• Abschied von Niendorf

    Autor:  • 04.05.2017 • Barmbek-Uhlenhorst, ESV Einigkeit Wilhelmsburg, Grün-Weiß Eimsbüttel, Hamburg, Hamburger SV, HEBC, Nachrichten, Niendorfer TSV, Oberliga, SC Victoria, SC Wentorf, TSC Wellingsbüttel, TuS Appen, Union Tornesch, Walddörfer SV

    Es ist nun fix: Der Niendorfer TSV ist endgültig abgestiegen. Bei Grün-Weiß Eimsbüttel unterlag die Mannschaft von Nicole Huwald mit 2:5 und liegt sechs Punkte plus dreißig Tore Differenz hinter Platz zehn. Die Grün-Weißen dagegen verkürzten den Rückstand auf den zehnten Platz auf zwei Punkte. Irem Üstün brachte ihr Team mit einem Doppelpack in der 15. und 23. Minute auf die Siegerstraße, auch wenn Sinem Yildirim vier Minuten später verkürzte. Allerdings machte GWE in Durchgang zwei alles klar, als Angelina Bathe in der 59. und Anna Eckbö Gower in der 67. Minute auf 4:1 erhöhten. Bathe legte noch das 5:1 nach (75.), ehe Simone von Palubicki für Niendorf das Ergebnis etwas aufhübschte (85.). Was der Sieg für die Eimsbüttelerinnen wert ist, hängt an den letzten beiden Spielen und dem Aufstieg des Hamburger (Vize-)Meisters.

    Und in diese Frage hat der HSV richtig Drama hereingebracht. Das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Walddörfer SV gewannen die Rothosen mit 6:1 und dürften damit bei den Gästen ernsthafte Sorgenfalten verursacht haben. Nach guter Anfangsviertelstunde und einem Pfostenschuss von Antonia Egge (20.) reagierten sie auf den Rückstand durch Victoria Schulz in der 27. Minute reagierte der WSV nämlich, indem sie zwei weitere Gegentore von Schulz (31.) und Janine Schlichting (36.) kassierten und beinahe noch einen Gegentreffer, dem die Latte im Weg stand. Kurz vor der Pause verkürzte Marie Fröhlich auf 3:1. Ein Doppelschlag von Schulz, die einen Gala-Tag erwischte, tötete aufkommende Hoffnungen ab. Rutschte WSV-Keeperin Janina Pfullmann in der 57. Minute der Ball durch, war sie drei Minuten später machtlos. Auch den Schlusspunkt setzte die HSV-Stürmerin, die in der 77. Minute einen lupenreinen Hattrick vollendete. Durch diese krachende Niederlage beträgt der Vorsprung auf Union Tornesch nur noch einen, auf den TSC Wellingsbüttel zwei Punkte. In den zwei verbleibenden Spielen kann noch alles passieren, zumal der WSV mit dem SC Wentorf am kommenden Samstag den womöglich unbequemsten Gegner hat.

    Union machte es relativ sachlich. Sie gewannen beim SC Wentorf durch die Tore von Josefin Lutz (21.) und Alla Jantschenko (80.) mit 2:0. Deutlicher wurde es bei Welle, die gegenüber Walddörfer an diesem einem Spieltag den Faktor Tordifferenz zu den eigenen Gunsten um 12 Tore verschoben und in zwei Spielen nur zwei Punkte aufholen müssen – und den einen auf Tornesch, natürlich. Das zeigt auch die nachfolgende Tabelle:

    Pl. Mannschaft Pkt. Tore Diff   Restprogramm
    1. Walddörfer SV 50 79:26 + 53 Wentorf (H, 6.5.), HEBC (A, 14.5.)
    2. Union Tornesch 49 53:21 + 32 HEBC (H, 7.5.), GW Eimsbüttel (A, 14.5.)
    3. TSC Wellingsbüttel 48 89:20 + 69 Appen (A, 7.5.), Niendorf (H, 14.5.)

    Beim abstiegsbedrohten HSV Barmbek-Uhlenhorst fuhr Wellingsbüttel ein 7:0 ein. Den Anfang machte Lena Pfennig nach einer Viertelstunde. Patrizia Wiebke traf nach 21 Minuten zum 0:2 und nach 36 Minuten zum 0:5 – ihre Saisontreffer 21 und 22, mit denen sie zwei Tore vor Walddörfers Antonia Egge und fünf vor Torneschs Josefin Lutz liegt. Dazwischen traf Lina Appel doppelt (30., 34.) und machte nach der Pause auch das halbe Dutzend voll (57.). In der 88. Minute sorgte Pfennig für den Schlussakkord. Welle fährt am kommenden Wochenende nach Appen zum TuS, der sich beim SC Victoria durch einen 3:0-Auswärtssieg aller Abstiegssorgen entledigte. Dabei spielte ihnen beim Stand von 0:1 (Carina Krüger/25.) eine Rote Karte für Victoria wegen Tätlichkeit in die Karten. Julia Trabe (77.) und Anna-Lena Vasel per Elfmeter (82.) schossen den Aufsteiger auf Tabellenrang sechs. Der HEBC ist dagegen durch sechs sieglose Spiele durchgereicht worden auf Platz neun. Dazu trug eine 0:1-Niederlage gegen den ESV Einigkeit bei, die durch Janine Börkers Treffer nach 67 Minuten zustande kam.

    Über