab es erneut Foulelfmeter, Wulf verwandelte zum 2:1 für den MTV. Eine Viertelstunde später gab es den dritten Elfmeter für Barum, dieses Mal wegen Handspiels. Wulf netzte zum 1:3. Gegen nur noch zehn Gastgeberinnen – die Übeltäterin hatte Rot gesehen – gelang Jana Voigts in der 90. Minute der Endstand. Der Staffelmeister 2017 übernahm vorerst die Tabellenführung. Zweiter ist der BSC Acosta, der sich dank eines späten Tores von Rebekka Kube in der 82. Minute bei Sparta Göttingen mit 3:2 durchsetzen konnte. Der BSC führte davor zwei Mal, beide Male glich Laura Klose aus, die neben Barums Wulf als einzige zwei Treffer erzielen konnte.

    „Breitenreiter… Breitenreiter… Tor! Ja, wer ist eigentlich Breitenreiter?“ – so kommentierte Jörg Dahlmann bei „ran“ in SAT.1 im Jahr 1994 das erste Bundesligator von HSV-Neuzugang André Breitenreiter gegen den FC Bayern im Münchener Olympiastadion. Eine Frage, die sich wohl auch der SVG Göttingen nach dem 1:2 beim Aufsteiger TSV Bemerode stellen wird. Der Neuling aus Hannover, der erstmals im Oberhaus des Landes spielt, ging nach 12 Minuten durch Marie Kehler in Führung. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs gelang Leonie Bockelmann der Ausgleich. Dann kam die 52. Minute: Kehler wurde von Meike Lüttich im Strafraum gelegt. Den Elfmeter verwandelte Breitenreiter zum 2:1. Clara Breitenreiter – die Tochter des Ex-Profis und neuen Trainers von Hannover 96. Bemerode zitterte den ersten Saisonsieg in der Folge über die Zeit. Das hätte sicher auch Mitaufsteiger VfB Fallersleben getan, aber ihre Führung durch Julia Hetfleisch aus der 2. Minute drehte Gastgeber SV Hastenbeck noch in einen 2:1-Erfolg. Das Spitzenspiel endete dagegen torlos: Der PSV Grün-Weiß Hildesheim und der ESV Rot-Weiß Göttingen trennten sich 0:0. Die Partie des FC Pfeil Broistedt gegen Aufsteiger HSC Blau-Weiß Tündern wurde auf den 3. Dezember verlegt, wodurch der MTV Barum wie zum Ende der letzten Saison Tabellenführer ist.

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