• Auf und Ab

    Autor:  • 13.06.2016 • 2. Bundesliga Nord, Altona 93, Bergedorf 85, Bergedorf 85 II., Bezirksliga Ost, Bezirksliga West, Bramfelder SV, Duwo 08, Eimsbütteler TV, ESV Einigkeit Wilhelmsburg, FC St. Pauli, Germania Schnelsen, Grün-Weiß Eimsbüttel, Hamburg, Hamburger SV, Hamburger SV II., Harburger SC, Kreisliga 01, Kreisliga 02, Kreisliga 03, Landesliga, Nachrichten, Niedersachsen, Niendorfer TSV, Oberliga, Oberliga SH, OL Niedersachsen Ost, Regionalliga Nord, SC Eilbek, SC Pinneberg, SC Wentorf, Schleswig-Holstein, SSC Hagen Ahrensburg, SV Henstedt-Ulzburg, SV Henstedt-Ulzburg II., SV Osdorfer Born, TSC Wellingsbüttel, Union Tornesch, VfL Jesteburg, Walddörfer SV

    Verbandssachen HFVIm Frauenbereich ist die Saison gelaufen. Die Meister sind ermittelt, die Aufstiegsrunden sind gespielt, die Aufsteiger stehen fest – so gut wie, jedenfalls. In Hamburg gilt noch bis Freitag die Meldefrist für die Spielklassen von der Verbandsliga bis zu den Kreisligen. Erst dann kann der HFV beginnen, die Spielklassen einzuteilen. Etwa dreieinhalb bis vier Wochen später sind wir dann schlauer, die – erste – Einteilung für die Saison 2015/16 wurde am 6. Juli 2015 herausgegeben. Um diesen Dreh dürfte letztlich auch die neue Staffeleinteilung 2016/17 erscheinen. Trotzdem: Ein kleiner Überblick kann ja nicht schaden.

    Am einfachsten ist es in der 2. Bundesliga Nord. Aufgestiegen in die Allianz Frauen-Bundesliga ist der MSV Duisburg, von oben herunter kommt der SV Werder Bremen. Ebenfalls abgestiegen ist der 1. FC Köln, der allerdings dürfte in die Südstaffel einsortiert werden. Aus der 2. Bundesliga Nord abgestiegen sind Holstein Kiel, der FFV Leipzig und – nach 1:7 und 3:3 in der Relegation gegen den Südvertreter SV Weinberg – der SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf. Die Aufsteiger in die 2. Bundesligen heißen Bramfelder SV, 1. FC Union Berlin, Arminia Bielefeld (mit Ex-HSVerin Tanja Thormählen), 1. FFC Niederkirchen und SC Sand II. Damit dürfte das Teilnehmerfeld bereits klar sein.
    Wahrscheinlichste Staffeleinteilung:
    SV Werder Bremen (Absteiger), BV Cloppenburg, FSV Gütersloh 2009, Herforder SV, 1. FC Lübars, SV Meppen, 1. FFC Turbine Potsdam II., VfL Wolfsburg II., SV Henstedt-Ulzburg, Bramfelder SV (Aufsteiger), 1. FC Union Berlin (Aufsteiger), DSC Arminia Bielefeld (Aufsteiger)

    Recht einfach ist es auch in der Regionalliga Nord. Nach dem Motto „Einer rauf, einer runter“ tauschen der Bramfelder SV und Holstein Kiel ihre Plätze. Abgestiegen sind der Hamburger SV und der SV Heidekraut Andervenne. Ein Fragezeichen gab es gerüchteweise um die TSG 07 Burg Gretesch aus Osnabrück, allerdings weist aktuell nichts darauf hin, dass es mehr als Gerüchte sind. Somit gibt es zwei Aufsteiger: Den FC St. Pauli als Sieger der Aufstiegsrunde Hamburg/Schleswig-Holstein/Bremen und den VfL Jesteburg aus den Oberligen Niedersachsens, nachdem der niedersächsische Meister SV Union Meppen nicht den nötigen Unterbau vorweisen kann. Es gibt also auch in der kommenden Saison wieder vier Teams in der Liga, die Derbys in und um Hamburg austragen.
    Wahrscheinlichste Staffeleinteilung:
    Holstein Kiel (Absteiger), SV Werder Bremen II., FC Bergedorf 85, TSV Limmer, TV Jahn Delmenhorst, ATS Buntentor, ESV Fortuna Celle, TSV Havelse, TSV Duwo 08, TSG 07 Burg Gretesch, FC St. Pauli (Aufsteiger), VfL Jesteburg (Aufsteiger)

