• Acht Mal Jokic

    Autor:  • 16.05.2014 • Bergedorf 85, Hamburger SV, Nachrichten, Regionalliga Nord, SV Henstedt-Ulzburg, TSV Eintracht Immenbeck

    Regionalliga NordVor dem Spieltag stand Ivana Jokic von Bergedorf 85 in der Torjägerliste auf einem gehobenen Mittelfeldplatz. Sechs Treffer waren ihr bis dahin gelungen. Allein durch das Heimspiel gegen den Absteiger SF Wüsting-Altmoorhausen ließ sie nun namhafte Spielerinnen wie die Ex-Bundesligastürmerin Maike Timmermann, die Osnabrücker Rakete Fatou Sonko, Immenbecks Lebensversicherung Fabienne Stejskal und Laura Vetter aus Ahlerstedt/Ottendorf hinter sich. Denn Jokic gelangen acht Tore. Acht – das ist so mancher Stürmerin nicht mal in der Jugend vergönnt. Los ging es schon in der 2. Minute. Mareike Meyer erhöhte nach vier Minuten auf 2:0, Anna Hepfer wieder zwei Minuten später auf 3:0. Da war das Spiel bereits entschieden. Kathrin Miotke legte in der 13. Minute das 4:0 nach. Doch die Jokic-Show startete nun erst richtig. Zwischen der 24. und 29. Minute, also binnen fünf Minuten, kam die Bergedorfer Stürmerin zu einem lupenreinen Hattrick. Nach einer halben Stunde stand es 7:0, und die Gäste konnten einem nur leid tun. Aber es ging weiter. Hepfer steuerte das 8:0 in der 32. Minute bei, dann kam wieder Jokic mit einem Doppelpack in der 40. und 45. Minute zum Halbzeitstand von 10:0. In Halbzeit zwei wurden die Elstern dann gnädig. Nur Jokic nicht, die das 11:0 (57.) und auch das 12:0 (88.) schoss und mit einem Erdrutschsieg die Saison für Bergedorf 85 beendete. Acht Tore in 90 Minuten – dafür brauchte Merle Bublitz als beste Schützin des TSV Havelse eine ganze Saison…

    Die konnte an diesem Wochenende gar nichts machen – bei Holstein Kiel war die Waldwiese abgesoffen, das Spiel fiel aus. Der HSV hingegen war im Einsatz, und das auch erfolgreich: Gegen Werder Bremen II. siegte die Truppe von Ralf Schehr mit 2:1. Werder führte zur Pause nach einem Tor von Nina Woller (41.). Alina Ogundipe glich nach 70 Minuten aus. Şebnem Dairecioğlu, die bereits im Hinspiel beim 2:2 mit ihrem Tor einen Punkt rettete, schlug auch dieses Mal wieder zu, traf in der 85. Minute zum Sieg. Den hätte auch der SV Henstedt-Ulzburg gern gehabt, doch bei „Angstgegner“ Fortuna Celle, der beim 4:0 in der Hinrunde das Schicksal von Jan Siemers beim SVHU besiegelte, unterlagen sie nur sieben Tage nach dem großen Sieg über Holstein Kiel mit 2:4. Es begann gut: Michelle von Appen netzte nach sieben Minuten zum 1:0 für HU. Vivien Wittrin glich aus (14.), und Lisa Zimmermann brachte Celle mit 2:1 in Führung (42.). Postwendend war es erneut von Appen mit dem 2:2-Halbzeitstand (44.). In Halbzeit zwei traf aber nur Celle: Erst Zimmermann (55.), dann Wittrin in der 83. Minute mit der Entscheidung.

    Erfolgreich hingegen war der SV Ahlerstedt/Ottendorf, der noch auf Platz zwei springen kann. Nach dem 2:0 gegen Burg Gretesch (Leonie Rathje/24., Christina Krüger/77.) liegen sie einen Punkt hinter dem Noch-Zweiten aus Bergedorf und ein Tor hinter den punktgleichen Cellerinnen. Während die Fortuna am Sonntag in Havelse ran muss, wäre für den SVAO ein höherer Sieg bei Absteiger Wüsting-Altmoorhausen möglich. Ein Celler Sieg würde dem SVHU helfen, am TSV Havelse vorbeizuspringen und die Saison auf Platz fünf zu beenden, einen eigenen Sieg gegen Eintracht Immenbeck vorausgesetzt. Bei einer Niederlage könnte der HSV noch in die obere Tabellenhälfte springen: Die Rothosen müssen zu Burg Gretesch.

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