    Szene aus dem Verbandsligaspiel ESV Einigkeit gegen GW Eimsbüttel

    Szene aus dem Verbandsligaspiel ESV Einigkeit gegen GW Eimsbüttel

    Komplizierter wird es ab der Verbandsliga abwärts. HSV runter, St. Pauli rauf – darüber freut sich Grün-Weiß Eimsbüttel, denn das bedeutet den Klassenerhalt. Sportlich abgestiegen sind der Eimsbütteler TV und der FC Bergedorf 85 II. als Schlusslicht. Die Aufsteiger heißen HSV Barmbek-Uhlenhorst und TuS Appen. Der SC Eilbek hat trotz des geschafften Klassenerhalts den Rückzug in die Kreisliga verkündet, dem gefolgt ist auch der SC Pinneberg, der komplett abmeldet, wie unter der Woche bekannt wurde. Das bedeutet, es gibt zwei Nachrücker aus der Landesliga – wenn sich denn Nachrücker finden. Vor vier Jahren rückte der SV Osdorfer Born nach, als Siebter (!) der Landesliga, weil alle anderen vorher ausschlugen. Die Osdorferinnen stiegen mit 3 Punkten und 18:170 Toren wieder ab, wurden in die Bezirksliga durchgereicht, aus der sie 2011 aufgestiegen waren, und meldeten sich nach Platz vier in der Saison 2014/15 ab. Erste Nachrücker wären der HEBC als Tabellendritter und der SC Victoria als Tabellenfünfter. Der Vierte HSV II. darf ja nicht, weil schon seine ersten Frauen in der kommenden Saison in der Verbandsliga antreten. Fände sich niemand oder nur einer, der zum Aufstieg in die höchste Hamburger Spielklasse bereit wäre, würde die Liga in der nächsten Spielzeit mit zehn oder elf Clubs durchgeführt werden müssen. Das allerdings hätte Konsequenzen für die nachfolgenden Staffeln.
    Wahrscheinliche Staffeleinteilung:
    Hamburger SV (Absteiger), FC Union Tornesch, TSC Wellingsbüttel, Walddörfer SV, Niendorfer TSV, SC Wentorf, ESV Einigkeit Wilhelmsburg, Grün-Weiß Eimsbüttel, HSV Barmbek-Uhlenhorst (Aufsteiger), TuS Appen (Aufsteiger), HEBC (Aufsteiger), SC Victoria (Aufsteiger)

    Kommt es so wie für die Verbandsliga prognostiziert, bekommt die Landesliga ein völlig neues Gesicht mit sechs neuen Teams. Den Anfang machen die Absteiger aus der Verbandsliga, FC Bergedorf 85 II. und Eimsbütteler TV. Diese ersetzen BU und den TuS Appen. Abgestiegen in die Bezirksliga ist Altona 93, der SC Eilbek II. wurde ja schon während der Saison zurückgezogen. Dafür aufgestiegen aus den Bezirksligen sind die Groß Flottbeker SpVgg und der Ex-Verbandsligist Harburger SC. In der Relegation des Landesligazehnten gegen die Bezirksliga-Zweiten setzte sich der SC Egenbüttel mit 6:1 und 5:0 durch und machte den Aufstieg in die Landesliga perfekt. Für den Zweiten und Dritten, Noch-Landesligist SC Alstertal-Langenhorn und Bezirksliga-Ost-Vize TuS Berne hängt die Klassenzugehörigkeit an den Nachrückern in die Verbandsliga. Steigen HEBC und SC Victoria für die Abmelder aus Eilbek und Pinneberg auf, rücken der Zweite und Dritte der Relegation nach. Damit würde SCALA die Klasse halten und der TuS Berne ebenfalls aufsteigen, um die Staffelstärke von 12 Teams zu erreichen. Sicher ist das erst am Freitag nach Ablauf der Meldefrist.
    Wahrscheinliche Staffeleinteilung:
    FC Bergedorf 85 II. (Absteiger), Eimsbütteler TV (Absteiger), Hamburger SV II., SC Sternschanze, TuRa Harksheide, TuS Germania Schnelsen, FTSV Komet Blankenese, SC Alstertal-Langenhorn, Groß Flottbeker SpVgg (Aufsteiger), Harburger SC (Aufsteiger), SC Egenbüttel (Aufsteiger), TuS Berne (Aufsteiger)

    Ob der SV Friedrichsgabe und die FSV Harburg-Rönneburg nochmal gegeneinander spielen?

    Ob der SV Friedrichsgabe und die FSV Harburg-Rönneburg nochmal gegeneinander spielen?

    Die Entscheidungen für die Landesliga wirken sich natürlich auch auf die Bezirksligen aus, allen voran die Teilnahme von SCALA und TuS Berne, deren Aufstieg wie ein Rattenschwanz an den Verbandsliga-Nachrückern hängt. Sicher ist: Von oben kommt Altona 93 runter – und das war’s. Absteiger aus den Bezirksligen in die Kreisligen gibt es formell keine: Der SV Este 06/70 meldete seine Mannschaft vor Saisonbeginn ab, der TuS Dassendorf ebenso (und bildete in der Kreisliga eine Spielgemeinschaft mit der ursprünglichen Sonderklassen-Mannschaft des SC Wentorf II.), und während der Saison zog sich der 1. Norderstedter FC zurück. Daher entfiel auch das Entscheidungsspiel zwischen den beiden Tabellenelften. Gehen vier Mannschaften hoch in die Landesliga und kommt von dort nur eine runter, dann gibt es mathematisch zusätzlich zu den drei Kreisligameistern Moorreger SV, Rahlstedter SC und Harburger TB noch drei weitere Nachrücker. Dies wären die Vizemeister der Kreisligen: Komet Blankenese II., TSV Reinbek und TuRa Harksheide II., vorausgesetzt alle drei wollen aufsteigen. Aber auch der nach Punktkoeffizient beste Kreisligadritte darf aufsteigen, da der VfL Lohbrügge seine Mannschaft auflöst und nur noch auf Kleinfeld in der Sonderklasse antritt. Das wäre der SC Sternschanze II. (2,17) vor dem TSC Wellingsbüttel III. (1,875). Die SG Dassendorf/Wentorf dürfte als Spielgemeinschaft nur in der Kreisliga ran. Immerhin würde sich dann die Gelegenheit bieten, die FSV Harburg-Rönneburg und den Walddörfer SV II. aus der West- in die Oststaffel zu ziehen und die FSV damit zu Derbys gegen HTB und Altenwerder antreten zu lassen. So würden beide Staffeln – mit einer Abweichung von Bramfeld III., die im Westen antreten müssen, weil im Osten schon Bramfeld II. spielt – echte West- und Oststaffeln sein. Im Normalfall, wenn alle Teams aufsteigen, die auch aufsteigen dürfen, und vorbehaltlich weiterer Streichungen ergäbe sich unter der Prämisse, dass es bei einer zweigleisigen Bezirksliga mit Soll-Staffelstärke 12 bleibt, vermutlich folgendes Bild:
    Mögliche Staffeleinteilung West:
    Altona 93 (Absteiger), Union Tornesch II., SV Friedrichsgabe, SV Halstenbek-Rellingen, SC Union 03, Grün-Weiß Eimsbüttel II., FC Elmshorn, Bramfelder SV III., Moorreger SV (Aufsteiger), FTSV Komet Blankenese II. (Aufsteiger), TuRa Harksheide II. (Aufsteiger), SC Sternschanze II. (Aufsteiger)
    Mögliche Staffeleinteilung Ost:
    TSV Duwo 08 II., TSC Wellingsbüttel II., Bramfelder SV II., USC Paloma, SC Sperber, HSV Barmbek-Uhlenhorst II., FTSV Altenwerder, Walddörfer SV II. (aus der Weststaffel), FSV Harburg-Rönneburg (aus der Weststaffel), Rahlstedter SC (Aufsteiger), Harburger TB (Aufsteiger), TSV Reinbek (Aufsteiger)

    In Bezug auf die Kreisligen verbietet sich jegliche Mutmaßung aufgrund der hohen Fluktuation und der Unerwartbarkeit von An- und Abmeldungen. Es wird abzuwarten sein, ob überhaupt wieder drei Staffeln zusammenkommen. Bis zu sieben Teams steigen auf, dazu sind in dieser und zur neuen Saison über alle Spielklassen sechs Mannschaften abgemeldet und nur eine davon – der SC Eilbek – wieder in der Kreisliga angekündigt worden. Es wäre kaum überraschend, wenn es nach zwei Jahren Dreigleisigkeit wieder nur noch eine Ost- und eine Weststaffel gäbe, immerhin waren es in dieser Spielzeit 28 Kreisligisten. 28 minus 7 plus 1 wäre 22.

    Auch in der neuen Saison trifft der SSC Hagen wieder auf Rot-Schwarz Kiel

    Auch in der neuen Saison trifft der SSC Hagen wieder auf Rot-Schwarz Kiel

    Dafür werfen wir einen Blick in die Schleswig-Holstein-Liga. Aus der Regionalliga kommt keine Mannschaft nach unten – wie auch? -, nach oben geht TuRa Meldorf aber auch nicht weg. Bleiben die beiden Absteiger, Holstein Kiel II. und Fortuna Bösdorf. Dafür steigen die Meister der Verbandsligen Nord und Süd auf. Das ist aus dem Norden der Pokalfinalist VfB Schuby, aus dem Süden ist der SV Neuenbrook/Rethwisch wieder zurück in der Viertklassigkeit. Ein Entscheidungsspiel um einen eventuellen dritten Aufstiegsplatz, falls Meldorf aufgestiegen wäre, hatte der SHFV noch nicht angesetzt. Dies wäre die Chance für den letztjährigen Absteiger SG Siems-Dänischburg gewesen, sich gegen den SV 03 Risum-Lindholm durchzusetzen. So ergibt sich folgende Zusammenstellung:
    Wahrscheinliche Staffeleinteilung:
    SG Ratekau-Strand 08, SSC Hagen Ahrensburg, TuRa Meldorf, TSV Schönberg, SV Henstedt-Ulzburg II., Kieler MTV, Eichholzer SV, TSV Russee, TSV Klausdorf, SSG Rot-Schwarz Kiel, VfB Schuby (Aufsteiger), SV Neuenbrook/Rethwisch (Aufsteiger)

    Nicht ganz simpel ist die Staffeleinteilung in der Oberliga Niedersachsen. Aus der Regionalliga herunter kommt der SV Heidekraut Andervenne, der in der Weststaffel starten wird, aus der Meister SV Union Meppen nicht aufgestiegen ist. Die Absteiger im Westen sind der SV Olympia Uelsen und der VfL Oythe. Bleibt noch ein Platz für vier Aufsteiger, dieser wird an den Aufsteiger aus der Landesliga Weser-Ems gehen, den SV Suddendorf-Samern aus Schüttorf unweit von Twist und Meppen an der niederländischen Grenze. Die Aufsteiger der Bezirke Braunschweig, Hannover und Lüneburg müssen als Ersatz für den Regionalliga-Aufsteiger VfL Jesteburg und die Absteiger SG Schamerloh und VfL Bienrode dann wohl in die Oststaffel, was für die SG Anderlingen/Byhusen Pech ist, da sie eigentlich auf der gleichen Ecke liegt wie die Weststaffel-Clubs FC Oste/Oldendorf und SV Ahlerstedt/Ottendorf, während die Oststaffel-Zugehörigkeit für den TSV Barmke aus Helmstedt und den SV Hastenbeck aus Hameln völlig unstrittig ist. Das würde die folgende Einteilung bedeuten:
    Mögliche Staffeleinteilung West:
    SV Heidekraut Andervenne (Absteiger), SV Union Meppen, SV Meppen II., FSG Twist, TuS Büppel, SV DJK Schlichthorst, Blau-Weiß Hollage, ATSV Scharmbeckstotel, SV Ahlerstedt/Ottendorf, FC Oste/Oldendorf, SV Friedrichsfehn, SV Suddendorf-Samern (Aufsteiger)
    Mögliche Staffeleinteilung Ost:
    PSV Grün-Weiß Hildesheim, FFC Renshausen, Sparta Göttingen, MTV Barum, TSG Ahlten, FC Pfeil Broistedt, BSC Acosta, ESV Rot-Weiß Göttingen, HSC Hannover, SG Anderlingen/Byhusen (Aufsteiger), TSV Barmke (Aufsteiger), SV Hastenbeck (Aufsteiger)

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